Treuenbrietzen

Treuenbrietzens Altstadt ist schön von parkig begleiteten Wassergräben und der Nieplitz umgeben.

fotos © schuldes / fotobee.de - parkig umspieltes Treuenbrietzen

Sabinchenstadt mit ca. 6000 EW (2004).

Die erste urkundliche Erwähnung Treuenbrietzens als "brezna" ist auf die Bezeichnung für eine askanische Burg zurück zu führen.
Treuenbrietzen entwickelte sich zu eine Stadt der Tuchmacher und erhielt den Zusatznamen Treuen, nachdem sie die einzigen waren, die 1348 nicht einem falschen Waldemar trauten, der sich als der längst verstorbene Markkraf ausgab.

sehenswert historischer Stadtkern
Treuenbrietzen Rathaus mit Sabinchenbrunnen

[B] Bürgerhaus Breite Straße
[G] Großstraße, angerartig angelegt, mit je vier Baumreihen undn.d.Z. enge Gassen

[R] Rathaus - als Kaufhaus 1290 erstmalig erwähnt, mit den so genannten Hakenbuden. 1862 entstand die Säulenvorhalle, die lange Zeit als Wache diente. Veränderung der Optik mit Umbau 1936. Interessant die Hakenbuden - ehemalige Handel- u. Lagerhäuser im Fachwerkstil.


Treuenbrietzen - brandenburgisches Städtchen mit sehenswertem historischen Stadtkern

[1] Kirche St. Marien (um 1220), kreuzförmige Pfeilerbasilika der Spätromanik, von der Baukunst der Zisterzienser beeinflusst.
Die nahe Lutherlinde ist ein großartiger Schattenspender .

[2] Kirche St. Nikolai - Baubeginn wird um 1230/1240 vermutet, ist eine frühgotische kreuzförmige Pfeilerbasilika


Treuenbrietzen, runde Wehrkirche

[3] Heimatmuseum, ist viel über Tradition und Brauchtum der Stadt zu erfahren. Die ehemalige Heilig-Geist-Kapelle (Rundwehrkirche) an der Stadtmauer diente als Religionsstätte für arme Handwerksburschen und Durchreisende.
[Wasserturm Treuenbrietzen4] Postmeilensäule (1820)

[5] Pulverturm, bis 1877 Pulver- und Munitionsmagazin. Die Stadtmauer, von der hier noch letzte Reste zu erkennen sind, wurde übrigens 1296-1305 von Zinnaer Mönchen errichtet. Die seit 1857 begrünten Wallanlagen am Pauckert-Ring (Nordost) erinnern an einen Apotheker, der nicht nur selbst zum Spaten griff.

[6] Wasserturm - 1910 im Zuge des Wasserleitungbaues errichtet, bis 1991 in Betrieb


Sabinchensaß weinend am Brunnen ... von Treuenbrietzen
Treuenbrietzen ist durch die schaurig-schöne Moritat von Sabinchen und ihrem treulosen Schumacher weithin bekannt. Der Sabinchenbrunnen [7] vor dem Rathaus - 1984 eingeweiht, Figuren von Lothar Seil aus Meißen - , das Kneipenliedtext "Sabinchen war ein Frauenzimmer", Moritat vom Mariechen und Wirklichkeit - hier kann man echt an die Wurzel gehen, nachforschen, vielleicht alte Kriminalfälle aufrollen und zu einem echten deutschen historischen Krimi verarbeiten an originaler Kulisse, so gleichsam diesem Städtchen in schöner Umgebung einen Liebesdienst erweisen(?).
Mit jährlichem Festspiel und dem Aufstellen des Löffelbaumes erinnert die Stadt an die Geschichte ihres berühmten Pärchens.


natürlich

Am Rande des Ortes erstreckt sich das Naturschutzgebiet Zarth. Es ist geprägt von Niedermooren mit lichtem Busch- und Laubwald, kleinen Bächen und artenreichem Tier- und Pflanzenbestand.
Das Landschaftsschutzgebiet "Oberes Nieplitztal" ist ein weiteres reizvolles Ziel nahe der Stadt.
Bei Niebel erstreckt sich der lange Nieplitzdamm zum Nuthegraben.

event

Sabinchenfestspiele in der ersten Junihälfte

Stadtteile/Eingemeindung

u.a. Marzahna - Bockwindmühle (1828), Getreidemühle mit Schaumüllerei

Bardenitz, Brachwitz, Dietersdorf, Feldheim, Frohnsdorf, Klausdorf, Lobbese, Lüdendorf, Lühsdorf, Niebel, Niebelhorst, Pechüle, Pflügkuff, Rietz, Schmögelsdorf, Schwabeck, Tiefenbrunnen, Treuenbrietzen, Zeuden