Wetter Au - eher wetterkeltisch als wetterwendisch

Das Herz Hessens schlägt vulkanisch. In die buckelige Landschaft mit sanften Tälern gestreut sind Städtchen mit beschaulichen Gassen und ansehnlichem Fachwerk, manch Schroffes und mehr oder nicht mehr Trutziges. Zahllose Bächlein verlocken dazu, sie ausgibig zu begleiten und das Naturell tief in sich aufzunehmen, zu genießen.

Echzell

Gemeinde mit rund 5.600 EW (2012)
Ausstellung zur römischen Ortsgeschichte. Die Grenze zwischen Römischen Reich und Germanien verlief auch zwischen Vogelsberg und Wetterau.

Florstadt

Stadt mit rund 8.700 EW (2012) an der Nidda im Grünen Herzen der Goldenen Wetterau, A45
Während der Chattenkriege (83-85) wurde vom römischen Kaiser Domitiani mit Ausbau des Limes auch ein Kastell bei Ober-Florstadt angelegt. Nachdem sich die Römer 260 auf die Rheingrenze zurückzogen hatten, blieben wurden Siedlung Nieder- und Ober-Florstadt erhalten und fränkisch weiter besiedelt.
Im 8. Jh. war Florstadt einzig anerkannter Königshof und Verwaltungszentrum in der Wetterau. 1365 erhielt Lehensherr Gerlach lll. von Kaiser Karl IV. für Florstadt die Stadtrechte.
Kriege, besonders der 30jährige, brachten auch für Florstadt und die umgebenden Orte Leid und Zerstörung. Wurden damit auch die Stadtrechte hinfällig oder wie?
Mit der Gebietsreform von 1972 erneuter Zuerkennung der Stadtrechte und 2007 präsentiert sich Florstadt als gut entwickelter Wirtschaftsstandort. Die Vermischung von städtischem Charakter und ländlichem Flair trägt viel zum hohrn Wohn- und Freizeitwert bei.
sehenswert:
- Saalbau-Museum in Nieder-Florstadt, Altenstädter Str. 18
- Rathaus/Bürgerzentrum, pragmatischer dreigeschossiger Bau, von Loggien umkränzer Würfel
zugehörig:
Staden wurde 1150 erstmals urkundlich erwähnt. 1156 wurde in Staden ein fester Burgsitz errichtet. 1304 erwarb der Burgherr vom Kaiser für die Niederlassung die Stadtrechte.
1970 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Nieder-Florstadt und Ober-Florstadt in die neue Gemeinde Florstadt eingegliedert, 1971 folgte Staden, 1972 kamen Nieder-Mockstadt (930 e.u.e.) und Stammheim (1244 e.u.e) hinzu. Und wann Leidhecken (im 12. Jh. erstmals urkundlich erwähnt?

Gedern

Vulkanstadt mit rund 7.600 EW (2012)
Schloss Gedern mit Rentamt und Torbogenhaus am Schlossberg, heute Hotel und Museum
Vulkan-Radweg, Eisenweg, Gederner See
zugehörig:
Mittel-Seemen, Nieder-Seemen, Ober-Seemen, Steinberg, Wenings

Glauburg

Gemeinde mit 3.100 EW (2009) am lang gestreckten basaltenen Glauberg, einer reichen frühgeschichtlichen Fundstätte mit Grabungsfunden aus der Jungsteinzeit; Ringwälle der einstigen keltischen Bergstadt

Hirzenhain

Vogelsberggemeinde mit rund 2.800 EW (2009)
sehenswert:
- Kirche des ehemaligen Augustinerklosters; einst Wallfahrtsort
- Jahrhunderte Tradition der Eisengießerei - Museum.

Limeshain

Gemeinde mit rund 5.400 EW
nahe der A45 noch gut erhaltene Reste des Limes, des Grenzwalls zwischen dem Römischen Reich und dem unbesetzten Germanien, günstig in den Wäldern am südwestlichen Ortsrand von Rommelshausen zu finden

Münzenberg

Stadt mit rund 6.000 EW (2009)
Der Münzenberg weist an seiner Nordseite ein System von Höhlen auf, das noch allerhand Hoffnung auf reiche Münzfunde lässt. Auf dem Berg steht die Burg Münzenberg, eine der größten Burganlagen Deutschlands. 1160 wurde sie unter Kaiser Barbarossa errichtet und landläufig "Wetterauer Tintenfass" genannt. Dummerweise kann sich kaum noch einer vorstellen, wie ein Tintenfass aussieht. Wie die Münzenburg!
weiterhin: Kloster Arnsburg

Nidda

Großgemeinde mit 19.300 EW (2002) in 130-190m ü.NN., von der Nidda (Nebenfluss der Nidder) durchflossen
802 erste urkundliche Erwähnung
sehenswerte Kernstadt Nidda:
- Renaissance-Schloss (um 1600)
- Stadtkirche Zum heiligen Geist (Rennaissance 1615/18);
- Marktplatz, umgeben von schmucken Fachwerkhäusern, u.a. Heimatmuseum, Marktbrunnen
- Nidda-Stausee (1971) zur Minderung der Hochwassergefahr, für Angler und Wassersportler
zugehörig:
ST Bad Salzhausen - , 6 Heilquellen, Sole-Bewegungsbad, Kurpark (um 1800)
Stornfels - aussichtsreich
Unter-Widdersheim - Kindstein
Wallernhausen

Niddatal

Gemeinde im Tal der Nidda vor dem Zusammenfluss in die Nidder, daher schon mal als Niddertal bezeichnet. Das Städtchen Nidda liegt ebenfalls an der Nidda in einem Niddatal, aber weiter nordöstlich. Alles klar?

Reichelsheim (Wetterau)

Stadt mit rund 6.800 EW (2009) in der Ferienregion mit Rathaus und ...?
zugehörig:
Beienheim, Blofeld, Dorn-Assenheim, Heuchelheim, Reichelsheim, Weckesheim

Rockenberg

Gemeinde mit rund 4.200 EW (2012) und einer Rockenburg

Rosbach v. d. Höhe

Stadt mit rund 12.000 EW (2012)
- Rathaus Konrad-Adenauer Straße/ Hoberger Str?
- Rosbacher Mineralquelle
- Burgkirche
natürlich:
westlich der A5 Wald mit schönem Depot der Bundeswehr
Stadtteile/Eingemeindung:
Nieder-Rosbach, Ober-Rosbach und Rosbach vor der Höhe

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Altenstadt 11.800, Bad Nauheim Bad Vilbel Büdingen Butzbach Echzell Florstadt Friedberg (Hessen), Gedern Glauburg Hirzenhain Karben Kefenrod 2.800, Limeshain Münzenberg Nidda Niddatal Ober-Mörlen 5.700, Ortenberg Ranstadt 5.000, Reichelsheim (Wetterau), Rockenberg Rosbach v.d. Höhe Wölfersheim 9.700, Wöllstadt 6.100