Pforzheim - schmucke Pforte zum Schwarzwald

An der Enzpromenadein Pforzheim

Die Dreitälerstadt mit rund 118.000 EW, in Nordbaden an den Flüssen Enz, Nagold und Würm gelegen, leitet ihren Namen vom Lateinischen porta (Pforte) ab. Damit bezeichneten die Römer einen Übergang über die Enz.


Im Jahr 90 u.Z. wurde die römischen Siedlung Pforzheim erstmals erwähnt als "Portus".
1067 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von Pforzheim.
1200 erhielt Pforzheim Stadtrecht.
1535-1565 war Pforzheim Sitz der Markgrafen von Baden-Durlach, ehe die Residenz nach Durlach (und später Karlsruhe) verlegt wurde. Die Kirche St. Michael ist Grablege der Markgrafen von Baden-Durlach.

Pforzheim ist das - inzwischen stark rückläufige - Zentrum der Schmuckindustrie in Deutschland. 1767 wurde die Uhren- und Schmuckindustrie durch Edikt von Markgraf Karl Friedrich gegründet. Jean Francois Autran erhielt damals die Erlaubnis, eine Uhrenfabrik zu gründen und dafür Waisen (damals die billigsten Arbeitskräfte!) zu beschäftigen.

Die zentrale Stellung Pforzheims auf dem Schmucksektor unterstreichen noch einige Museen:
- Schmuckmuseum Jahnstraße 42
- Edelsteinausstellung Schütt
- Technisches Museum und das Mineralienmuseum.

moderne Bibliothek, Pforzheim

Pforzheim wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Es gibt deswegen nur wenige historische Sehenswürdigkeiten. Stadtmauerreste finden sich auch noch. Insgesamt ist die anmutig gelegene Stadt baulich kräftig mit junger Bausubstanz durchmischt.

Im Bild die moderne Bibliothek


sehenswerte Innenstadt:
Pforzheim,  Stadtplan der Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[R] Rathaus

[1] Barfüßerkirche: im Krieg zerstört, Chor wieder genutzt
[2] Bezirksamtturm (1903), interessante Tierkreisfresken im Jugendstil; nahe: Dreiflüssebrunnen.

[3] Schloss und Stiftskirche St. Michael - dreischiffige Basilika, spätromanisch/frühgotisch, 1945 zerstört, bis 1957 wiederaufgebaut; Westportal mit Skulpturenschmuck, Wandgräber der badischen Markgrafen.
E.-Jaeger-Bad in Pforzheim [4] E.-Jaeger-Bad (Bild links)
[5] Stadthalle
[6] Stadtkirche
[7] Reuchlinhaus (erbaut 1962), Schmuckmuseum
[8] Herz-Jesu-Kirche
[9] Melanchtonhaus

Altstdtkirche St. Martin: im Krieg weitgehend zerstört, original nur ein Portal erhalten, Chorspätgotisch, Wandmalereien.

Während die Flussläufe wieder naturiert wurden, konnte der Promenadencharakter von Uferzonen weiter aufgewertet werden.

Wichtig die Infotafeln, die das Wirken des Pforzheimer Fischerklubs 1875 e.V. unterstreichen und nicht nur die Strudelwurmlänge aufzeigen, sondern auch die Bemühungen (seit 2000) zur Wiedereinbürgerung von Stein- und Edelkrebsen.


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