Müllrose / Miłoraz

Stadt mit rund 4.500 EW (2012) auf 68,54 km² in 42 m ü.NN. zwischen dem Kleinen und Großen Müllroser See, Tor zum Naturpark Schlaubetal

Um 1260 erfolgte die Gründung der deutschen Stadt auf vormals slawischem Siedlungsgebiet durch Markgraf Otto III.. Die Ortsbezeichnung hat nichts mit unserem Müll zu tun, deudet eher auf eine deutsche Lautmalung der slawischen Bezeichnung hin. "Mühlrose" wäre spitze gewesen.

1275 wurden eine Kirche und eine Wassermühle erstmals urkundlich erwähnt. Diese älteste nachweisbare Mühle im Schlaubetal entwickelte sich bis hin zur industriellen Großmühle, die nach 1992 privatisiert wurde und weiter produziert.
1275 bis 1770 bestand nahe dem Katharinensee eine Burganlage, Häsckenburg genannt.

1444 bis etwa 1665 war Müllrose Besitz derer von Burgsdorff, dann bis 1754 landesherrlich.
Im Laufe der Geschichte entwickelte sich der Ort zur Ackerbürgerstadt. Ab 1808 war Müllrose durch die Steinsche Städteordnung wieder selbständige Stadt.

1855 wurde eine öffentliche Sparkasse eröffnet.
1868 erfolgte ein Schulneubau und
1869 Anschluss an das Telegrafennetz
1877 eröffnete die Eisenbahnstation
1900 erschien der erste Müllroser Anzeiger, gedruckt in einer Müllroser Druckerei
1907 Tuberkulose-Heilstätte

1945 gab es zum Ende des Zweiten Weltkrieges relativ geringe Zerstörungen der Stadt. Die Kirchturmuhr blieb stehen. Nach einem Granatentreffer.
1992 wurde ein Gewerbepark eröffnet
2003 wurde Müllrose staatlich anerkannter Erholungsort.

sehenswerte Altstadt
[M] Marktplatz
[m] Heimatmuseum (1933), Kutschenausstellung, z.B. Postkutsche, Haus des Gastes mit der Schlaubetal-Info und Ortsgeschichte
[R] Rathaus Bahnhofstraße 40

Beeskow - sehenswerter historischer Stadtkern

[1] Pfarrkirche (1747), Barock/Klassizismus, Orgel (1772). Die evangelische Kirche (1275, Gotik) wurde 1747 von Grund auf erneuert und barockisiert.

[2] Marina vor dem Kleinen Müllroser See, Bootsausleihe
[3] Schlaube, die Alte Schlaube verläuft noch ein Stück südlich vom Oder-Spree-Kanal, angeblich sehr geheimnisvoll.
[4] Mühlenkomplex am Müllroser See, sechsstöckig, Backstein, Mühlenschenke
[5] Strandpromenade / Seeallee am Müllroser See

[6] Zum Strandbad


weiterhin:
- Gedenktafel für die Gefallenen der Feuerwehr 1914–1918 am Feuerwehrhaus
- Feuerwehrhaus mit Schlauchturm, 1925 erbaut
- Gut Am Zeisigberg (1907, Architekten Hakenholz & Brandes), Jugendstil, ehem. Lungenheilstätte

natürlich

- Naturschutzgebiet Müllroser See
- Naturpark Schlaubetal

persönlich

?

Stadtteile/Eingemeindung

Kolonie Müllrose (1907), Kaisermühl (1962), Biegenbrück (1972), Dubrow (1974)