Zarrentin am Schaalsee

fotos © galerie / fotobee.de - Zarrentin
Stadt mit rund 4.900 (2012), 2.340 EW (1997) am tiefklaren Schaalsee (71m)
ortsgeschichtlich
1139 wurde Zarrentin erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt entwickelte sich um 1250 in Verbindung mit der Gründung des Zisterzienserklosters, das bis 1555 bestand. Die ehemalige Klosterkirche, Ostflügel und Klausur blieben davon erhalten.
1938 erhielt der dörflich gebliebene Ort sogar Stadtrecht.
sehenswerte Innenstadt
Im Ortskern überwiegen Häuser aus dem 18. und 19. Jh.. Das traditionelle Gasthaus "Vier Linden" wurde durch einen Betreiber seit 1980 geführt. Nach 30 Jahren kam der traurige Abgesang. Kein Einzelschicksal, schleichender Strukturwandel?

[2] Traditionelle 4 Linden, hinten bereits der sauber blitzende Marktplatz.

[B] Bahnhof
[M] Markt
[R] Rathaus, Bürgerbüro
[m] Museum im Klosterbau
[1] Klosterkirche
[3] Schaalsee Fischerei
[4] Möwenburg
[5] Kirchensee


weiterhin:
in Boissow:
ehem. Gutsschmiede (Denkmal), eingeschossig, verklinkert, Treppengiebel > Dorfstraße 25
Boissower See
Hakendorf
klein und fein hängt das Dörflein am langen Sackgassenhaken unweit vom Schaalsee
in Lassahn:
schöne Dorfkirche > Dorfstraße, "Seeblick" Moorberg mit Blick auf den Schaalsee. Auf der breit im See liegenden Insel Kampenwerder ist die Stintenburg mit gräflichem Schloss der Familie von Bernsdorf. Dort muss man nicht unbedingt nach geräucherten Maränen fragen, vielmehr beim Fischerhof.
Neuhof - Schloss Neuhof > Boissower Str. > Am Speicher 13
Neuenkirchen
- Neuenkirchener See, langgezogen, Kranichrevier
- Elfenschule und Atelier > Seeweg 2, www.elfenkirchen.de
- Kirche, Denkmal, Chor aus Feldsteinen (13. Jh.) mit gotischem oberen Schmuckgiebel aus Backsteinen; Langhaus wohl vom 17. Jh. aus rotsteinigem Fachwerkmauern mit Empore; Bauwerke mit Satteldachern, zur Westseite abgewalmt; Nordvorbau aus Fachwerkmeuern am Chor von 1680; Altar vom 15. Jh., Kanzel vom 17. Jh., ältester Grabstein von 1565
- Gasthaus zum See Hauptstraße 14
Stintenburger Hütte
Stintenburg:
Gutsanlage mit Gutshaus und Park und historischer Allee und dem weiten Koppstockweg.
Das Gutshaus (1817), ein klassizistischer, zweigeschossiger, neunachs. Putzbau mit Mittelrisalit und Walmdach, Forst- und Seeverwaltung Stintenburg, Fam. von Bernstorff
Brückenhaus, Restaurant, zu Ostern 2018 wieder öffnend
natürlich UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee

Das einst innerdeutsche Grenzgebiet um den Schaalsee war für lange weitgehend unzugänglich. Auch später blieb es von Besucherströmen aus Ost und West unberührt. So blieb um den 24 km² großen bis 72 m tiefen See ein Landstrich seltener Tiere und Pflanzen erhalten.
2000 die mecklenburgische Schaalseeregion mit ihren Mooren, Erlenbrüchen und Feuchtwiesen international als Biosphärenreservat anerkannt. Das Informationszentrum im Palhhuus Zarrentin ist für Naturfreunde ein wichtiger Anlaufpunkt.
Der Kirchensee ist eine Bucht des Schaalsees nördlich von Zarrentin. Ein künstlich aufgeschütteter Damm mit kleiner Brücke verbindet seit 1911 West- und Ostseite des Schaalsees. Der Zarrentiner Paul Brath wollte sich mit dem Strängen einen Lebenstraum erfüllen und ein Erholungsgebiet schaffen. Aber "De Apotheiker smitt sien ganzes Geld in 'n See", sagten die Zarrentiner. Heute ist die Halbinsel Strängen als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Naturfreunde. Hier bleibt die Natur sich selbst überlassen? Entwurzelte Bäume auf den Wegen sind keine Nachlässigkeit. Damit erhöht sich die Chancen, den Ruf eines Moorochsen zu erlauschen.
Stadtteile/Eingemeindung

Boissow, Boize, Groß Werder, Klein Werder, Lassahn, Neuhof, Neuenkirchen, Testorf