fruchtbare Börde am Hellweg

Der Hellweg führt von den bewaldeten Ausläufern des Sauerlandes im Süden bis zu den offenen Weiten der im Norden in das Münsterland mündenden Landschaft. Er war bereits in der jüngeren Steinzeit eines der wichtigsten Siedlungsgebiete Westfalens und von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Römer nutzten die Lippelinie und den Haarweg für ihren Vormarsch vom Rhein nach Osten. Nach den Römern kamen Franken und christliche Missionare. Die Lippe blieb über Jh.e politische Grenze zwischen den Franken und Sachsen, bis Karl der Große die Sachsen endgültig "befriedete". Die Heeres- und Handelsstraße wurde zur Etappenstaße des königlichen Hofes ausgebaut, Königshöfe wurden angelegt und weitere Städte gegründet: Geseke, Belecke, Körbeke, Warstein, Rüthen, auch Bremen. Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) kehrte die Entwicklung um. Die ehemals blühenden Städte im Kreisgebiet konnten sich erst mit der beginnenden Industrialisierung im 19. Jh. erholen. Neue Verkehrswege entstanden, nachdem Preußen 1815 ein um die westfälischen Territorien und Städte erweitertes Staatsgebiet erhielt (Wiener Kongress). Sie verbanden die Städte im Kreis mit den großen Wirtschaftszentren und förderten den Aufschwung nachhaltig. 1830 wurde der Lippe-Schiffahrtskanal eröffnet, 1850 die Eisenbahnlinie Hamm-Kassel, 1883 die Linie Warstein-Lippstadt. Die Bevölkerung wuchs rasch. Industrie siedelte sich an.

Anröchte

landwirtschaftlich geprägte Gemeinde mit 10.802 EW (2000 ) am waldreichen Nordrand des Sauerlandes
Hier ist Heimat des in der Baukunst berühmten Grünsandsteins. Seine Verwendung als Baumaterial lässt sich bis in das 11. Jh. zurückverfolgen und hat den Siedlungen um Anröchte und manchem Gebäude am Hellweg eine besondere Ansicht verliehen.
sehenswert:
kurkölnisches Amtshaus
Wasserschloss Eggeringhausen
gekennzeichnete Wanderwege - auch für ältere Menschen gut begehbar;
vielfältige Sporteinrichtungen, beheizte Waldfreibad

Bad Sassendorf

Heilbad, Germeinde mit 11.033 EW 2000. Das Sachsendorf wurde wahrscheinlich 700 n. Chr. von sächsischen Siedlern gegründet. Seit 11. Jh. aufgrund immenser Solevorkommen Entwicklung zum Zentrum der Salzherstellung in Westfalen. 1934 wurde die Salzherstellung eingestellt. 1975 gab es ein Comeback in den Charts. Der neue Hit: Ernennung zum Moor- und Soleheilbad, unterstützt durch das Moor als natürliches Heilmittel. Behandlung orthopädische Erkrankungen, Rheuma, Herz-und Kreislauferkrankungen, Atemwegserkrankungen, Frauenleiden.
gepflegter Fachwerkarchitektur, weitläufiger Kurpark, Erholung und Entspannung bei westfälischer Gastlichkeit

Ense

Gemeinde mit etwa 12.200 EW (2000) aus recht verschiedenen beschaulichen Dörfen zwischen Feldern am Hellweg und Haarstrang und den Höhen des Arnberger Waldes.

sehenswert
Bremer Pfarrkirche mit der ältesten Portalkrippe Westfalens
Wallburg Oldenburg aus karolingischer Zeit
Fürstenberg-Kapelle - Renaissance und Gotik
Haus Füchten - Gut aus dem 13. Jh.,
Heimatmuseum Niederense (Wohn- und Arbeitskultur)
Das ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Himmelpforten wurde im Jahre 1246 errichtet und durch die Möhnekatastrophe 1943 vollständig zerstört.

zugehörig:
Bilme, Bittingen, Bremen, Gerlingen, Höingen, Hünningen, Lüttringen, Niederense, Oberense, Parsit, Ruhne, Sieveringen, Vierhausen, Volbringen, Waltringen

Erwitte

Stadt mit 15.669 EW (2000) und 14 Stadtteilen
urkundlich erstmals im Jahre 836 erwähnt und war einst Königshof. In dem Fachwerkbau des Königshofes (16. Jh.), wo einst Kaiser und Könige weilten, weilen heute Beamte der Stadt.
1936 erhielt Erwitte das Stadtrecht.
sehr erbaulich:
Marktplatz mit seinen schmucken Bürgerhäusern und Rathaus (1716/17, kurkölnisches Gerichtsgebäude, Schlossgelände mit Festhalle und dem 1998 zum Hotel- und Restaurant umgebauten Stammschloss der Grafen von Landsberg, angrenzend das beheizte Schloss-Freibad.
Pfarrkirche (Romanik) mit ihrem mächtigen Turm;
gesund:
staatlich anerkannte Heilbad Bad Westernkotten mit umfangreichen Therapieangeboten, den Hellweg-Sole-Thermen, dem Kurpark und der Kurpromenade sowie dem Naherholungsgebiet Muckenbruch.
War Ismereleke (Schmerlecke), mit zu Erwitte gehörend eine Stadtgründung 1217?

Lippetal

beschaulich ruhige Lippe-Gemeinde mit 12.529 EW (2000) aus 11 Dörfern an der Nahtstelle zwischen Münsterland und Soester Börde, mit zahlreichen Grünanlagen und Wäldern

Ostinghausen, Fachwerk-Haus am TurmOestingshausen war einst bedeutende Zollstelle am Übergang von Ahrse und Lippe und Sitz eines Hohen Gerichtes.
Heimathaus Wiltrop 31 (1596 ersterwähnt), Renaissance, Fachwerk, ehem. Chur-Cöllnisches Amtshaus

Haus am Turm (1837), Fachwerk, ursprünglich als Schule/Küsterhaus

St. Stephanus Kirche, Romanik, Grünsandstein


sehenswert:
Wasserschloss Hovestadt (1563-1572), auf der Liste der UNESCO-Denkmäler!
Wasserschloss Assen (1564, Renaissance) im Ortsteil Lippborg
Wallfahrtsbasilika, Herzfeld
Sändkers Windmühle
römische Brückenpfosten wurden bei der Bauernschaft Kesseler gefunden. Wer sich eher für Heiliges interessiert, der kann sich zur Grabkirche der Nichte Karls des Großen begeben.

Möhnesee

Gemeinde mit 11.093 EW (2000) auf 123.38 km² mit 15 schmucken Dörfern rund um das "Westfälische Meer" im Naturpark Arnsberger Wald
Kaum noch Erinnerungen an den Mai 1943, als die britische Luftwaffe die Staumauer des Möhnesees bombardierte und gezielt eine Flutkatastrophe auslöste, die 1.500 Menschen das Leben kostete. Der See ist mit seiner beachtlichen Ausdehnung von über 10 km² und dem über 40 km langen Seeufer die flächengrößte Talsperre im Sauerland.
Zahlreiche gastliche Hotels und Restaurants, gemütliche Pensionen, familiengerechte Ferienwohnungen und vier großzügig angelegte Campingplätze stehen den Gästen zur Verfügung.
sehenswert:
- Delecke mit Drüggelter Kapelle (12. Jh.), Delecker Brücke
- Heversberg: Torhaus an der Bundesstraße B229
- Körbecke, Kirche St. Pankratius, Barock
- Wameler Kanzelbrücke;
- Günne: Landschafts-Informations-Zentrum, Sperrmauer, Bismarckturm
In Möhnesee sind viele Künstler, Kunstwerkstätten und Galerien zu Hause.
kleinste Festival Westfalens: Drüggelter Kunst-Stückchen (jährlich an Pfingsten)

Welver

beschauliche Gemeinde mit 12.787 EW 2000
landwirtschaftlich geprägte Flächengemeinde aus 21 Ortsteilen rund um das zentrale Welver in weitläufiger Wald- und Wiesenlandschaft der Soester Börde.
sehenswert sind Burg Vellinghausen, Wasserschloß Haus Nehlen (1631) in Berwicke und das zum Freilichtmuseum umgestaltete ehemalige Rittergut Loh Hof bei Recklingsen
Kirchwelver - ehemaligen Klosterdorfes mit schönen Fachwerkhäusern im historischen Ortsker, Back- und Brauhaus (1711) ist heute Heimatmuseum, ads Lebens- und Arbeitweise der Landbevölkerung widerspiegelt;
St. Albanus und Cyriakus im romanischen Stil war die Kirche des um 1240 errichteten Klosters

Wickede [Ruhr)

Gemeinde mit 12.695 EW 2000 im Ruhrtal an der südwestlichen Grenze des Kreises, wo am Haarstrang die Bördelandschaft in die waldreichen Berge des Sauerlandes übergeht.
zentralen Ortskern mit Boulevard und traditionellen Wohn- und Gewerbegebieten, die in attraktiven Wohngebiete mit weitläufigen Grünzügen auslaufen.
In den Ortsteilen blieb die dörfliche Struktur zum Teil erhalten. Alte große Höfe wie das Gut Echthausen, Gut Scheda mit Mönchgang und das Rittergut Schafhausen sind noch zu sehen.
für aktive Faulenzer:
modernes Freibad mit Liegewiesen am Ruhrufer, vielfältige Sportanlagen, gut ausgebautes Radwegenetz

Städte und Gemeinden im Kreis
Anröchte Bad Sassendorf Ense Erwitte Geseke Lippetal Lippstadt Möhnesee Rüthen Soest Warstein Welver Werl Wickede