Esslingen - die Schöne am Neckar


Stadt mit rund 89.500 EW, eingebettet in das Neckartal, umgeben von Weinbergen - Esslingen hat nichts mit Weinessig zu tun.

777 erfolgte die erste urkundliche Nennung anlässlich einer Schenkung durch Abt Fulrad.
Um 800 erhielt Esslingen Marktrecht. Der Marktplatz hatte sich dank seiner der günstig an der Handelsstraße von Flandern nach Oberitalien gelegenen Neckarfurt gut entwickelt. Die 1286 gebaute Pliensaubrücke ist heute übrigens die zweitälteste noch erhaltene Steinbrücke Deutschlands.

1212 wurde Esslingen vom Staufer Friedrich II. offiziell zur Stadt erhoben, kann aber bereits vorher (1181) durch Friedrich I. Barbarossa den Status einer Freie Reichsstadt besessen haben.
Esslingen war lange Zeit mächtiger Konkurrent zu Stuttgart bzw. zur Grafschaft Württemberg und wurde trotz ständiger Plänkeleien und die mittelalterlichen Kriegswirren nie zerstört. 1802 war es mit der Reichsstadt-Herrlichkeit vorbei und es sank die Bedeutung Esslingens vorübergehend.

Seit dem 19. Jh. entwickelte sich Esslingen zur wohlhabenden Verwaltungs- und Industriestadt.

sehenswerte Innenstadt
Esslingens Schelzertorturm

Nach dem Krieg hat Esslingen für seine neue Verkehrsführung 162 alte Häuser abgerissen. Unter dem Strich aber blieb die Altstadt in beachtlicher Geschlossenheit und mittelalterlichem Flair bewahrt.

Esslingen liegt an der Deutschen Fachwerkstraße und kann auf die älteste zusammenhängende Fachwerkzeile Deutschlands verweisen. Hier findet man noch zig Patrizier- und Weingärtnerhäuser, gewundene Gassen, Stadttore und -türme aus der Stauferzeit.


Neues(?)Rathaus am Mark von Esslingen

[A] Altes Rathaus: ehemaliges Kauf- und Steuerhaus, Hauptteil aus etwa 1420, Vorderfront 1589, Fachwerkbau, Renaissancegiebel, Glockenspiel, astronomische Uhr, sehenswerte Innenräume.
[M] Marktplatz mit Kielmeyerhaus (1582), ursprünglich als Kelterbau, Fachwerk
[N] Neues Rathaus (1747), Stadtpalais des Freiherren von Palm

[T] Württembergische Landesbühne


Esslingen, Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt[1] Schelztorturm
[2] Frauenkirche (um 1320), hochgotische Hallenkirche, schöner Figurenschmuck, Glasmalereien dicht am Salemer Hof. Dieser seit 1220 nachweisbare Pflegehof des Klosters Salem weist noch die um 1500 zusammengefasten Gebäude auf, heute J.F.Schreiber-Museum.
[3] Münster St. Paul: älteste Bettelordenskirche, schlicht

[4] Stadtkirche St. Dionys (13. Jh.), zahlreiche Veränderungen, Sakramentshäuschen, Malerei am Hochaltar (1604), bedeutende Glasfenster, ungleiches Turmpaar (Romanik) mit stabilisierender Brücke (Ende 16. Jh.)


[5] Gelbes Haus: 13. Jh., Ensemble aus Wohnturm und zwei Barockhäusern, Stadtmuseum
[6] Hafenmarkt: kleines Viertel mit alten Fachwerkhäusern, zum Teil vom Beginn des 14. Jh.
[7] St. Georgskirche: Hintere Kirche, nur noch steiler Chor vorhanden, Glasmalereien
[8] Esslinger Burg mit Dickem Turm, Hochwacht, Seilergang
[9] Merkelsches Bad, Villa Merkel

weiterhin:

Wolfstor, Pliensauturm, Ritterbau, Nikolauskapelle, Stadtarchiv, Kessler-Haus
stattliche Pfleghöfe - das waren keine Krankenhäuser, sondern Filialen auswärtiger Klöster mit Grundbesitz in Esslingen, den sie vor allem für den Weinanbau und zum Keltern nutzten, um sich ausreichend mit edlem Gesöff zu versorgen. Von den ursprünglich elf Pfleghöfen sind noch neun erhalten.

museal

Ausgrabungsmuseum Marktplatz 18
Bahnwärterhaus, Schwörhaus, Pulverwiesen 24: Städtische Galerie

ruhig: Maille, Insel zwischen Wehrneckar und Roneckar

gelehrig: FH Esslingen - Hochschule für Technik

event
visionär
Bürgernahe Kunst vor der Württembergischen Landesbühne Esslingen

Kreativität und Kunst gehören zusammen. Kommen visionäre Fähigkeiten hinzu, die technische Möglichkeiten berühren, könnte man schon von Genialität spürechen. Viele hegen ähnliche Ideen, ob künstlerisch oder technisch, ab nur wenige finden zum genialen Kick. So gilt es immer noch also große Kunst, perfekt Luftgitarre zu spielen. Dabei ist das Lufthandy - noch kaum bemerkt - auf dem Vormarsch. Begleitet von extatischen Kreisbewegungen, wiegender Hüfte und zusammenhanglosen Lauen wird das Lufthandy abwechseln ons Ohr oder weit sichtbar in die Höhe gehalten, dann sogar wortlos. Genial Kiunst, erlauscht vor dem Theater.

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