Südbaden zwischen Schwarzwald und Rhein

Der Landkreis Waldshut im Regierungsbezirk Freiburg des Bundeslandes Baden-Württemberg liegt zwischen dem Hochrhein und den Ausläufern des Südschwarzwaldes mit dem Landschaftsteil Hotzenwald.
Bis 1803 gehörte das Kreisgebiet überwiegend zu Vorderösterreich.

Besuch der benachbarten Schweiz? Über eine Rheinbrücke, www.Leibstadt.ch, Luzern

Bernau im Schwarzwald

Gemeinde mit rund 2.000 EW (2005) auf einer angenehm nach Süden geöffneten Hochfläche in 900 bis 1415 m ü.NN. im südlichen Schwarzwald.

1157 erfolgte Bernaus erste urkundliche Erwähnung. Besaß Bernau auch mal Stadtrechte?

Bernau ist Schwarzwald pur: Wiesen, Berge, Schwarzwaldhäuser und
- Ein Herzogenhorn (1415 m ü.NN.), zweithöchster Gipfel im Schwarzwald
- Das weite offene Tal zieht sich mit seinen Ortsteilen - über 8 km.
- Der Hochtal-Steig bietet auf 15 km mit 700 Höhenmetern rundum wanderglückliche Panoramablicke.
- Hans Thoma, 1839 geboren in Bernau, malte als "Meister Klex" vor allem Schwarzwaldmotive.
- Holzschnefler- und Bauernmuseum Resenhof (1789)

Bernau Kapelle und Bäume im Herbst © Schwoab

Bernauer Kapelle im Herbstlicht


weit verstreute Ortsteile:
Hof am Aussichtsberg Herzogenhorn mit Ski-Bundesleistungszentrum und Gasthaus (1600);
Gschwend mit zahlreichen echten Schwarzwaldhäusern ohne Kuckuck;
Schwanen mit Dorf Oberlehen an einem 1075 m hohen Felsmassiv

Bonndorf im Schwarwald

Stadt mit rund 6.800 EW (2012)
Schloss, Museum, Narrenstuben
Weshalb die Gutach zur Wutach wird, erahnt man in der Wutachschlucht beim nördlich gelegenen Ort Bad Boll. Hier führt ein Weg zu den ansehnlichsten Stellen des bis zu 200 m eingegrabenen Canyons.

Dogern

Gemeinde mit rund 2.300 EW (2012)
ordentliche Gemeindehalle, auch für Kunstaustellungen genutzt

Görwihl

Gemeinde mit rund 4.300 EW (2012), Erholungsort und historisches Zentrum des Hotzenwaldes, Heimatmuseum; Hallenbad

Häusern

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012), Luftkurort 1200 m ü.NN. im dünn besiedelten Hotzenwald, nebelfreie Herbsttage und Winterspaß mit Liftanlagen

Herrischried

Gemeinde mit rund 2.700 EW (2012) mit Hotzenmuseum im Klausenhof

Höchenschwand - Dorf am Himmel

Gemeinde und heilklimatischer Kurort mit rund 2.500 EW (2012) in 1015 m ü.NN. recht hoch gelegen, bietet ein grandioses Panoroma, zu dem bei rechtem Wetter auch die Schweizer Alpenkette gehört. Das kann sich doch sehen lassen!

Küssaberg

Gemeinde Gemeinde mit rund 5.300 EW (2012) mit Küssaburg

Rickenbach

Gemeinde mit rund 3.800 EW (2012) im Hotzenwald
1257 wurde "Rickinbach" erstmals urkundlich erwähnt. Es entwickelte sich zwar nicht zum Nabel der Welt, aber zum Zentrum der einst weit verstreuten Höfe und Rodungssiedlungen des südwestlichen Hotzenwaldes.
Willaringen steht hoch über dem schroffen Murgtal neben beachtlichen Mauerresten der vermutlich im 12. Jh. erbauten Burg Wieladingen. Die um 1250 urkundlich genannten Ritter von Wieladingen standen als Verwalter der Besitzungen des Klosters Säckingen jahrhundertelang im Dienst desselben. Das gegen Ende 14. Jh. verarmte Rittergeschlecht verließ die Burg, die bald zerfiel.
Ortsteil Altenschwand ist nicht der Ort der Bestimmung für Gestriges, auch wenn das Wappen - obwohl modern designed - das ahnen ließe. Bereits 1257 urkundlich erwähnt wurde "Glashütten". Ein herzöglicher Leopold von Österreich verpfändete 1315 einen Teil der Einkünfte von Altenschwand an die Ritter von Oltingen. Daher also Rot-Weiß unter der Tanne.
Ortsteile:
Rickenbach, Altenschwand, Hütten (1973), sowie Bergalingen, Hottingen, Rickenbach und Willaringen (seit1975)

Stühlingen

Stadt mit rund 5.000 EW (2012) an der Wutach
- Schloss Hohenlupfen
- Museumsbahn
- Zeltplatz Neumühle

Todtmoos - na gute Luft!

Gemeinde und heilklimatischer Kurort mit etwa 2.100 EW (2005) im Wehragrund in 760-1263 m ü.NN.
Großfürsten und ein Zar (welchen?) zog es an Ort und Stelle, vielleicht auch in die Wallfahrtskirche, die 1770/78 unter Fürstabt Gerbert barock umgestaltet und außen reichlich bemalt wurde.
zugehörig:
Au, Berghütte, Gemeinde Schopfheim, Glashütte, Hintertodtmoos, Höfle, Lehen, Mättle, Prestenberg, Rütte, Schwarzenbach, Strick, Vordertodtmoos, Weg

Wehr an der Wehra

Stadt mit rund 12.700 EW (2012)
Das Wehratal ist am besten zu durchwandern, im Winter für Autofahrten besser zu meiden. Nachts könnte die Erdmännchen kommen und Weltenbummler in ihrer 15 km langen Erdmannshöhle festsetzen, die aber tags fast ungefährlich ist.
Im Süden (5km) mündet die Wehra in den Rhein.

Weilheim

Gemeinde Gemeinde mit rund 3.900 EW (2012)
zugehörig:
Ay, Bannholz, Brunnardern, Dietlingen, Heubach, Maria Bronnen, Nöggenschwie, Oberbierbronnen, Remetschwiel, Rohr, Schnörringen, Unterbierbronnen, Waldhaus, Weilheim

Wutach

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012)
Die Wutachschlucht ist eine der letzten ursprünglichen Wildflusslandschaften Mitteleuropas und zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten Baden-Württembergs (seit 1939).

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Albbruck 7.100, Dachsberg 1.350, Bad Säckingen, Bernau Bonndorf Dettighofen 1.100, Dogern Eggingen 1.650, Grafenhausen 2.200, Görwihl Häusern Herrischried Höchenschwand Hohentengen am Hochrhein 3.700, Ibach 400, Jestetten 4.900, Klettgau 7.500, Lauchringen 7.600, Küssaberg Laufenburg Lottstetten 2.200, Murg 6.800, Rickenbach St. Blasien, Stühlingen Todtmoos Ühlingen-Birkendorf 5.000, Waldshut-Tiengen Wehr Weilheim, Wutach Wutöschingen 6.500