Frankfurt am Main - Messestadt mit Bankerskyline


Stadt mit rund 650.000 EW - Menschen aus rund 180 Nationen (2002) - in 88m ü.NN..

Der Legende nach beginnt die Geschichte Frankfurts mit der Flucht Karls des Großen vor den Sachsen. Eine Hirschkuh soll damals dem fränkischen Fremdling die Furt durch den Main angezeigt haben. Damit war er gerettet und der Name der künftigen Siedlung gefunden - oder? Jedenfalls muss Karl hier bereits residiert haben.

794 wurde Frankfurt am Main erstmals urkundlich erwähnt anlässlich der von Karl dem Großen einberufenen Synode von Frankfurt. Seit dem 9. Jh. war die Stadt Wahlort der deutschen Könige.
Im 12. Jh. spielte Frankfurt bereits eine wichtige Rolle als Messe- und Handelsplatz. Zusätzlich stieg die Stadt im 18./ 19. Jh. zu einem der bedeutendsten Banken- und Börsenzentren der Welt auf. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte die Dynastie der Rothschilds, die mit Mayer Amschel (1743 bis 1812) ihren Anfang nahm.

1848 tagte das erste frei gewählte Parlament Deutschlands in der Paulskirche.

Gut und gerne hätte Frankfurt auch Hauptstadt Deutschland und nach 1945 der Bundesrepublik Deutschland werden können. Daraus wurde nichts. Dafür baute Frankfurt seine zentrale Stellung im Wirtschaftsleben aus, suchte eifrig die Amerikaner zu kopieren, was optisch an der Skyline mit ihren 80 Hochhäusern deutlich wird. Auf die 2008 von Übersee nach Europa schwappende Bankenkrise hatte man also beste Aussichten. Mainhattan wird deshalb weiter wachsen und als Stadt des Mammons sich auch künftig mit Kunst und Kultur schmücken.

sehenswerte Altstadt

Frankfurt, Turm[B] Hauptbahnhof (1888), einer der größten Kopfbahnhöfe Deutschlands.
[K] Kaiserplatz. Unterwegs in der Kaiserstraße, in der man ständig in irgend einen Hauseingang gedrängt werden will oder gefragt wird, ob man Probleme hat, bis in die bunt quirlige Zeil hat ein Landei schon viel erlebt.
[H] Hauptwache. Das alte Wachgebäude aus der Zeit um 1729, scheint das geschäftliches Zentrum der Stadt sein. Hier zweigt die berühmte Zeil - diese Fußgängerzone und Einkaufsstraße - nach Osten ab. Und wer hier gezielt nach Stöffche fragt, bekommt allenfalls Apfelwein.
Man kann sich vom Bahnhof aus auch gleich ans schöne Westend-Viertel mit viel Jugendstilverillen, da gewinnt man völlig andere Eindrücke, sehr gediegen.

Wie in der Zeil ist die Stadt und bis in die moderne Architektur übermächtig beeindruckend.
[R] Rathaus
[G] Goethehaus
[K] Konstablerwache

Frankfurt am Main, Innenstadt[1] Paulskirche, klassizistischer Rundbau, Tagungsort der ersten Deutschen Nationalversammlung von 1848, nationale Gedenkstätte, mit umstrittenem Fries "Zug der Abgeordneten" von Johann Größtzke (1991).

[2] Römerberg: langgestreckter Platz, Ensemble aus wieder aufgebauten Gebäuden, vor allem dem Römer, dem alten Rathaus der Stadt, Komplex aus mehreren Gebäuden, charakteristische Stufengiebel, sehenswerter Kaisersaal. Ostzeile des Römerbergs mit rekonstruierten Fachwerkhäusern. Steinernes Haus von 1464 mit Frankfurter Kunstverein, Fotoausstellungen.
[3] St. Leunhard
[4] Museum Vor-/Frühgesch.
[5] Städtische Bühnen
[6] Alte Oper (1880), nach Zerstörung wieder aufgebaut
[7] Börse (1874/79). Der Messeturm von Helmut Jahn ist mit 356,5 m das höchste Bürogebäude Europas. Wie ein Stift zum Notieren all der endlosen Börsendaten am Haus (1847/79) Börsenplatz 4. Das deutsche Finanzzentrum ermöglicht Besuche nach Voranmeldung. Doch Vorsicht!
Torhaus, Galleria und Messeturm gelten als beispielgebend für gegenwärtiges Bauen.
[8] Eschenheimer Turm
[9] Liebfrauenkirche, 1320 als Kapelle erbaut, später oft umgebaut, einige Kunstwerke im Inneren.
[10] Kleinmarkthalle
[11] ehem. Dominikanerkloster
[12] Dom St. Bartholomus, Kaiserdom: ursprünglich aus der ersten Hälfte des 14. Jh., gotisch, 1880 nach Brand wiederaufgebaut, im Weltkrieg wiederum zerstört, erneut aufgebaut, wertvolle Innenausstattung mit zahlreichen Kunstwerken, Chorgesthl und Maria-Schlf-Altar. Im Kreuzgang das Dom-Museum.

[13] Sachsenhäuser Ufer und Schaumainkai - das Museumsufer mit einer Kette von Museen:
- Liebieghaus Nr. 71 mit Plastiken aus Europa, Ägypten und Asien;
- Städelsches Kunstinstitut, Nr. 63: bedeutende Gemäldesammlung, Grafiken;
- Museum für Post und Kommunikation, Nr. 53: innovative Gestaltung von Behnisch + Partner;
- Deutsches Architekturmuseum, Nr. 43: Architekturgeschichte, auch Modelle;
- Deutsches Filmmuseum, Nr. 41;
- Museum für Völkerkunde, Nr. 29;
- Museum für Kunsthandwerk, Nr. 15.

weiterhin:
Dialogmuseum Hanauer Landstraße 145, wo Sehbehinderte durchs Dunkel führen
Historisches Museum, Saalgasse 19: Stadtgeschichte, Münzkabinett, Kindermuseum
Ikonen-Sammlung, Brückenstraße 3-7
Jüdisches Museum, Untermainkai 14/15: raffinierte Innengestaltung
Museum Judengasse, Kurt-Schumacher-Straße 10
Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10
Institut für Stadtgeschichte, Karmelitergasse 5
Naturmuseum Senckenberg, Senckenberganlage 25: Tiere, Pflanzen, Fossilien (Grube Messel)
EXPLORA Museum + Wissenschaft + Technik, Glauburg Platz
Heinrich-Hoffmann-Museum, Schubertstr. 20: Leben und Wirken des Autors des Struwelpeters
Goethe-Museum im Haus Hirschgraben 23-25, JWG wurde hier im Haus seiner Eltern geboren.
Stadtwerke Verkehrsmuseum, Rheinlandstraße 133
Museum für Vor- und Frühgeschichte, Karmelitergasse 1
Galerie im Karmeliterkloster, Münzgasse 9: Gemäldezyklus von 1515, Sonderausstellungen

außerhalb der Stadtmitte:
Stadion des FC Eintracht Frankfurt (2004 WM) mit ausfahrbarem Cabrio-Dach.

Zoologischer Garten Bernhard-Grzimek-Allee 1

ruhig

schöner halbkreisförmiger Grünanlagenring als Rest des Stadtwaldes
Grüneburgpark im Westend: englischer Landschaftspark
Rothschildpark
Palmengarten, die attraktive Anlage; im Osten benachbart der Botanische Garten

event
kulinarisch:

Das Frankfurter Nationalgetränk ist der Apfelwein oder Ebbelwei oder Stöffche. Neben einer Vielzahl an Lokalen, wo das Zeug verabreicht wird, gibt es wohl auch noch den Ebbelwei-Express, eine Straßenbahn mit Bewirtung, in der man gutgelaunt bis nach Sachsenhausen rollt

Stadtteile/Eingemeindung
Frankfurt am Main, Stadtteil Lage

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Höchst:
790 wurde Höchst am Main in einer Urkunde des Lorscher Codex als Hostat erstmals erwähnt.
sehenswert:
- intakte Altstadt im Westen mit Fachwerkhäusern, zahlreich schönen Bauten.
- Dalberger Haus: Porzellanmanufaktur u. Direktverkauf, Bolongaro-Palast: Porzellansammlung
- Zoo mit Nachttierhaus.
- Flughafen, große Besucherterrasse, sehenswerte Architektur.

Rödelheim - Brentano-Park mit klassizistischem Pavillon und Erinnerung an Goethe

Sachsenhausen:
etwas ferner aller Hektik das Sachsenhäuser Ufer auf der etwas ruhigeren Mainseite.
Im ursprünglich Handwerkerviertel Dribbdebach noch Fachwerkhäuser, Kopfsteinpflaster und nur noch wenige Apfelweinlokale, sehr amüsant überformtes Äppelwoidorf