Jülich - einfach festlich

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Stadt mit rund 34.000 EW (2004) auf 90,4 km² in 83 m ü. NN. an der Rur nahei Aachen

ortsgeschichtlich

Im Jahr 50 u.Z wurde Jülich als römische Straßenstation Iuliacum an der Fernstraße Heerlen - Köln gegründet. Ein römische Kastell wurde 881 von Normannen zerstört. 945 wurde das Kastell "lulicha" zum ersten Sitz der Grafschaft.

1234 Stadtrechte durch Graf Wilhelm IV., Bau eine Befestigung fast 100 Jahre später
1239 Zerstörung der Stadt. Damit wollte der Erzbischof von Köln die Grafen und Herzöge von Jülich schwächen. Erst 1279 wurde der Frieden zu Pingsheim geschlossen.
1416 erhielt Jülich von Herzog Rainald von Jülich-Geldern die finanzielle Selbstbestimmung.
1542 begann der Herzog von Jülich einen Krieg gegen Kaiser Karl V. - Auslöser?

1547 Neuaufbau nach vernichtendem Stadtbrand unter Leitung des Architekten Alessandro Pasqualini im Stil der Renaissance - statt krumm und quer viel parallel und rechtwinklig, Burgen wurden vierflüglige Schlösser, Festungsanlagen mit Zitadelle vorgelagert, verstärkt, erweitert mit Batterietürmen und Rondellen.

Nach 1609 mit Aussterben der herzoglichen Linie wurde das Herzogtum Jülich aufgeteilt. Die Stadt gehörte dann zu Pfalz-Neuburg, dann Kurpfalz (1685) und Bayern (1685), zum französischen Departement Roer (1794/1814), ab 1815 zu Preußen...
1860 wurde die Festung geschleift.

1944 wurde die alte Festungsstadt bei einem Luftangriff zu 97% zerstört.
1956 entstand eine Kernforschungsanlage. Heute sieht sich Jülich vor allem als moderne Forschungsstadt

sehenswerte Innenstadt

Der Wiederaufbau des Stadtkerns erfolgte 1949/56 bei Wahrung des überlieferten Renaissance-Grundrisses.
[B] Kulturbahnhof, Bahnhofstraße
[R] Neues Rathaus am Schwanenteich
[S] Stadthalle
[Z] Zitadelle (Anfang 16. Jh., Renaissance) mit vier Bastionen. Sie ist die älteste nördlich der Alpen und durch Bergsenkungen des benachbarten Tagebaues auf Braunkohle gefährdet. Die Festung hat einem Umfang von etwa 800m und ist von einem Graben umgeben. Innerhalb der Zitadelle wurde das herzogliche Schloss erbaut. Davon ist noch der Ostflügel mit Schlosskapelle erhalten.
In der Zitadelle ist heute das städtische Gymnasium und ein Museum untergebracht.

Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Jülich

[1] Propsteikirche Sankt Mariä Himmelfahrt
[2] Kreissporthalle
[3] Hallenbad
[4] Bastion Sankt Jakob am Aachener Tor
[5] Rurtor, letztes der ehemals vier mittelalterlichen Stadttore und nur zum Teil erhalten, dicht am Hexenturm (14. Jh.), einem Wahrzeichen von Jülich.

[6] Brückenkopf (um 1808), fanzösischer Empire. Aufgabe war die Sicherung der Brücke über die Rur, die seinerzeit Grenzfluss war.
[7] Tierpark am Brückenkopf-Park, dem Freizeitpark auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau (1998) mit Garten der Sinne, Minigolf-Anlage, Hochseil-Klettergarten, Weiher mit Kanuverleih.

[8] Freibad am Stadionweg
[9] Christuskirche

natürlich

Naherholungsgebietes Brückenkopfpark
Sophienhöhe - ein durch den Tagebau Hambach entstandener künstlicher Berg mit Wander-, Reit- und Radwegen und günstigen Verhältnissen für Drachenflieger und Wintersportler.

geforscht und entwickelt
Stadtteile/Eingemeindung
Lage einiger Orte im Stadtgebiet von Jülich

Altenburg, Barmen, Bourheim, Broich, Daubenrath, Güsten, Kirchberg, Koslar, Lich-Steinstraß, Mersch, Merzenhausen, Pattern, Selgersdorf, Serrest, Stetternich, Welldorf