Krefeld - niederrheinisch und allesamt recht seiden

kreisfreie Stadt mit rund 240.000 EW zwischen Rhein und Maas, altes Zentrum der Seiden- und Samtindustrie, dem die chemische Industrie inzwischen den ersten Rang abgelaufen hat. Auch Stahl, Maschinenbau, Nahrungsmittelproduktion spielen heute eine Rolle.

1105 Krefeld erstmals urkundlich erwähnt. als "Krinvelde"

Stadtgründung? Die rechteckige Anordnung der Wallstraßen lässt auf eine spätere und geplante Stadtgründung schließen. Auch darüber hinaus geht es noch recht geordnet und parallel zu.

Die Stadt kam 1607 an die Oranier. Im Klima der Religionsfreiheit siedelten sich viele Glaubensflüchtlinge hier an. Die französischen Hugenotten brachten ihr Textilhandwerk mit. Mennoniten aus dem Oberbergischen (Radevormwald) verstanden sich bestens auf Seide. So erlebte die Textilindustrie einen raschen Aufschwung.
Für Preußenkönig Friedrich der Große war die Stadt ein "Kleinod". Die Seidenbarone von der Leyen, deren klassizistisches Stadtpalais heute [R] Rathaus ist, führten Krefeld im 17. und 18. Jh. zu seiner Blüte als deutsche Samt- und Seidenmetropole. Die Textiltradition hat sich nicht nur in der Industrie erhalten. Krefeld ist Standort der Textilforschungsanstalt und des Deutschen Textilmuseums.

sehenswerte Innenstadt?
Krefeld Rathaus Stadtpalais der Seidenbarone © www.1000tdw.com

[B] Bahnhof
[F] Friedrichsplatz
[N] Neumarkt
[R] Rathaus
[T] Stadttheater (1975)


Krefeld Innenstadt Plan der Sehenswürdigkeiten

[1] Seidenweberhaus (1975) und Theater, moderner Komplex
[2] Hansa-Center
[3] Kaiser-Wilhelm-Museum - Kunst vom Mittelalter bis Gegenwart
Zoo in Grotenpark, 1938 als städtischer Nachfolger eines privaten Tiergartens eröffnet. Schenkung oder Enteignung?


wissenswert: FH Niederrhein - Krefeld - Mönchengladbach

sportlich:
KSC Uerdingen, Krefelder EV, Galopprennbahn am Stadtwald, Schachzentrumin Oppum

erholsam: Erholungspark Elfrather See
event
Ortsteile/Eingemeindung
Krefeld, StadtteileBaakeshof ,Benrad, Bockum, Cracau, Dießem/Lehmheide, Fischeln, Forstwald, Gartenstadt, Gellep-Stratum, Hüls, Hülser Berg, Inrath/Kliedbruch, Kempener Feld

Oppum: Botanischer Garten (1928) am Schönwasserpark; niederrheinischer Bauerngarten

Traar, Uerdingen, Verberg

OT Linn
Museum Andreasmarkt 8, noch alte Weberhäuser am Platz

Krefeld-Linn Burg Linn, heute Museum moderner Malerei © www.1000tdw.com

Burg Linn Am südöstlichen Stadtrand nahe dem Rheinhafen trutzt die ehemals kurkölnische Landesburg, eine der ältesten (12.Jh.) niederrheinischen Burganlagen, ursprünglich als Wasserburg angelegt. Der größte Teil der Anlage stammt noch aus dem 13.Jh.. Fenster, Südflügel und die äußere Wehrmauer wurden im 15./16.Jh. zur Veränderung als Wohnburg hinzu gebaut. 1704 weitgehend zerstört, wurde 1740 mit dem Bau eines Jagdschlosses begonnen;
heute Niederrheinmuseum Albert-Steger-Str. 19a