Schönau im Odenwald

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Stadt mit rund 4.400 EW (2012) in schmale Tallagean der Steinach nordöstlich von Heidelberg im Odenwald
Der Wald reicht dicht heran an des langgezogenen Ortes

ortsgeschichtlich

Die Besiedlung entstand um das 1142 durch das Bistum Worms gegründete Zisterziensterkloster. Noch im 12. Jh. kam es unter die Schirmherrschaft der Kurpfalz und wurde zum Hauskloster, Aufenthaltsort und Grablege der Pfalzgrafen bei Rhein.

1558 wurde das Kloster wurde durch den protestantischen Kurfürst Ottheinrich weltlicher Pflege unterstellt, die Mönche aus dem Kloster verwiesen.
1562 erhielt Schönau die Stadtrechte verliehen. Außerdem wurden calvinistische Flüchtlingsfamilien aus Wallonien angesiedelt. Diese bauten die Gebäude des einstigen Klosters zu Wohnzwecken um und brachten Handwerk, hauptsächlich Weberei und Färberei, ins bäuerlich geprägte Umfeld ein.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte Schönau zu Baden.
1935 wurde Schönau das Stadtrecht entzogen.
1956 erhielt Schönau das Stadtrecht zurück.

sehenswerte Innenstadt

[M] Marktplatz mit Brunnen, Sandsteinbecken (13. Jh.), Brunnenstock mit Pinienzapfen (1833)
[R] Rathaus

Markantes und Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt von Schönau im Odenwald

[1] Stadtkirche (1230/40), Romanik
[2] Kirche St. Michael (1737/39), Stieffell-Orgel
[3] Hühnerfautei (1250/1251), eines der wenigen noch erhaltenen Profangebäude des Hochmittelalters. Hier wurden Abgaben für den Vogt zwischengelagert, heute Kulturdenkmal mit Museum.
[4] Wallonnenhaus (1588)
[5] Freiwillige Feuerwehr
[6] Zunfthaus der Tuchmacher, ursprünglich Gästehaus des Klosters, mehrfach umgebaut, die ältesten Teile noch gotisch, z.B. Konsole an der Nordostecke


[7] ehem. Gasthaus des Klosters(?), ältestes im Steinachtal ­ wurde vermutlich auf den Fundamenten eines älteren Gebäudes errichtet
[8] Torhaus mit Kapelle St. Georg (16. Jh., in Teilen 1326 der Vorgängerkapelle), Fachwerk, mehrfach umgebaut. Anbei das Klostertor und Pfortenhaus (13. Jh.), Romanik

weiterhin:

Hofmühle am Schafbach

museal

Kloster- und Stadtmuseum in der Hühnerfautei

natürlich
event
Stadtteile/Eingemeindung

Zur Stadt Schönau gehört die ehemalige Gemeinde Altneudorf mit dem Oberdorf und Unterdorf. Altneudorf wurde 1316 als „Nuendorf“ erstmals urkundlich erwähnt als Siedlung der Strahlenberger und bis ins 18. Jh. so genannt.
Weiterhin gehören die Orte Landheim, Lochmühle und Lindenbach sowie die Häuser Hasselbacherhof zur Stadt, ebenso die Wüstung Bauerländerhof.