Bergen

Stadt mit 13.550 EW (2005) auf 163,77 km² in 77 m ü. NN. im nördlichen Landkreis in der Lüneburger Heide.
In Belsen befand sich das Konzentrationslager Bergen-Belsen, in dem 1941/45 rund 50.000 Häftlinge und 20.000 sowjetische Kriegsgefangene ums Leben gebracht wurden. 15.000 starben noch kurz nach der Befreiung an entbehrungsreicher Qual. Ein Mahnmal und eine Dauerausstellung zur Lagergeschichte erinnern daran.
Ortsteile/Eingemeindung
Becklingen, Belsen, Bergen, Bleckmar, Diesten, Dohnsen, Eversen, Hagen, Hassel, Nindorf, Offen, Sülze, Wardböhmen
seit 1974 gehören weitere Dörfer zur Gemeinde, unter anderem Altensalzkoth, Bollersen, Offen, Eversen, Sülze, Hassel, Beckedorf, Becklingen, Wohlde

Eschede

Gemeinde mit rund 3.800 EW (2012)
Idyllisch ist das Ortszentrum mit seiner alten Kirche.
Im Sommer 1975 gab es in der Umgebung von Eschede großflächige Wald- und Heidebrände.
Nördlich reicht eine um 1900 angelegte Fischteich-Kette entlang der Aschau in den waldreichen Lüß. Am Loher Teich ist ein Fischgeschäft, in dem man Karpfen und Schleien, frisch geräucherte Forellen und Aale kaufen kann. Die von Schilf und Wald gesäumten Teiche sind zum Teil wieder verlandet und zu ungestörten Brut- und Rastplätze verschiedener Vogelarten geworden.

Eldingen

Gemeinde mit rund 2.200 EW (2012) auf 106,31 km² in 87 m ü. NN.

Hermannsburg

Gemeinde mit 8.574 EW (2004) auf 118,63 km² in etwa 50 m ü.NN., von der örtze durchflossen, die am Lutterhof den Lutterbach aufnimmt.
Den Ortskern bildet Hermannsburg, in dem fast die Hälfte der Gemeinde leben. 872 wurde Hermannsburg erstmals urkundlich erwähnt; sein Gründer war Hermann Billung, Markgraf und zeitweilig Stellvertreter Ottos I. im Herzogtum Sachsen.
weitere zugehörig sind die Ortschaften:
Baven, Beckedorf, Bonstorf mit Hetendorf, Weesen.

Unterlüß

Gemeinde mit 4.211 EW auf 77,53 km² in 108 m ü. NN. im Lüß (im Nationalpark Südheide). Der Lüß ist eine hügelig (130m) abgelagerte sandig glaziale Hinterlassenschaft mit Mischwald aus Kiefern, Fichten, Buchen, Eichen und Birken - eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und ein ausgesprochen einsames Heidegebiet.
OT Lutterloh

Wienhausen

Gemeinde mit rund 4.200 EW (2012)
Das ehem. Zisterzienserkloster (14/15. Jh., Backsteingotik), als einstige Familienkloster der Lüneburger Herzöge prächtig ausgestattet, ist heute ein Damenstift

Wietze

Gemeinde mit etwa 8.500 EW am Fluss Wietze kurz vor seiner Mündung in die Allerin und an den südlichsten Ausläufern der Lüneburger Heide.
Wietze - Heidedorf und weltweit der erste Ort, in dem Erdöl gefunden und gefördert wurde - noch vor entsprechenden Bohrungen in Pennsylvania. Von 1859 bis 1963 wurden aus rund 1600 Bohrlöchern fast 3 Mio. t öl geholt. Das Deutsche Erdölmuseum findet sich am Schwarzen Weg bei Wietze, wo noch ein 60 m hohen Bohrturm steht.
Schon seit Jahrhunderten (1652) waren die Teerkuhlen bekannt, aus denen nach reichlichem Niederschlag Teer an der Erdoberfläche austrat. Man nannte das nützliche Zeug Smeer oder Satansspeck und nutzte es vielfältig als Wagenschmiere, Dichtungsmaterial im Schiffbau, Abdeckung von Schäden an Obstbäumen und zur Versorgung von Wunden von Tieren und Menschen (schwarze Salbe). Erst 1899 brach das Ölfieber in Wietze aus, als bei einer Bohrung in einer Tiefe von inzwischen 270 m freifließendes Erdöl an die Erdoberfläche drückte. Der ölboom veränderte Wietze innerhalb weniger Jahre. Die Infrastruktur wurde erheblich verbessert, eine Raffinerie gebaut. Wietze deckte Anfang des 20. Jh. 80% der Inlandsnachfrage. 1963 erfolgte die (fast)endgültigen Stillegung. Zurück blieb ein Abraumhalde, der etwa 40m hohe Ölberg und das Museum über 100 Jahre Wietzener Industriegeschichte.
Ortsteil Wieckenberg:
Stechinelli-Kapelle, erbaut seit 1692/97 von Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli (1640-1694), der als Landdrost 1677 das adelige Gut in Wieckenberg erworben hatte. 1678 wurde er zum General-Erbpostmeister (Taumjob?) der welfischen Herzogtümer ernannt. Er setzte offensichtlich auf die inneren Werte, gestatete die Kapelle äußerlich als Bauernhaus, innen ganz barock.
gebräuchlich: altertümliches Treiben und diverse Konzerte an der historischen Waldschmiede und der Kartoffelmarkt
Ortsteil Hornbostel...

Winsen an der Aller

Stadt mit rund 12.500 EW (2004) auf 155,38 km².
Dat groode Hus im Museumshof am Ufer der Aller mit Wagenremise, Kornspeicher und weiteren Nebengebäuden befindet sich gleich neben dem historischen Backstein-Amtshaus, der klassizistischen Johanniskirche , einer Bockwindmühle (1732);
geo-logisch:
die westlich formierten bis 40 m hohen Winsener Dünen wurden gegen Ende der Eiszeit aufgeweht, sind an dieser Stelle also keine glazialen Geschiebe. Die höchste Düne deckt sich an der Straße von Winsen nach Wietze (Erdölmuseum) südlich vom Baustoffwerk. Meißendorfer Teiche: Ende 19. Jh. zur Fischzucht angelegte rund 100 Teiche am Rand des Osterholzer Moores. Die seltenen Zwergtaucher, Teichrohrsänger und Rohrweihe nisten hier gern und im März und November rasten über 1000 Kraniche im Teichgebiet. Auf einer kleine Halbinsel in den Teichen steht das mit reichem Schnitzwerk und kunstvollen Ziegelmustern versehene Fachwerk-Herrenhaus von Gut Sünder, heute Hotel.
Ortsteile:
Bannetze, Lohheide (?), Meißendorf, Sangenstedt, Scharmbeck, Stedden, Stöckte, Südwinsen, Thören, Tönnhausen, Walle, Wolthausen

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Adelheidsdorf 2.500, Ahnsbeck 1.600, Beedenbostel 1.000, Bergen Bröckel 1.800, Celle Eicklingen 3.200, Eschede Eldingen Faßberg 6.200, Habighorst 700, Hambühren 1.000, Höfer 900, Hohne 1.700, Hermannsburg Lachendorf 700, Langlingen 2.200, Lohheide 800, Nienhagen 6.600, Scharnhorst 650, Unterlüß Wathlingen 6.000, Wienhausen Wietze Winsen