Rüsselsheim - da hatte Adam einen feinen Rüssel

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größte Stadt im Kreis mit rund 59.500 EW (30.06.2005) auf 58,3 km in 88m ü.NN., am Unterlauf des Main.

ortsgeschichtlich

Die fränkische Siedlung Rüsselsheim entstand um 830. Eine erste schriftliche Erwähnung des Ortes "Rucilesheim" ist im Lorscher Reichs-Urbar beurkundet. Die Einwohner unterstanden zunächst direkt dem König, der dann ab 12./14. Jh. an verschiedene Herren Lehen vergab.

1399 wird ein "Festes Haus" der Grafen von Katzenelnbogen erwähnt, dessen Fundamente sich noch heute im Innenhof der Rüsselsheimer Festung befinden.

1407 wurde Rüsselsheim Amtssitz in der Obergrafschaft Katzenelnbogen, erhielt 1437 durch Kaiser Sigmund das Privileg für den Bau einer Burg, die in der Folge zu Festung ausgebaut wurde. Die Städte Mainz und Frankfurt baklagten sich reichlich und vergebens.

Eine Rüsselsheimer Kellereirechnung, datiert auf 1435, belegt den Anbau von Weinreben der Rebsorte Riesling. Dies stellt die bisher früheste bekannte Erwähnung dieser Rebsorte dar.

1479 lief die männlichen Linie der Katzenelnbogener aus, ihre Grafschaft wurde vom Landgrafen von Hessen besetzt und Rüsselsheim wurde damit hessisch.
Die Festung mit Burg wurde 1547 im Schmalkaldischen Krieg geschleift, ab 1560 wieder aufgebaut.
1631 wurde die Festung (Dreißigjähriger Krieg) für (nur) zwei Jahre unter schwedische Besatzung gestellt. Die Neutralität von Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt zahlte sich aus.

1686 Marktrechte für jährlich zwei Jahr- und Viehmärkte

Im 19. Jh. entstanden mehrerer Manufakturen und Fabriken in R., wohl zuerst eine Hasenhaarschneiderei, auch eine Zichorienfabrik. Die Bevölkerung des Ortes wuchst stark an.
Die Aufhebung der Leibeigenschaft im Groherzogtum Hessen brachte entsprechende Freiräume.
Doch nach der Missernte von 1846 und großer Hungersnot - also in Krisenzeiten - war der freie freiheitliche Bürger eine Gefahr:

Die in Rüsselsheim stationierte Gendamerie berichtet 1851, mehrere Bürger hätten einen Gesellschaft-Verein gebildet. Dieser sollte in der Folgezeit gefälligst überwacht werden, da gemeinsam politische Schriften gelesen und diskutiert wurden.
Adam Opel kam gerade recht

Der Rüsselsheimer Schlossersohn Adam Opel liess sich 1862 nach seiner Wanderschaft als Mechaniker in seiner Heimatstadt nieder. Zunächst stellte er Nähmaschinen her, die er ab 1869
fabrikmäßig produzierte, wobei er schon dampfbetriebene Maschinen nutzte. Knapp 20 Jahre später begann auch die Produktion von Fahrrädern. Der nächste Schritt scheint zwangsläufig:
Der erste Opel "System Lutzmann" verließ 1899 als "Motorwagen" die Werkstatt. Erst vier Jahre danach wurde in Zusammenarbeit mit der französischen Firma Darraq eine nennenswerte Anzahl von Fahrzeugen hergestellt. Mit der Produktion von Flugmotoren für die Reichswehr war das Werk endlich in Rüstungsgeschäfte involviert. Zwar wurde Opel vom amerikanischen Automobilkonzern General Motors 1929 und 1931 (in zwei Schritten) gekauft. Doch 1944 kam es zu schweren Luftangriffen der Alliierten auf Anlagen und Gebäude der Firma Opel, inzwischen Flugzeugteile für die Wehrmacht herstellte. Auch weite Teile der Stadt und Häftlinge eines KZ wurden getroffen. Nach Besetzung der Stadt durch die US Army am 25.3.1945 begann man noch vor Kriegsende, also recht eilig, mit der Revitalisierung von Opel.

mehr oder weniger erbaulich
[B] Bahnhof. Hier besteht noch das ehemalige Hauptportal des Opelwerks, das mit den Jahren weiter nach Westen wuchs und Baustile der unterschiedlicher Epochen auf weist.
[L] Löwenplatz. Denkwerk zur Erinnerung an die erste Werkstatt Adam Opels

[Sehenswürdigkeiten und Markantes in der Innenstadt von Rüsselsheim1] Stadtkirche
[2] Anlegestelle
[3] Vernapark, spätromantischer Stadtpark mit Vogelvoliere, Burgruine und künstlicher Mühle zum Verweilen

[4] Mainvorland
[5] Opelvillen, mod. Architektur (Anf. 20. Jh.), Kunstzentrum
[6] Festung, ursprünglich um 1400 Burg der Grafen von Katzenelnbogen, Zerstörung, 1954 zum Teil restauriert

[7] Stadthalle (1950) an Stelle des früheren Volkshauses. Nahe auch Theater, Bücherei, Tanztreff, Gericht > Am Treff


1994 Fertigstellung des City-Forum Eichsfeld
1995 Eröffnung Rathausanbau

exponiert

Opel Werkstour am Bahnhofsplatz - von der Nähmaschine zum Auto

geklettert

URBANs Kletterpark mit zig Hindernis- und Hangelgelegenheiten im weiten Ostpark

Stadtteile/Eingemeindung, Vororte

Alt-Haßloch, Altstadt, Bauschheim (1970)., Berliner Viertel, Blauer See, Böllensee-Siedlung, Dicker Busch I, Dicker Busch II, Ebertsiedlung, Eichgrund, Hasengrund (1951), Haßloch-Nord, Horlache, Königstädten (1956), Ramsee, Rübgrund/Kolonie/Lache