Seelower Kreisel, hinten das Rathaus
Seelow an der Berliner Straße
Seelow ist eine Kreisstadt mit rund 5.500 EW (2012) auf 42,41 km² in 52 m ü.NN.
1252 früheste urkundlicher Erwähnung des Dorfes Zelou.
1278 erhielt Seelow das Stadtrecht.
1630, 1788 und 1809 verwüsteten Stadtbrände die Stadt.
1863 kam das Landratsamt von Frankfurt (Oder) nach Seelow.
1847 Rathaus, Gerichtshaus, Sparkasse
1877 erhielt Seelow einen Bahnhof und Bahnverbindung an die Strecke Wriezen-Fankfurt (Oder), 1912 Anschluss an die Oderbruchbahn
1945 im April fand auf den von der deutschen Wehrmacht stark befestigten Seelower Höhen die letzte große Schlacht des zweiten Weltkrieges statt. Unter hohen Verlusten wurde der Weg nach Berlin erzwungen. Die Stadt Seelow selbst wurde stark zerstört.
1972 wurde für die hier in der Schlacht gefallenen 30.000 sowjetischen Soldaten und die 20.000 anderen eine Gedenkstätte eingeweiht. Eine schier endlose Kriegsgäberstätte, ein Museum, ein Denkmal für sowjetische Soldaten und ein Ehrenmal wollen mahnen und nicht vergessen lassen.
Das ausdruchstarke Ehrenmal wurde von den sowjetischen Bildhauern Lew Kerbel und Wladimir Zigal auf Weisung des Oberbefehlshabers der Gruppe der sowjetischen Besatzungstruppen in Deutschland, Marschall Georgi K. Shukow, geschaffen und am 27. November 1945 eingeweiht. Der Sockel trägt die Inschrift „Ewiger Ruhm den Helden gefallen in den Kämpfen mit den faschistischen Eindringlingen für die Freiheit und Unabhängigkeit der Sowjetunion“. Die Bronzeskulptur wurde in der Berliner Gießerei Noack hergestellt. Sie zeigt einen Rotarmisten mit Maschinenpistole, der sich auf den Turm eines zerstörten deutschen Panzers stützt.
[B] Bahnhof
[M] Markt mit Brunnen
[m] Gedenkstätte Seelower Höhen
[R] Rathaus (1847) ➥ Am Rathaus
[S] Stadion
[1] Stadtpfarrkirche Dt. Marien, im Dreißigjährigen Krieg zerstört und wieder aufgebaut (1636), 1832 Neubau als, langgestreckter verputzter Backsteinbau
[2] Kreis-Kulturhaus
[3] Autocross Strecke
[4] Landratsamt, 1875 Neubau am > Mark
weiterhin:
[5] > Zum Schweizerhaus
Aussicht an der Gedenkstätte mit weitem Blick über die Seelower Höhen
Am und um das "Schweizerhaus" wird es nicht langweilig.
Hugo Simon (1880-1950), Bankier, Politiker, Kunstsammler, Mäzen und Landwirt (und Jude), dessen Mustergut 1933 enteignet wurde und der für viel zu lange Zeit in Vergessenheit geriet. Seine Erben legten das Vermächtnis des schillernden Vorfahren in die Obhut des Heimatvereins "Schweizerhaus Seelow" e.V., der sich nun um die Belebung der Simonsche Anlage am Schweizerhaus bemüht.
Altlangsow, Neu Werbig, Neulangsow, Seelow, Werbig, Zernickow (1314 gegründet, 1939 eingemeindet)