Mengen, die Fuhrmannsstadt

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Stadt mit rund 10.000 EW (2012) auf 49,8 km² an der Donau, deren Nebenflüsse Ablach und Ostrach hier bei Mengen in die Donau


Mengen liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und ist Teil der Tourismusregion Oberschwäbische Donau.

Mengen war schon in vor- und frühgeschichtlicher Zeit zeitweise besiedelt. Auch die Römer hielten es hier in Ennetach gut und gern aus, bis sie um 260 durch die Alemannen verdrängt wurden. Das Farbmosaik einer Villa Rustica und ein Medaillon mit dem Haupt der Medusa blieben.

819 erfolgte die erstmalige urkundliche Erwähnung des Gebietes an der Ablach mit der Überschreibung an das Kloster Buchau durch Kaiser Ludwig den Frommen.
1170 hielt Friedrich I. Barbarossa in Mengen einen Hoftag ab.

1150 bis 1250 entstand neben dem alten Mengen, durch die Ablach getrennt, das neue Mengen. Zur Unterscheidung wurde die ältere Siedlung als Ennet ach (= jenseits des Flusses) bezeiochnet.
1257 wurde das neue Mengen erstmals als freies (vrie) Mengen genannt.

Mengen entwickelte sich im Mittelalter zu einem wichtigen Knotenpunkt für Handel und Verkehrs. Noch heute erinnert der gelegentlich genannte Beiname "Fuhrmannsstadt“ daran.

1276 erlangte Mengen das Stadtrecht, beurkundet durch König Rudolf von Habsburg. Es war von da an bis 1805 eine der vorderösterreichischen fünf Donaustädte.
1806 kam Mengen durch den Frieden von Pressburg an das Königreich Württemberg.

1819 zerstörte ein Großbrand viele Gebäude der bis dahin fast unversehrten Altstadt.

1870/72 erhielt Mengen Anschluss an das Eisenbahnnetz, 1895/1896 ein eigenes Elektrizitätswerk und 1900 fließendes Wasser.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt nicht zerstört. Auch im 30jährigen Krie blieb sie verschont. Wirklich ein seltenes Glück.

sehenswerte Innenstadt

Verkehrsberuhigte Altstadt, geprägt durch Fachwerkhäuser und mehrere kirchliche Gebäude. Reste der Stadtmauer sind noch zu entdecken.

[H] Hauptstraße, neu gestaltet im Rahmen der Kernstadtaufwertung - besser als vorher?
[R] Rathaus (1821), 1907 und 2008 erneuert.

Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Mengen

[1] Liebfrauenkirche (1290), 1604 umgebaut zur gotischen Basilika mit dreischiffigem Langhaus (1742 barockisiert.)

[2] Hallenbad
[3] Kazede (1233), ältestes Haus der Stadt, heute Notariat
[4] Kirche St. Martin, Hauptstraße 68, Barock, älterer Turm, Chorraum im Historismus, Decke mit Holzkassetten

[5] Haus Alter Fuchs, Schwarzadlerstraße 15, 1276 als Teil der Stadtbefestigung erbaut, 1530 umgebaut, 1785 lange als Gastwirtschaft, 2014 ( vorerst?) gesperrt.


weiterhin:
Gymnasium Mengen im Restbau (Ostflügel) eines ehemaligen Klosters

museal

Römermuseum in Ennetach. Funde aus der Römerzeit, aber auch aus der Bronzezeit
Heimatmuseum, Fachwerkgebäude (17. Jh.) der ehemaligen Posthalterei.

kulturell

Kleinkunstbühne Alte Kirche Rulfingen

weitsichtig

Aussichtsturm mit vielen inneren Einsichten, Denkanstößen und Stimmungsschwankungen, und das auf dem Missionsberg (606 m ü.NN.) im Süden von Mengen

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Stadtteile/Eingemeindung
Orte im Stadtgebiet von Mengen

1972 wurde Ennetach nach Mengen eingemeindet. Die Eingemeindung von Beuren, Blochingen, Rosna und Rulfingen erfolgte am 1. Januar 1975.