Forchheim ist Große Kreisstadt mit rund 30.300 EW (2008) auf 44,46 km² in 266 m ü.NN., hineingebaut in die reizvolle Tallandschaft zwischen Fränkischer Schweiz und Steigerwald, an der Mündung der Wiesent in die Regnitz.
Namensherkunft wahrscheinlich vom althochdeutschen fohara (Föhre, Nadelbaum)
Um 740 bestand hier ein Königshof der Merowinger und Karolinger.
805 wurde Forchheim erstmal urkundlich erwähnt, z.B. im Diedenhofener Kapitular als wichtiger Handelsplatz (Capitulare von Diedenhofen). Hier weilten zahlreiche Hoffürsten in Regierungsgeschäften, Könige hielten Reichstage ab, Arnulf von Kärnten wurde hier gekrönt, Ludwig das Kind hier zum König gewählt, Gegenkönige aufgestellt.
Kaiser Heinrich II. verschenkte 1007 die Siedlung ans Bistum Bamberg. Otto der Heilige gilt als Gründer der Fachwerkstadt um den Rathausplatz. Um 1200 wurde Forchheim zur Stadt erhoben.
Forchheim wurde ab 1552 zur zweiten Residenz und wichtigsten Festung der Bamberger Bischöfe ausgebaut. Lange war Dorchheim nur als altes hässliches Städtchen mit unbedeutenden Wall, niedlichem Zeughaus und Garnison bekannt, wo Reisenden bei Nacht ein nachhaltiges Sperrgeld erpresst wurde.
1803 kam die Stadt zu Bayern.
Die historische Altstadt bietet auf engstem Raum reichen gut erhaltenen Fachwerkbestand aus verschiedenen Epochen, zurückreichend bis ins 14. Jh.
An der Sattlertorstraße sind einige barocke bis rokoko Häuser zu sehen.
[4] Amtsgericht, 1896 im Stil der Neurenaissance errichtet
[5] St.-Veit-Bastion mit Kasematten an der Roten Mauer (Wallstraße)
[6] Saltorturm als Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigung (14.Jh.), mit Bastion
[7] Zwingerbastion (1657), Stadtpark, weiter östlich Wasserhaus und Philippi-Werk
[8] Salzmagazin (1710) im Krottental, dreigeschossiger Sandsteinquaderbau,
[9] Spital St. Katharina, älteste soziale Stiftung Forchheims, Kirche 14. Jh., Anbau 1611
[10] Kammerersmühle (1698), schönes fränkisches Zierfachwerk
[11] Waisenhausstr. mit Haus 1888 für Dragoner, später Waisenhaus, Scheunen 17./18. Jh.
[12] Junges Theater
[13] Fischkästen zur Wässerung der Karpfen
[14] ehem. Kommandantur 1743/47, SO: Gereonskapelle 1515 erwähnt, deneben Haus 1685
[15] Herdergymnasium, erbaut 1903/04 lt. Tafel, stattlicher Bau im Stile der Neurenaissance
[16] Nürnberger Tor, letztes vorhandenes der barocken Festungsanlage
weiterhin:
- Sportinsel (Halbinsel) an der Regnitz mit Grillplatz, Dreikönigskirche
- Kellerwald mit Felsengängen, Infotafel, Bierkeller
event:
- Annafest, letzte Juliwoche - seit 1648 - auf dem Kellerberg
- Kunsthandwerkerfest
legendär: Rathauspöpel
Buckenhofen, Burk, Kersbach mit St.-Ottilien-Kirche
Reuth, Serlbach