Südwestmecklenburg - Elb-, Seen- und Heideland

Die Gegend südliche von Ludwigslust wird auch Griese genannt. Wer griesliches Wetter kennt, ahnt auch die Bedeutung - "grau". Vielleicht war einst die ärmlichgraue Bekleidung der Bauern namensgebend? Die Landschaft jedenfalls ist eher bunt: flaches, sanft gewelltes Heideland mit Kiefern, dazwischen sandige Äcker im Wechsel mit Wiesen und kleinen Mooren, weiträumig und somit auch abgeschieden, dünn besiedelt.

Speziell im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal trifft man auf eine biovitale Flurlandschaft aus Auenwäldern, Heidegebieten, Wanderdünen - besonders um Dömitz - und Talebenen.

Im Osten ab Goldberg und in die Nachbarkreise übergreifend liegt der Naturpark (1990) Nossentiner Schwinzer Heide mit zahlreichen Seen, Mooren und Sand- bzw. Kiesablagerungen und viel lichtem Wald. Hier brüten Seeadler, Fischadler und Rohrdommel.

Banzkow

Gemeinde mit rund 2.800 EW (2012) am Rande der Lewitz, des seit 1958 meliorierten Weidelandes mit feuchten Wäldern und EU-Vogelschutzgebiet.

Lewitzer Mühle in Banzkow

Augenfällig eine Holländerwindmühle mit Hotellerie inklusive Sole-Schwimmbad und Mühlengalerie, einige niederdeutsche Hallenhäuser und die imposante neugotische Kirche (1842/45).

Unweit von Banzkow über den Müllergraben gelangt man an die Stör. Diese wurde im 17. Jh. zum Kanal ausgebaut, der den südlichen Wasserabfluss des Schweriner Sees mit Elde und Elbe und somit Ostsee und Nordsee verbindet.


Kapelle in Goldenstädt

Goldenstädt, das saubere Dorf im Amt Banzkow, weist eine alte gut herausgeputzte Kapelle im Ortszentum auf.

Weiterhin gehört Jamel zur Gemeinde.


Brüel

Städtchen mit rund 2.700 EW (2012) und einigen hübschen Häusern, die in ihrer Geschlossenheit und Vielfalt Neugier wecken. Keine überwältigenden Trümpfe, aber gute Karten.

Büel, mecklenburger Kleinstadt mit Ziegenmonument an exponierter Stelle

Eine auf den Sockel gehobene Ziege - Symbol kluger Anhänglichkeit - ist ein Wink an die Bürger.

Stadtkirche im Übergang von Romantik zu Gotik (13. Jh.), Turmgebäude etwa 100 Jahre später, Rennaissancekanzel, Fresko Ritter Heinrich von Plessen und seiner Frau.


Crivitz

Kleinstadt mit rund 4.400 EW (1997) in 40m ü.NN. in einer Talmulde neben einem Weinberg(!)
Ende 13. Jh. erfolgte die Ortsgründung durch Schweriner Grafen. Die da bereits bestehende Burg wurde später zerstört;
1302 datiert die erste urkundliche Erwähnung
Wann erhielt die ehemalige Ackerbürgerstadt das Stadtrecht?

Crivitzer Breite Straße

sehenswert:

- Backsteinkirche (14. Jh.), dreischiffig
- zeigelrot bis bunt dominiert, angeblich auch zahlreiche Fachwerkhäuser 18./19. Jh. - wo denn?

Klinken: Dorf südlich Crivitz, Dorfkirche mit Backstein-Stufenhalle


Dabel mit Dabelwerder

Gemeinde mit rund 1.400 EW (2012) mit Holzendorf

Dorfkirche in Dabeln

- Großsteingrab, zwei Hügelgräber aus der Bronzezeit,
- elektrisch betriebene "Wind"mühle am Holzendorfer See
- Schwedenschanze

- Kirche (13.Jh.), einschiffig feldsteingemauert
- Dabelner See mit herrlichem Rastplatz im Nordwesten


Demen

Gemeinde mit kaum 1.000 EW (2012)

Eldena

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012), 7.000 1985)
sehenswert:
Schloss (1571), Stadtkirche (13.Jh.) - und nicht verwechseln: Das Kloster E. liegt bei Greifswald!

Granzin

Gemeinde mit rund 500 EW

Kritzow

Gemeinde mit rund 450 EW (2012) Dörfchen östlich vom Schweriner See.
1317 erstmals erwähnt, einst Rittersitz;
erkundenswert:
- archäologischer Lehrpfad mit Großstein- und Hügelgräbern, mittelalt. mit Resthof, Turmhügel
- Aussichtspunkt (78 m) mit Schutzhütte
- Wandern durch die Berge rundum

Leezen

Schoss in Leez

Gemeinde mit rund 2.100 EW (2012) am Ostufer des Schweriner Sees

Weithin sichbar ist das Schloss, in dem manchmal geheiratet und sonst weitgehend amtlich residiert wird. Gegenüber ein modernes Einkaufszentrum, überhaupt wirkt der Ort wir neu gebaut.


Lübtheen

Kleinstadt mit 4.370 EW (1998) 35 m ü.NN. nahe an der einstigen innerdeutschen Grenze;
slawischer Ursprung des Ortes und der lindenreichen Ortsbezeichnung, 1363 erstmals urkundlich genannt, 1822 Marktflecken; 1830-1916 Kalibergbau und Gips; 1938 Stadtrecht;
einziger städtischer Sakralbau Mecklenburgs im Klassizismus (1817/20); mehrere schön schlichte, klassizistische Wohnhäuser um 1820/50, Post- und Hauptpostamt

Malliß

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012), ehemaliger Bergbauort. Bis ins 20. Jh. wurde hier in kleinen Gruben Salz, Kalkmergel, Alaunton, Ziegelton und Kies gefördert, Braunkohle sogar bis 1960. Die verschiedener Bodenschätze sind auf Ein Salzstock in der Tiefe drückte hier junge geologische Schichten on nach oben und ließ eine markante Geländeerhebung - reich an Bodenschätzen - entstehen

Marnitz und die Ruhner Berge

Gemeinde mit rund 800 EW (2012);
Südlich der Ortschaft Marnitz befinden sich das Landschaftsschutzgebiet Ruhner Berge, eine einzigartige Hügellandschaft. Der Ruhner Berg (176 m ) ist die zweithöchste Erhebung Mecklenburg-Vorpommerns. Die Berge entstanden aus einer Stauch-Endmoräne während der Saale-Eiszeit. Sie sind größtenteils bewaldet und Quellgebiet zahlreicher Bäche, darunter der Löcknitz. Ein schönes Wandergebiet mit. Und der Ruhner Berg ist ein echtes Spitzenziel. Eine gut begehbare Treppe führt hinauf zum Aussichtsturm (2001) und weiter dann wohl 30 m bis zur Aussichtsplattform. Ein wunderbarer Ausblick über die herrliche Wald- und Seenlandschaft ist die Belohnung - das passende Wetter vorausgesetzt.

Das Dorf Ruhn war ein ritterschaftliches Bauerndorf, 1369 gegründet und bald darauf nur eine Wüstung, die den Berg und Bergen den Namen vererbte.

Moraas

Gemeinde mit rund 500 EW (2012);
Bauerndorf, gegründet wohl Mitte 13. Jh., baulich interessante alte Kapelle

Mestlin

Gemeinde mit rund 750 EW (2012) westlich von Goldberg bei Lübz
Mestlin mit der Dorfkirche aus dem 13. Jh. im Zentrum ist um 1955 durch seine sozialistischen Umbauten zum sozialistischen Musterdorf bekannt geworden, als für Sozial- und Kulturbauten noch Geld da war.

Neuhaus Elbe

Gemeinde von Bitter bis Zeetze mit rund 50 Dörfern südlich von Boizenburg

Neu Kaliß

Gemeinde mit rund 1.900 EW (2012) an der Müritz-Elde-Wasserstraße mit historischer Korn-Wassermühle
Alt Kaliß zählt nun mit zu Neu Kaliß. Der Ortsteil liegt hochwassersicher am Rand der der Elbeniederung. Die gut erhaltene Klappbrücke ist heute ein technisches Denkmal.

Neu Poserin

Gemeinde mit rund 500 EW (2012)

Schoss in Leez

Auch Neu Poserin liegt an einem sehr schönen See.


Obere Warnow

Gemeinde mit rund 900 EW (2012) auf 46,47 km² in 54 m ü.NN.
Sie entstand 2012 aus dem Zusammenschluss der Gemeinden Grebbin und Herzberg.

Passow b Lübz

Gemeinde mit rund 700 EW (2012)
Gutshaus (19.Jh) mit reichen Wandmalereien

Penzin b Sternberg

Gemeinde mit zig Hundert EW (2012) und ...?

Pinnow

Gemeinde mit rund 1.900 EW (2012) am Pinnower See und nahe Schwerin mit Zuwachspotential und Segelflugplatz
Im 13. Jh. wurde Pinnow erstmals urkundlich erwähnt
Häufige Besitzerwechsel bestimmten die Geschicke des Ortes.
Im 30jährigen Krieg wurde Pinnow schwer verwüstet.
sehenswert: Backsteinkirche (14. Jh.)
Wissenschaftler haben herausgefunden:
Der Schweriner Schlossgeist - das Petermännchen - soll im Petersberg den alten Schatz der Slawen bewachen. Bedeutet: Wenn Petermännchem im Schloss herumgeistert, ist der Petersberg unbewacht!

OT Godern wurde 2011 als bisher eigenständige Gemeinde mit den Ortsteilen Godern und Neu Godern eingemeindet.

Goderns schöne Strandpromenade am Pinnower See

Der kleine Ort am Pinnower See weist eine erholsame Uferzone mit Liegewiese auf. Minimarkt no more, letzte Gaststätte seit 2001 (?) geschlossen. Wichtig daher der Beach-Imbiß mit Bockwurstman und WC.
Attraktiver Eigenheimstandort, nichts für Zubilligbauer. Vom Alter des Ortes ist nichts(?) zu spüren. Hat inzwischen fast den Anschein einer reinen Wohnsiedlung


Plate

Gemeinde mit rund 3.400 EW (2012), Dorf im Amt Banzkow

Rüterberg

Dorfrepublik von 1961 bis 1989

Tramm

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012), Dorf am Rande der Lewitz in leicht hügeliger Landschaft mit einem Kirchlein (15. Jh.) aus Feld- und Backseinen

Raben Steinfeld

Gemeinde mit rund 1.050 EW (2012), Dorf nahe am südlichen Schweriner See und günstig zur BAB 241 Schwerin-Süd gelegen;
1160 gab es hier mal eine deutsche Burg, später (vor 1331) zum Schloss ausgebaut;
Landschaftpark im englischen Stil (Mitte 19. Jh.) mit Schloss (1886, Neorennaissance) des Großherzogs - heute Ingenieurschule für Forstwirtschaft

Raben Steinfeld, Siedlungshaus um 1865

Marstall (um 1850) am Lindenplatz, in der Leezener Straße 7 findet man noch Gestütswärterhäuser (1863/69) in neogotisch schottischer Art - alles Hinweise auf bedeutsame Pferdezucht;
Forstgehöft (1856) im Schweizerhausstil an Zufahrt zum Dorf;
Am 2.5.1945 endete hier der Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus Sachsenhausen (Gedenkstätte an B321) und sowjetische trafen auf amerikanische Steitkräfte.


Redefin

Gemeinde mit rund 550 EW (2012)
Das Angerdorf in der südlichen Picherschen Heide ist von ausgedehnten Kiefernforsten umgeben. Eine mit bemerkenswert uralte Lindenallee führt zum Landgestüt Redefin. Es wurde von Herzog Franz I. von Mecklenburg-Schwerin gegründet. Die recht großzügige, klassizistische Anlage mit Wohn- und Verwaltungsbauten, Ställen und herausragenden Portalbau der Reithalle mit Pferdestatue wurde 1820 nach Plänen von Carl Heinrich Wünsch erbaut.

Suckow

dörfliche Gemeinde mit rund 550 EW (2012)

Stolpe

Gemeinde mit rund 350 EW (2012)
Burgturm "Grützpott" (12.Jh.), slawische Burgwallanlage (Doppelwall), Familie Buch

Sülstorf

Gemeinde mit rund 900 EW (2012), gebildet aus dem alten Torfstecherdorf und den Orten Boldela und Sülte.
Der Name Süls könnte auf die Ortsgründer hinweisen, die sich für lange Reisen vorsorglich mit Presssackköpfen eindeckten.

viel unberührte Natur am See in Sültstorf

Hier war allzeit schlecht Wegkommen, Böden sumpfig wie an einigen nahen Biotopen - nicht ganz ungefährlich, aber gesäumt mit seltenen Pflanzen. Naturgemäß findet man hier noch Häuser mit Reetdächern, durchaus wetterfest, ökologisch unbedenklich und haltbar. Kultureller Mittelpunkt Sülstorfs ist die Bauernstube, die allerdings nicht nur für Bauern zugänglich ist, vielmehr für jeden Geselligen.


schöner Weg ins Geheimnisvolle

Sachsen fragt man hier gern, ob sie aus Berlin kommen - was auf eine besondere Form heimischen Humors deutet. Der weltberühmte Karnevalsverein des Ortes war für viele Sprungbrett für eine zweitberufliche Karriere. Städter kommen gern hier her um sich mal richtig auszuschweigen, während die Einheimischen, die im Kleinstädischen etwas duckmäusern, sich hier lebhaft und arteigen verständigen. Hier sagt man nicht ständig "Moin Moin", sondern verschickt auch gleichlautende SMSen.


Sukow

Gemeinde mit rund 1.400 EW (2012)

Vielank

Gemeinde mit rund 1.300 EW (2012) in der südlichen Griesen Gegend am Rande der Heide;
- www.vielanker-brauhaus.de
Alt Jabel etwa 2 km nördlich, ein traditionsreiches Heidedorf mit der Ruine einer Feldsteinkirche aus 13. Jh. etwas erhöht auf einer Düne, daneben eine neugotische Kirche (19. Jh.) und vielen alten Eichen.

Warlitz

Gemeinde mit rund 400 EW (2012) zwischen Hagenow und Lübtheen

Warlow

wichtige Gemeinde mit rund 500 EW (2012) nahe beim Kummer

Weitendorf b Sternberg

Gemeinde mit rund 400 EW (2012)

Schlosspark Kaarz, Mammutfichte

OT Kaarz Obere Dorfstr. 6:
Schloss Kaarz und einem außerordentlich schönen Park erlesenster Gehölze


Wittenförden

im neuen Wohngebiet von Wittenförden bei SchwerinGemeinde mit rund 2.650 EW mit Nachwende-Wohnbauten und Einkaufzentrum und groß bis zügiger Verkaufseinrichtung auf nicht mehr vorhandener grünen Wiese

Witzin

Gemeinde mit rund 500 EW (2012)
Dorfkirche Mitte 13. Jh., einschiffiger Feldsteinbau

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt

Alt Krenzlin 750, Alt Zachun 400, Balow 300, Bandenitz 450, Barkhagen 500, Banzkow 600, Barnin 450, Belsch 200, Besitz 450, Blankenberg 400, Blievenstorf 450, Bobzin 250, Boizenburg Borkow 450, Brahlstorf 700, Brenz 500, Bresegard b Ludwigslust 200, Bresegard b Hagenow 300, Brunow 300, Brüel Bülow 350, Cambs 650, Crivitz 300, Dabel Dambeck 300, Damm 500, Demen 900, Dersenow 450, Dobbertin Dobin am See 2.000, Dömitz Domsühl 1.000, Dümmer 1.500, Eldena Friedrichsruhe 900, Gallin 500, Gallin-Kuppentin 500, Gammelin 450, Ganzlin 500, Gischow 250, Gneven 350, Göhlen 350, Golchen 300, Goldberg Gorlosen 500, Grabow Gresse 650, Greven 700, Groß Godems 400, Groß Krams 200, Groß Laasch 1.000, Hagenow Hohen Pritz 400, Holthusen 900, Hoort 600, Hülseburg 150, Karbow-Vietlübbe 350, Karenz 250, Karrenzin 600, Karstädt 600, Kirch Jesar 600, Klein Rogahn 1.300, Kobrow 450, Kogel 650, Körchow 800, Kreien 400, Kremmin 250, Kuhlen-Wendorf 850, Kuhstorf 750, Langen Brütz 500, Langen Jarchow 2.250, Langenhagen 550, Lehsen 350, Leussow 250, Lewitzrand 1.500, Lüblow 600, Lübesse 700, Lübz Ludwigslust Lutheran 300, Lüttow 800, Malk-Göhren 450, Marnitz 800, Milow 400, Möllenbeck 200, Moraas 500, Muchow 300, Mustin 400, Neu Gülze 800, Neuhaus Elbe ?, Neu Poserin Neustadt-Glewe Nostorf 1.000, Parchim Passow Pätow-Steegen Penzin Picher 650, Pinnow, Plate, Plau am See, Pritzier 5.400, Prislich 700, Rastow 1.900, Redefin Rom 800, Schossin 250, Schwanheide 700, Setzin 500, Severin 300, Siggelkow 900, Spornitz 1.300, Sternberg Steesow 200, Stralendorf 1.300, Strohkirchen 300, Techentin 700, Teldau 900, Tessenow 600, Tessin b.Boizenburg 400, Toddin 500, Uelitz 400, Vellahn 2.700, Wahlstorf 150, Warsow 650, Weitendorf b.Sternberg, Wendisch Priborn 450, Wendisch Waren 550, Werder b Lübz 400, Wittenburg Wittendörp 2.900, Wöbbelin 900, Zahrensdorf 300, Zapel 400, Zarrentin Ziegendorf 600, Zierzow 400, Zölkow 800, Zülow 150