Darmstadt - Wissenschaft und Jugendstil

Seit 1997 schmückt sich Darmstadt mit dem vom Hessischen Ministerium des Inneren verliehenen Titel. Viele nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen sind hier präsent:
FH Darmstadt,
PFFH Darmstadt,
BA Hessen - Darmstadt - Frankfurt - Kassel

rund 138.000 EW (2004) auf 122,21 km² in 167 m ü. NN. im Rheingraben (Oberrheinische Tiefebene) an der Bergstraße, im Süden an die Ausläufer des Odenwaldes grenzend.

Ende 11. Jh. erstmals erwähnt als Darmundestat, heutige Stadtteile wie Eberstadt, Arheilgen oder Bessungen bereits eher. 1330 erlangen die Grafen von Katzenelnbogen von Kaiser Ludwig dem Bayern Stadtrechte für Darmstadt. Mitte des 13. Jh. errichteten die Grafen von Katzenelnbogen in Darmstadt eine Wasserburg.
1567 wurde Darmstadt Hauptstadt der Grafschaft Hessen-Darmstadt.
Ende des 18. Jh. wurde sie Hauptstadt des Großherzogtums Hessen. Ludwig I. förderte die Stadt. Bürger dankten es ihm mit einer großen Säule.
1918 wurde Darmstadt Landeshauptstadt des Volksstaates Hessen.

1933 stimmten 50 % der Darmstädter bei der Reichstagswahl für die NSDAP.
1937 mit Eingemeindung von Eberstadt und Arheilgen wurde D. Großstadt und 1938 kreisfrei.
1944, am 11. September verwandelt ein Großangriff der Royal Air Force die Stadt in eine Trümmerwüste. 12.300 Menschen kamen dabei um, rund 66.000 werden obdachlos.
1945 besetzen amerikanische Truppen Darmstadt. 1946 nicht Darmstadt sondern Wiesbaden wird Landeshauptstadt des neu gegründeten Landes Hessen.

1988 wurde die neue Synagoge eingeweiht, gestiftet von der Stadt. Die erste Synagoge wurde in Darmstadt 1737 eingeweiht. Mit den später gebauten teilte sie das in der NS-Zeit übliche Schicksal.

sehenswerte Innenstadt
Sarmstadt, Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[A] Altes Rathaus, Renaissance um 1600, wiederaufgebaut.
[R] Neues Rathaus
[L] Luisenplatz mit der Ludwigssäule (1844), oben mit Statue des Groherzogs Ludwig I. "Langer Ludwig". Am Nordende das Kollegienhaus, barock, 18. Jh., Regierungspräsidium.
[1] Stadtkirche
[2] Ludwigskirche,
[4] Schloss am Marktplatz mit Altem Schloss und Neuem Schloss, verschiedene Gebäudeteile aus dem 16. sowie 18./19. Jh., Glockenturm mit Glockenspiel von 1671. Im Glockenbau das Schlossmuseum.
[5] Landesmuseum: 1902 errichtet, bedeutende kunsthistorische, zoologische und geologische Sammlungen.
[6] Maschinenhalle der Technischen Hochschule: Industriearchitektur, Jugendstil (1904)
[7] Achteckiges Haus von 1630.
weiterhin:
Rosenhöhe - Museum Künstlerkolonie, Neubarock (19. Jh.), Grabdenkmäler, exotische Bäume.
Weißer Turm
Altes Pädagog (einstige Lateinschule)
Waldspirale - ein Wohnkomplex, gestaltet von Friedensreich Hundertwasser

Museen

Eisenbahnmuseum, Bahngelände Kranichstein, Steinstraße 7
Wella-Museum, Berliner Allee 65: Geschichte des Friseurhandwerks
Institut für Neue Technische Form, Braun Designsammlung, Mathildenhöhe

beruhigend:
Herrengarten beim Landesmuseum, nördlich davon der Prinz-Georg-Garten mit Palais (wertvolle Porzellansammlung)

Veranstaltungen
Heinerfest/Jazztage: erstes Wochenende im Juli
Weinfest: Anfang September

Mathildenhöhe
Darmstadt Hochzeitsturm und Russische Kirche Mathildenhöhe © rucko07

1899 holte Großherzog Ernst Ludwig sieben junge Künstler nach Darmstadt und gründet damit die Künstlerkolonie. Bis 1914 entstanden so in Darmstadt viele Bauten und Kunstwerke des Jugendstils: Atelierhaus, großes und kleines Glückerthaus (Architekt: Josef Maria Olbrich), Schwanentempel, Platanenhain, Ausstellungsgelände. Der Hochzeitsturm (48m) wurde ein Wahrzeichen der Stadt.
Die historistische russische Kapelle stammt von Benois (1899), davor das Lilienbecken von Bernhard Hoetger.


Darmstadt, Jagdschloss Kranichstein © Circumnavigation

Kranichstein. Das Jagdschloss Kranichstein, ein Renaissanceschloss, erbaut Ende 16.Jh., ist heute ein Jagdmuseum.


Wixhausen:
eingemeindet 1977
Wixhäuser Dorfmuseum, Untergasse 1 über bäuerliches Leben im 18. und 19. Jh.

Stadtteile/Eingemeindung
zur Innenstadt zählen:

Darmstadt-Mitte, Stadtzentrum, Rheintor/Grafenstraße, Hochschulviertel, Kapellplatzviertel,
St. Ludwig mit Eichbergviertel, Darmstadt-Nord Johannesviertel Martinsviertel Waldkolonie Bahnhofsviertel Industrieviertel, Am Ziegelbusch, Darmstadt-Ost, Am Oberfeld, Mathildenhöhe, Woogsviertel, An den Lichtwiesen, Bessungen (1888), Paulusviertel, An der Ludwigshöhe, Darmstadt-West

Darmstadt, StadtteileAußenbezirke:

Am Südbahnhof,
Heimstättensiedlung, Verlegerviertel
Am Kavalleriesand
Arheilgen (1937)
Eberstadt (1937),
Am Lämmchesberg
Villenkolonie
Am Frankenstein
Kirchtannensiedlung
Wixhausen, Kranichstein