Ostelbisches Elsterland

Das flache Land, an die Elbe grenzend und von der Elster durchzogen, lässt sich leicht mit dem Fahrrad erkunden. So fährt man im Kreis immer im Kreis durch die Niederlausitzer Heidelandschaft, erholsam uimgestaltete Braunkohletagebaureviere, auch en Fläming um das sich selbst erklärende Städtchen Schönewalde tangierend. Es braucht nicht um jeden Preis einen Ranger der Naturwacht, um seltene Vogelstimmen zu erkennen. Wer erst den werbenden Gesang einer Elster an der Elster vernahm, hat die Gegend ins Herz geschlossen und gestaltet vielleicht ihre Geschichte mit.

Bad Liebenwerda

Kurstadt mit rund 6.000 EW
1301 erstmals urkundlich erwähnt
sehenswert:
- Schloss (16. Jh.) mit Turm Laubwart
- Marionettenausstellung

Crinitz

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012)

Lebusa

Gemeinde mit rund 800 EW (2012)

Schloss Lebusa

Im 14. Jh. datiert der Bau des Schlosses und einer Kirche.
Das Schloss ist bewohnt, die Schlossherrin freundlich

sehenswert:
die älteste funktionsfähige Bockwindmühle Deutschlands (1686), Getreidemühle mit originaler Ausstattung und bäuerlichen Geräten, technisches Museum, Gastronomie


Lichterfeld-Schacksdorf

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012)
Imposant ist die 11.000 Tonnen schwere Abraumförderbrücke im dem Besucherbergwerk F 60 südlich von Lichterfeld. Wo einst intensiver Braunkohlenbergbaus betrieben wirde, füllt sich der künftige Bergheider See.

Plessa

Gemeinde mit rund 2.800 EW (2012) mit Elstermühle
Kraftwerk Plessa, eines der ältesten Braunkohlekraftwerke Europas, entwickelt sich allmählich zum authentischen Museum mit neuen Nutzungsmöglichkeiten als Erlebniskraftwerk.

Röderland

Gemeinde mit rund 4.200 EW (2012) im Land an der Röder.
Saathain am Zusammenfluss von Großer Röder und Schwarzer Elster, 1140 erstmals urkundlich erwähnt, ehemaliges Rittergut mit Fachwerkkirche (1629) im Hof, prächtige Parkanlage, Rosengarten
weitere Ortsteile:
Haida, Prösen, Reichenhain, Saathain, Stolzenhain a. d. Röder, Wainsdorf, Würdenhain

Schlieben

Stadt mit rund 2.600 (2012) auf 78,22 km² in 89 m ü.NN., umgeben von weiten Feldern in einem ausgeprägten Tiefland zwischen dem Elbe-Elster-Land und der Niederlausitz.

973 wurde Schlieben erstmals urkundlich erwähnt, Kaiser Otto II. bestätigte eine Schenkung.
Um 1200 erbauten Zisterziensermönche die Martinskapelle.
13. oder 14. Jh. erfolgte der Bau der Kirche St. Martin.
1425 wurde Schlieben Schlossdorf,
1606 erhielt Schlieben Stadtrecht
1631 wurde die Stadt durch Truppen des Kaisers Ferdinand II. zerstört. Die Pest rottete 1634 ganze Familien aus. Im Jahre 1637 wurde Schlieben durch schwedische Truppen zerstört.
1778 wurde das Amtsgerichtsgebäude erbaut.

Schlieben ist Ort an der historische Weinkellerstraße. Bereits 1510 wurden Schliebener Weinkeller erwähnt. Ab 1991 wird der Weinanbau in Schlieben wiederbelebt.
Stadtteile/Eingemeindung:
Schlieben (mit Gemeindeteilen Berga, Krassig und Weißenburg)
1957 wurde Krassig, 2001 wurden die Orte Frankenhain, Jagsal, Oelsig, Wehrhain und Werchau eingemeindet.

Schönewalde

amtsfreie Stadt mit rund 3.200 EW (2012) auf 155,13 km² in 79 m ü.NN. in einem ausgesprochenen Tiefland mit einigen Hügeln bereits in die Landschaft des Fläming reichend. Höchste Erhebung ist der Weinberg (109 m ü.NN.).
Um 1200 legten deutsche und flämische Kolonisten den Ort als Angerdorf im Fläming an.
1346 wird der Ort noch als Schonewalde genannt.
1474 erhielt die Ackerbürgerstadt die Stadtrechte.
sehenswert:
- Markt mit traulichen Fachwerkhäusern
- Windmühle im Nordwesten der Stadt
- Badeseen in Bernsdorf, Brandis und Stolzenhain
- großen Kiefernwaldflächen
Die einzelnen dörflichen Ortsteile liegen umgeben von Feldern, Wiesen und Fließen. Hierzu zählen:
Ahlsdorf mit Hohenkuhnsdorf, Bernsdorf, Brandis mit Horst, Dubro, Grassau, Jeßnigk
Knippelsdorf mit Siedlung
Schönewalde mit Freywalde, Grauwinkel und Schmielsdorf
Stolzenhain mit Hartmannsdorf
Wiepersdorf, Wildenau

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Bad Liebenwerda Crinitz Doberlug-Kirchhain Elsterwerda Falkenberg Fichtwald 700, Gorden-Staupitz 1.000, Finsterwalde Gröden 1.450, Großthiemig 1.100, Heideland 6.800, Herzberg Hirschfeld 1.350, Hohenbucko 650, Hohenleipisch 2.150, Kremitzaue 900, Lichterfeld-Schacksdorf Lebusa Massen-Niederlausitz 2.000, Merzdorf 850, Rückersdorf 1.500, Mühlberg/Elbe Plessa Röderland Sallgast 1.500, Schilda 500, Schönborn 1.600, Schlieben Schönewalde Schraden 550, Tröbitz 750, Uebigau-Wahrenbrück Sonnewalde