Kreis entlang der Oder-Neiße-Grenze

Prägnant ist das durchschnittlich 15 km breite Oderbruch, das sich südwärts bis zum schmalen Stromdurchbruch bei Frankfurt erstreckt. Häufige Überflutung der gefällearmen Ebene bildeten diffus versumpftes, unwegsames Gelände. Davon wurden 1753 mit Stillegung der Alten Oder und einem den Oderlauf um 25 km verkürzenden Durchstich, Deichbauten und Wasserregulierung 330 km² und mit mutigem Trotz das fruchtbare Gemüseanbaugebietes Oderbruch geschaffen.

Dünig hügelig zeigt sich die Landschaft der Märkischen Schweiz nördlich Müncheberg, mit einigen schönen nicht zu großen Seen, die sich gut durchschwimmen lassen.

Alt Tucheband

Gemeinde mit rund 800 EW auf 30,59 km² in 11 m ü.NN.
Tucheband wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt
Orte:
Alt und Neu Tucheband, Hathenow und Rathstock

Beiersdorf-Freudenberg

Gemeinde mit rund 500 EW (2012)

Bliesdorf

Gemeinde mit unter 1.000 EW (2012) auf 34,41 km² in 7 m ü.NN. nördlich vom Naturpark Märkische Schweiz
sehenswert:
- Backsteinkirche (1881/1882), Neugotik
I- OT Kunersdorf mit Schlosspark (1824, Planung von Lenné). Das Schloss wurde 1945 total zerstört, lebt aber durch Peter Schlemihls wundersame Geschichte weiter, die Adelbert von Chamisso in jenem Schloss lebendig erzählt und druckreif überliefert hat.
Ortsteile:
- Bliesdorf mit Vevais, Sophienhof, Bochows Loos und Herrnhof
- Kunersdorf mit Katharinenhof
-Metzdo

Buckow (Märkisch Oderland)

Stadt mit 2.400 EW (1980), eingebettet in eine zerfurchte, seenreiche Waldlandschaft der Märkischen Schweiz am Südostabhang der Barnimhochfläche.

hügelig reizvolle Landschaft der Buckower Schweiz

- Kurpark
- Brecht-Weigel-Haus (1911), Villa im Heimatstil. Hier entstanden auch Brechts Buckower Elegien.
- Schermützelsee (bis zu 45 m tief) mit illustrem Treiben


Die Landschaft zieht viele Urlauber an, die auch durch die beiderseits den Stobber begleitenden einsamen Wälder zum Kloster Altfriedland und nach Marxwalde wandern, das nach einem Großfeuer 1801 vom zwanzigjährigen Schinkel völlig wiedererbaut wurde.

Falkenhagen (Mark)

Gemeinde mit rund 700 EW (2012) mit Georgenthal und Regenmantel

Fredersdorf-Vogelsdorf

Gemeinde mit rund 12.600 EW (2012)
Wassermühle (1932) für Roggen, mit 2 Walzenstühlen und Quetsche für bereitwillige Herbergsgäste

Golzow Oderbruch

Gemeinde mit rund 1.350 EW (2012)

Heckelberg-Brunow

Gemeinde mit rund 700 EW (2012)
Dorfkirche in Heckelberg

Hoppegarten (Mark)

Dahlwitz-Hoppegarten Gemeinde mit 14.367 EW (31.2.004) auf 31,88 km² in 44 m ü. NN, an Berlin grenzend;
bestehend seit 10/ 2003 durch Zusammenschluss vo Dahlwitz-Hoppegarten Hönow und Münchehofe (nicht verwechseln mit OT in Müncheberg!) zur neuen Gemeinde Hoppegarten.
sehenswert:
traditionsreiche Galopprennbahn Hoppegarten
Ortsteile: Birkenstein, Dahlwitz-Hoppegarten, Hönow, Münchehofe, Waldesruh

Letschin

Gemeinde mit rund 4.200 EW (2012) Ein Ort der üblich beflissenen Heldentaten: Denkmäler werden einfach unter wachsamen Berateraugen ausgetauscht. Um mit Brecht zu fragen: Wer hat denn den Oderbruch trockengelegt und dann den Boden bestellt? Hoch lebe Kaiser Wilhelm. Und vielleicht geht es bald bei Vollmond in die Felder, diesen die Fruchtbarkeit einzupeitschen. Ein Ort, der auch gern wieder slawisch werden könnte, wenn die geschichtliche Entwicklung tatsächlich spiralenförmig verläuft.

Lindendorf

Gemeinde mit rund 1.400 auf 25,34 km²

Prötzel

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012)
Schloss Prötzel (1712), vermutlich Bau nach Andreas Schlüter

Reichenow-Möglin

Gemeinde mit rund 550 EW (2012) und Schloss Reichenow

Seelow

Kreisstadt mit rund 5.500 EW (2012) auf 42,41 km² in 52 m ü.NN.
1252 früheste urkundlicher Erwähnung das Dorfes Zelou.
1630, 1788 und 1809 verwüsteten Stadtbrände die Stadt.

Seelow Denkmal Seelow © LianeM

Im April 1945 fand auf den von der deutschen Wehrmacht stark befestigten verteidigten Seelower Höhen die letzte große Schlacht des zweiten Weltkrieges statt. Unter hohen Verlusten wurde der Weg nach Berlin erzwungen und die Reichshauptstadt schließlich eingenommen.

Die Stadt Seelow selbst wurde stark zerstört.

1972 wurde bei Seelow für die 30.000 sowjetischen gefallenen Soldaten und die 20.000 anderen eine Gedenkstätte am Ortsausgang Richtung Küstrin eingeweiht.


Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde, Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar 500, Beiersdorf-Freudenberg Bliesdorf Buckow Falkenberg Mark 2.300, Fichtenhöhe 550, Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin 750, Golzow Oderbruch Gusow-Platkow 1,200, Heckelberg-Brunow Höhenland 1.000, Hoppegarten (Mark) Küstriner Vorland 2.600, Lebus Märkische Höhe 600, Letschin Lietzen 700, Lindendorf, Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin 900, Neutrebbin 1.500, Oberbarnim 1.400, Oderaue 1.700, Podelzig 900, Prötzel Rehfelde 4.500, Reichenow-Möglin Reitwein 500, Rüdersdorf Seelow Strausberg Treplin 400, Vierlinden Waldsieversdorf 1.500, Wrietzen Zechin 700, Zeschdorf 1.250