Stadt öwer de Hase

Osnabrück, Rathaus Türklinke Westf. Friede © Jan Schuler #29439117Osnabrück, Rathausplatz © sabelfoto13 #38432512

kreisfreie Stadt mit 159.000 EW (2002); 64m ü.NN., an der Hase

Die Siedlung am Knotenpunkt alter Handelsstrassen wurde durch Karl den Großen 758 zum Bischofssitz erhoben.
780 wurde Osnabrück erstmals urkundlich erwähnt und die Entwicklung zur Stadt forciert.
1002 verlieh König Heinrich II. dem Bischof von Osnabrück das Mark- und Münzrecht.
1011 entwickelte sich neben der Altstadt am Domberg eine Neustadt um die Johanniskirche.
1147 wurde Osnabrück erstmals urkundlich als Stadt bezeichnet
1246 schloss Osnabrück mit den Städten Münster, Minden und Herford ein Handelsbündnis, das später mit in der Hanse aufgeht. Die Stadt wurde Standort eine bedeutenden Leinenmesse.
1306 vereinten sich Altstadt- und Neustadt, befestigten sich gemeinsam.

1430 Rampendahlscher Aufstand

Als eine Stadt des Westfälischen Friedens (evangelischer Teil, katholischer Teil in Münster) von 1648 zur Beendigung des 30jährigen Krieg fühlt sich Osnabrück der Förderung des Friedensgedankens verpflichtet - Friedensgespräche, Osnabrücker Friedenstag.

Im Zweiten Weltkrieg wurde auch Osnabrück stark zerstört, der Wiederaufbau erfolgte wohl mit einigen kontroversen Ergebnissen.

1970 wurde die Stadt Sitz einer Universität. Uni Osnabrück FH Osnabrück
sehenswerte Innenstadt

historische Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern, auch Giebelhäuser aus Renaissance und Klassizismus. Frauen sollten sich vor Nachwächtern ohne Laterne hüten.

[M] Markt umringt von Giebelhäusern im alten Stil.

[R] Rathaus, 1487 bis 1512 erbaut, Freitreppe und Kaiserfiguren neugotisch, Friedenssaal, Schatzkammer; Stadtwaage mit Stufengiebel.
Um ins Rathaus zu gelangen, muss man vielleicht eine Türklinke drücken und hat dann eine Taube in der Hand. Teilnahme an einer Führung lohnt sich bestimmt. Im Friedenssaal wurde der evangelische Teil des Westfälischen Friedens geschlossen. Der Brunnen vor dem Haus geht dialektisch beachtlich weit.

[1] Hasetor an der Hase nahe der Pernickelmühle
[2] Vitischanze im nördlichen Altstadtkern mit 3 Kanonenrohren war Bestandteil der mittelalterlichen Verteidigungsanlage.
Stadtmauerreste:
sieht man vor allem am nahen viereckigen Pernickelturm im Norden, auch an der Ostseite mit ihrem deutlichen begrünten Wallverlauf (Straßenbezeichnungen!).

Osnabrück sehenswerte Innenstadt

[3] Bocksturm, der älteste Turm der Stadtbefestigung
[4] Bürgergehorsam, ein "vielsagender" Turm.
[5] Hegertor 1817 klassizistisch umgestaltet, rundum noch schöne Fachwerkbauten

[6] Kulturgeschichtliches Museum
[7] Dominikaner-Kirche, Gotik, 1803 profaniert, Kunsthalle
[8] Kirche St. Marien (13./15. Jh.) mit zierlichem Turmhelm, Antwerpener Flügelaltar, Triumphkreuz, Madonna des Meisters von Osnabrück; alte Grabmäler nahe Rathaus
[9] Herz Jesu Kirche


[10] Dom St. Petri, Basilika mit 3 unterschiedlichen Türmen, im Inneren unter anderem eine hochinteressante Gittertür. Vieles aus dem 13.Jh., z.B. Bronzetaufbecken (1225), Triumphkreuz (1230), Apostelstatuen aus dem 16.Jh. Daneben das Diözesanmuseum mit Domschatz und vor allem Werken des Meisters von Osnabrück. An der Großen Domfreiheit befindet sich auch eine Gymnasial-Kapelle und ein Museum.

[11] Hirschapotheke, klassizistisches Bürgerhaus an der Große Straße. Auf der anderen Seite (westlich) das Nikolaizentrum - mit sehenswerter Architektur und Einkaufsmeile.

[12] Schloss, vierflügelige Anlage mit Schlossgarten südlich des Altstadtringes. Im engen baulichen Kontex dazu Einrichtungen der Universität, Institute, Stadthalle und Landgericht. nördlich der Ledenhof, ein ehemaliger Adelshof mit freistehendem Wohnturm
[13] St. Katharinen, gotische Hallenkirche mit moderner Glasmalerei, Turm 103 m

museal
traditionell
Tipp
persönlich

Erich-Maria Remarque, ungeschminkt brillianter Romanautor, geboren in Osnabrück

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