fotos © schuldes / fotobee.de - Unteres Schloss Mirow
Mirow iost eine erholsame Landstadt mit rund 4.000 EW (2010), 4.900 (1980) auf 84,08 km² am Müritz-Havel-Kanal inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte südlich von Waren/Müritz
Miro ist Sitz des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte.
1226 erfolgte eine Landschenkung durch Fürst Heinrich Borwin II. an den Johanniterorden. Ein slawisches Dorf Myrowe im Land Turne wird dabei erstmals erwähnt.
1227, spätestens 1242 entstand auf einer - damals noch - Halbinsel am Mirower See eine Komturei des Johanniter-Ritterordens. Bis Ende 15. Jh. gehörte den Johannitern fast die gesamte Gegend
1648 wurde die Komturei säkularisiert, das Komtureihaus auf der (Schloss-)Insel noch zeitweise als fürstlicher Wohnsitz genutzt.
1701 kam Mirow zum neu entstandenen Herzogtum Mecklenburg-Strelitz und wurde zur Sommerresidenz des Herzog Karl ausgebaut. Schloss, Kavaliershaus und das Untere Schloss entstanden. Bis Mitte 18. Jh. blieb Miro als Nebenresidenz der Herzöge und ein wichtiges geistig-intelektuellen Zentrum.
1742 vernichtete ein Großbrand die letzten Gebäude der Komturei. Die Kirche wurde 1744 wieder geweiht.
Mit dem Regierungswechsel 1752/54 endete die Hofhaltung allmählich, 1761 mit dem Tod der Herzoginwitwe Elisabeth Albertine endgültig. Mirow verblieb im Status eines Marktfleckens.
1919 erhielt Mirow das Stadtrecht.
In der Stadt gibt es noch etliche verputzte Fachwerkhäuser 18./19. Jh., so in der Schlossstraße 11, und eine (!) kleine Einkaufsstraße.
[R] Rathaus, Stadtverwaltung Rudolf-Breitscheid-Straße 24
[N] Neuer Markt. Ein großer alter Markt besteht hier nicht.
[1] Residenzschloss bzw. Oberes Schloss auf der Schlossinsel (1708), Barock, Festsaal (1710), Erweiterung (um 1750), Rokoko, Planung von Christoph Julius Löwe, heute Museum
Das Untere Schloss (1735/37), Barock, 1760 überformt, und ab 1820 als Großherzogliches Lehrerseminar genutzt. Ee befindet sich außerhalb der Schlossinsel und nahe am Torhaus.
[2] Kavaliershaus (1756?), Spätbarock
[3] Alte Schlossbrauerei.
[4] Schlosskirche bzw. bzw. Johanniterkirche (14. Jh.), Backsteingotik, einschiffige, vierjochige Saalkirche, 1742 durch Brand und 1945 im Kriege zerstört, Wiederaufbau bis 1950, Turmaufsatz 1993
[5] Torhaus (1588), Renaissance, Teil der ehemaligen Befestigungsanlage
[6] Fachwerkhaus Strelitzer Straße 33
[7] Müritz-Havel-Wasserstraße. Ein Wasserwanderrastplatz findet sich bei der Schlossinsel an der Rotdornstraße
[8] Strandbad am Mirower See an der Strandstraße. Der Mirower Sees ist über eine ganze Kette von Seen, Flüssen und Kanälen mit der Müritz und über den Mirower Kanal mit der Havel verbunden.
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