Altlandsberg

Marktplatz von Altlandsberg

fotos © schuldes / fotobee.de - am Marktplatz von Altlandsberg

idyllische Kleinstadt mit rund 8.200 EW (2004) auf 106,21 km²; 3.000 EW (1985) - nordöstlich von Berlin.

Aus einer umsumpften Burg, und einem folgenden Kloster (1335), entwickelte sich erst nach Ansiedlung französischer Hugenotten die Ansiedlung zur Stadt.
1230 erhielt Altlandsberg die Stadtrechte.
1708 ließ König Friedrich l. von Preußen, der seine Jugend in Altlandsberg verbrachte, die Burg zum Lustschloss ausbauen. Sein Nachfolger König Wilhelm l. nahm hier seine Exerzierparties ab.
Das Gebäude verfiel, brannte 1757 vollständig ab und diente als Steinbruch für Berliner Bauten.

sehenswerter historischer Stadtkern

[1] Das Schlossgelände mit Gutshof, Torpfeiler, Grundmauern, Kellergewölbe und ein verwilderter Park erinnern noch an die einstige barocke Anlage.
[2] Schlosskirche, erbaut ab 1657 durch Otto von Schwerin als Bestandteil der Schlossanlage, 1757 niedergebrannt, anschließend barock wieder aufgebaut unter Integration der Portale von 1670 und 1709. Um 2013 in Sanierung.

Im Kern der planmäßigen mittelalterlichen Stadtanlage blieb die historische Struktur bewahrt. Bürgerhäuser und Ackerbürgerhofanlagen aus dem 18./19. Jh..dominieren.
[M] Marktplatz, erst 1684 nach einem Brand angelegt
[R] Rathaus (1910-1912), ehemals Amtsgericht

Atlandsberg - sehenswerter historischer Stadtkern

[3] Stadtkirche: dreischiffige Feldsteinbasilika (13. Jh.), im 16. Jh. Einwölbung der Kirchenschiffe und Aufstockung des Glockenturms, um 1725 weitere Aufstockung; Abdeckung durch Pyramidenhelm (1772).

[4] Pfarramt
[5] Altes Rathaus
[6] Berliner Torturm (15. Jh.), quadratischer Feldsteinturm, 18 m hoch, mit pyramidenförmigem massivem Helm. Der Torbau aus dem 14. Jh wurde wurde 1820 abgebrochen. Von hier verläuft der ältere Teil der Wallanlage mit doppeltem Graben nach Osten.
Die Stadtmauer aus Feldsteinen ist noch fast vollständig und gut erhalten, 1.500 m lang, mit Wall und Graben umgeben. Die Wallanlagen wurden im 17. Jh. zu Parks umgestaltet. Das ehemalige Armenhaus (1850) vor der Mauer wurde in kuriose Umkehrung zur Gaststätte Armenhaus.

Storchenturm Altlandsberg

[7] Storchenturm. Vom Strausberger Tor (14. Jh.) blieb der quadratischer Feldsteinturm erhalten. 22 m hoch, mit massivem Kegelspitzhelm, diente er mit seinem Anbau als Gefängnis, Polizeistation und ist seit 1897 Nistplatz für Störche.

[8] Scheunen, nach dem Brand 1684 etwas abseits vom Stadtkern errichtet, zunächst als Fachwerk, ab dem 19. Jh. aus Backstein mit Ziegeldach - eine sehenswert abwechlungsreiche Kulisse.

persönlich
Freiherr Schwerin

Freiherr Schwerin hats verzappt


Ortsteile/Eingemeindung

OT Wilkendorf, Wegendorf