Zehdenick

Zehdenick an der Havel

fotos © schuldes / fotobee.de - auf der Zugbrücke in Zehdenick über die verzweigende Havel geschaut

Stadt mit rund 12.000 EW (1985) nördlich vor Berlins an der Havelwasserstraße, an die Schorfheide grenzend.

1216 wurde Zehdenick erstmals urkundlich erwähnt, als Grenzort des Bistums Brandenburg. 1281 erhielt Zehdenick das Stadtrecht.

1250 wurde das Zisterzienserinnen-Kloster durch die Markgrafen Johann I., Otto II. sowie Mechthild, Horzogin von Braunschweig und Lüneburg gegründet.

Ab 1483 wurde der hier vorkommende Raseneisenstein verarbeitet. Die Gussteile für die erste deutsche Dampfmaschine (1785) kamen aus Zehdenick.
Die exponierte Lage an der Havel bot sich ebenfalls für einen Ausbau der Schiffahrt, Schiffbau, Wassermühlwerken an, was entsprechend genutzt wurd.

1871 führte die Entdeckung reicher Tonvorkommen zur Entwicklung einer Ziegelindustrie, deren Produkte für lange Zeit über den Voßkanal nach Berlin gelangten. Mit Bau der Eisenbahnlinie nach Templin (1888) erhielt die Ziegelindustrie weiteren Auftrieb. Es entstand eine der größten Produktionsstätten Europas. Zehdenick ist bedeutende Station der Deutschen Tonstraße.

Nach 1945 entwickelte sich Zehdenik zu einem wichtigen Industriestandort, vor allem mit Stein- und Baustoffproduktion, Bekleidungsindustrie und Mikroelektronik. Nach 1989 wurden die industriellen Strukturen umfassend abgewickelt. Region und Stadt mussten sich umfassend neuorientieren.

sehenswerte Innenstadt

Das Städchen weist noch eine Reihe von Fachwerkhäusern (19. Jh.) auf.

Zehdenick

[B] Bahnhof
[M] Am Marktplatz
[m] Schiffermuseum

[R] Rathaus (1801/1803), Klassizismus , gegenüber Ratskeller (1907), Eckgebäude

[S] Stadtverwaltung Zehdenick Falkenthaler Chaussee 1, etwa 3 km nördlich


Markantes und Sehenswertes in der Innenstadt von ZehdenickKlosterscheine Zehdenick, auch innen recht interessant

[1] Klosterruine der Zisterzienser mit Klosterscheune, im Gewölbekeller Dokumentation zur Geschichte des Klosters


Stadtkirche Zehdenick

[2] Amtsgericht (1911), Neubarock, Ansätze zum Heimatstil z.B.mit Feldsteinsockel, zweigeschossiger Putzbau
Friedrich-Ebert-Platz 9

[3] Stadtkirche am Kirchplatz (um 1250), mehrfach abgebrannt, Turmunterbau mit Portal noch Original, Kirchenschiff 1805/12 wieder aufgebaut

[4] Zugbrücke, Wahrzeichen der Stadt
[5] Stadthafen
[6] Havelschloss (18. Jh.)
[7] Marina


weiterhin:

- Ziegeleipark Mildenberg etwa 5km nördlich
- Franziskushof der Franziskanermönche
- Schloss und Gut Liebenberg
- Tagebau Burgwall
- Amtshaus (um 1750)
- Bismarckturm (1900) auf dem Hohen Timpberg Klein-Mutz
- Dorfkirche (16949, Fachwerk, Kreweliner Dorfstraße

museal exponiert
Zehdenick- Mildenberg: am Ziegelringofen (1897)

Technikmuseum Ziegeleipark Mildenberg Am Welsengraben. u.a. mit Ziegelringofen (1897), zuerst Ziegelei Hornemann bzw.. ehemaliges Werk III.2 1986 Betriebsende

- Heimatmuseum in Kappe
- Schiffermuseum an der Havelschleuse
- Galerie im Kornfeld Lomas in Klein Mutz


natürlich

Stadtgarten im Zentrum Zehdenicks, unmittelbar am Havelufer von Zugbrücke bis Schleuse
Die vielen durch Tonabbau enstanden "Stiche" beidseits der Havel und der neue Hafen am Ziegeleipark sind eine Einladung nicht nur für Wasserwanderer.

Sadtteile/Eingemeindung
Orte im Stadtgebiet von Zehdenick

Im Zuge der Verwaltungsstrukturreform gliederten sich Jahr 2003 umliegenden Gemeinden in die Stadt ein. Zugehörig sind derzeit:

Badingen, Bergsdorf, Burgwall, Kappe, Klein-Mutz, Krewelin, Kurtschlag, Marienthal, Mildenberg, Neuhof, Ribbeck, Vogelsang, Wesendorf, Zabelsdorf, Zehdenick