Gelsenkirchen - einst Synonym für Bergau und Stahl

Großstadt mit rund 290.000 EW (um 2002)

Im Jahr 1840 stieß man im Süden des Dorfes Gelsenkirchen auf ein Kohleflöz. Rund 15 Jahre danach wurden die ersten Schächte abgeteuft. Im Lauf der Zeit wurden daraus 25 Zechen.

1875 erhielt Gelsenkirchen die Stadtrechte verliehen.

Die Zeugnisse des Bergbaus und der Schwerindustrie haben Zeitzeichen mit vorwiegend museale Bestimmung hinterlassen. Seit Schließung der letzten 3 Zechen gegen Ende des 20. Jh. hat sich das Bild der Stadt erheblich verändert. Teils gigantische Zechenanlagen, Hochöfen und Fördertürme wurden Industriedenkmäler, aufwändig saniert und neuer Bestimmung zugeführt:
Gewerbe und Büros, viel Raum für Kunst, Kultur und sogar neues Wohnen in geschichtsträchtiger Umgebung. Grünflächen und ländlicher Charakter inmitten ehemaliger oder noch bestehender Industrieanlagen verfehlen nicht ihren Reiz.
Die Halde Rheinelbe, lange Industriebrachfläche voller Berghalden, ist heute Standort für moderne Industrie und Gewerbe, Wissenschaftpark (1995), attraktives Wohnen mit neuen grünen Landschaftsbauwerken und Freizeiteinrichtungen.

Die Anbindung an das Autobahnnetz, an zahlreiche Bundesbahnhauptstrecken und an den Schiffs- und Flugverkehr eine optimale Verbindung zu allen anderen wichtigen Industriestandorten und Zentren.

sehenswerte Innenstadt

Gelsenkirchen Stadtplan der Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[1] Altstadtkirche
[2] Propsteikirche St.Augustinus: neugotisch.
[3] Hans-Sachs-Haus: expressionistische Klinkerbau von 1925-1927.
[4] Musiktheater: funktioneller Bau von 1956-1960, mit modernen Plastiken und Wandbildern
[5] Städtisches Museum: interessanter Neubau (1982), Sammlung Natur- und Kulturgeschichte

Schloss Horst
Reste einer vierflügeligen Renaissance-Anlage (1555/73), Sitz der Adelsfamilie des Rütger von der Horst. Kombiniert mit modernen Anbauten mit Kulturzentrum (1999). Glashalle, Rittersaal und Kaminzimmer bieten ein angenehmes Ambiente für Konzerte und andere stilvolle Veranstaltungen entstand sehenswerte kontrastreiche und zweckmäßige Architektur. Das zentrale Standesamt der Stadt, ein Teil des Kulturamtes, der Förderverein und die Bezirksverwaltungsstelle Gelsenkirchen-West hat hier ihren Sitz.

Haus Lüttinghof:
Wasserburg (Anfang 14. Jh)., älteste Baudenkmal von G., inmitten "unberührter" Natur zwischen Polsum und Hassel. Errichtet wurde es auf Initiative der Kölner Erzbischöfe zur territorialen Sicherung der Veste Recklinghausen. Nach der Belehnung durch eine Familie von Luttekenhove erfolgten mehrere Eigentumswechsel. 1976 kaufte die Stadt Gebäude. Die Anlage hat ihre mittelalterliche Silhouette als wehrhafte Niederungsburg weitgehend bewahrt.Größere bauliche Veränderungen Ende des 17. Jh. dienten der Verbesserung der Wohnqualität und barockisierender Repräsentation.

Zeche Consolidation: Jugendstilanlage, ein Industriedenkmal.
Flöz Dickebank: Arbeitersiedlung aus der Zeit um 1875 bis 1905.

Gelsenkirchen, Zeche Nordstern, Schachtanlage © blueliner22

Zeche Nordstern (im Bild)


ruhig

Stadtgarten sw vom Zentrum
zahlreiche GrnFlächen außerhalb Zentrums, so um Schloss Berge und beim Ruhr-Zoo

event
sportlich

FC Schalke 04 hat seit August 2001 eine neue Spielstätte, die lautstarke Arena Auf Schalke. Das multifunktionale Stadion bietet exakt 61.127 Zuschauern Platz und beste Sicht von allen Plätzen auch Tabellenplätzen?
Trabrennbahn;

fachlich: - FH Gelsenkirchen

Stadtteile/Eingemeindung
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Buer - 1003 erfolgte die erste schriftliche Erwähnung als "Puira" in Urkunde des Kölner Erzbischofs Heribert. 1924 kaufte die Stadt Buer die Wasserburg Schloss Berge, 1264 erbaut durch Gerlach von Strünkede, 1700 Umbau, Erweiterung 1785 bis 1788 durch den Architekten Engelbert Kleinhansz. In Verbindung mit dem barocken Park, Bauern- und ein Landschaftsgarten und dem Berger See wurde das Areal zu einer wichtigen gut besuchten Naherholungsstätte.