Miltenberg © darknightsky

Miltenberg ist eine Stadt "mid milter" Mildenburg und rund 10.000 EW am Mainknie auf vorgeschichtlichem Besiedlungsgebiet;
kleines Numeruskastell und dann Kohortenkastell der Römer zwischen Miltenberg und Bürgstadt (Fürstlich-Löwensteinscher Park).

ortsgeschichtlich

Die Mildenburg am Miltenberg - wieso diese unterschiedliche Schreibweisen? Im Mittelalter besaß Miltenberg als Handelsstadt am schiffbaren Main und an der Fernstraße Köln-Frankfurt-Würzburg-Nürnberg bedeutende Vorrechte. Mit Gründung wurde Miltenberg rasch mit Stadtrechten versehen, die in einer Schenkungsurkunde Siegfried II. für das Kloster Bronbach aus dem Jahr 1237 belegt ist.

Bis 1803 gehörte M. zu Kurmainz, kam 1816 an Bayern

sehenswerte Innenstadt

Die Stadt ist ein Beleg dafür, dass nicht alles mit rechten Winkeln zugehen muss und dennoch bezaubernd sein kann. Zwischen Main und dem Steilhang blieb kaum Platz, daher wuchs die Stadt mainaufwärts und bildete die langgezogene Weinstraße mit ihren wunderschönen Fachwerkhäusern (15. bis 17. Jh.). Sie beginnt am Marktplatz. Das wohl augenfälligste Fachwerkhaus ist ein fünfstöckiger Riese (1590). Viele Fachwerkhäuser weisen den typisch fränkischen Stil mit eng stehenden Ständern auf, speziell an der Hauptstraße zwischen Markt und Engelplatz.

[M] Marktplatz, dreieckig, von mehreren Fachwerkhäusern (z.B. Gasthaus zur Krone) gerahmt, schräg zur Mildenburg ansteigend. Am Marktbrunnen - Staffelbrunnen (1583, Michael Junker), Renaissance - umtanzen Putten roten Sandstein, den die Gerechtigkeit mit Füßen tritt.
[R] Neues Rathaus
[A] Altes Rathaus, 1379 als Stadtwaage erwähnt, dann Kaufhaus, schöner Fachwerkbau. Das Weinhaus - früher Centgrafenhaus genannt, wird deshalb gern mit dem Finanzamt verwechselt

Miltenberg in Unterfranken, Sehenswürdigkeiten der Altstadt

[1] Franziskaner-Klosterkirche, ein einfacher einschiffiger Bau aus der zweiten Hälfte des 17. Jh.
[2] Gasthof zum Riesen: besonders schöner Fachwerkbau.
[3] Jüdische Synagoge: eine der ältesten jüdischen Bauten in Deutschland.
[4] Heimatmuseum in der ehemaligen Amtskellerei am Markt
[5] Mildenburg, 1200 als östliche Grenzsicherung erbaut, Bergfried aus Buckelquadern, Wohngebäude Ende 14.Jh. aufgebaut, nach Zerstörung im Markgrafenkrieg ab Mitte 16.Jh. teilweise erneuert. Renaissancetor, im Hof der rätselhafte Teutonenstein, wahrscheinlich aus römischer Zeit.


[6] St. Jakob: Pfarrkirche, Spätmittelalter, im 18. und 19. Jh. wenig altfränkisch umgestaltet, Innenausstattung mit mehreren Plastiken, Marienaltar aus Alabaster.
[7] Franziskanerkirche am großen Engelplatz

Miltenberg Mainbrücke © Werner Schwehm

- Mainzer Tor (Spitzer Turm, 1379 erstmals erwähnt) war westlicher Begrenzungspunkt
- Würzburger Turm (1379 erstmals erwähnt), äußerste Stadtbegrenzung für Vorstadt.
- Unweit auch der Zuckmantelturm (1351). Schnatterlochturm (für geschwäzige Frauen?)
- Das Schwertfeger Tor bildete den Abschluss der inneren Westvorstadt. Grabsteine des alten Judenfriedhofs stehen im ehemaligen Stadtgraben.


weiterhin:
- Ringwall am Greinberg
- Wo ist das Sachsengrab. Es ist die letzte Ruhestätte für 62 Soldaten, die beim Übersetzen über den Main durch das Kentern der überbesetzten Fähre den Tod fanden. Wer gab den Befehl? Gab es einen Untersuchungsausschuss? Bewog nur Mitleid Fürst Karl Emig von Leiningen, dieses Grab zu veranlassen?

modisch

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