Erkelenz

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Stadt mit etwa 43.200 EW (2005) auf 117,35 km²

ortsgeschichtlich

Ein Römer mit Namen Herculentius könnte dem Ort seien Namen vererbt haben.
966 erstmals urkundliche Erwähnung als Herclinze mit Schenkung Kaiser Otto des Großen.

Die Lage am Schnittpunkt der alten Handelsstraßen zwischen Köln-Roermond und Krefeld-Aachen verhalf Erkelenz zu einer dynamischen Entwicklung.

Voraussetzung für die Stadtwerdung im Jahre 1326 war die Anlage einer endet wurde. Die Mauer war an vier Stellen von Toren durchbrochen: das Brücktor (Brückstraße), das Maartor (Aachener Straße), das Oerather Tor (Roermonder Straße) und das Kölner- bzw. Bellinghovener Tor

1326 Stadtrechte, verliehen durch Graf Reinald II von Geldern. Die Befestigung der Stadt mit 4 Toren zog sich bis ins 16. Jh. hin.
1713 fiel Erkelenz an das Herzogtum Jülich
1794 besetzten die Franzosen Erkelenz
1815 wurde Erkelenz als Sitz der Kreisverwaltung

Ende 19. Jh. wurde der Sitz einer Bohrgesellschaft von Straßburg nach Erkelenz verlegt, was weitere Industrieansiedlungen heranzog.

1944 wurde die Stadt durch Bomben und Granaten stark zerstört.

sehenswerte Innenstadt

[A] Altes Rathaus (1546), späte Backsteingotik, anmutig schlicht, mit Spitzbögen, die auf viereckigen Pfeilern ruhen, und steil aufragendem Walmdach. 1756 weitgehend versachlicht, wude das Gebäude im Zweiten Weltkrieg Beschädigt und nach Restaurierung 1956 zum Alten Rathaus.

[B] Bahnhof
[M] Marktplatz
[K] Kölner Tor. Ein Mauerrest in der Fußgängerzone erinnert an die Zeit der Stadtbefestigung.
[R] Rathaus, Stadtverwaltung
[S] Stadtpark
[Z] Ziegelweiherpark
[1] Kirche St. Lambertus (15. Jh.), Spätgotik

Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Erkelenz

[2] Herrenhaus Spiess (1806), Spätbarock zum Klassizismus tendierend. War jener Johannes Josef, französischer Kommissar des Departements Roermond, in der Tat ein Spiesser, vielleicht mit einem Hang zum Größenwahn, ein kleiner Göhring? Jedenfalls schmückte er sein Eigenheim mit allerlei konfiszierten Attributen der Macht: Am Eingangstor das Wappen des Freiherrn von Spiering von Schloss Tüschenbroich, Löwen aus dem Kreuzherrenkloster Wegberg vor dem Haus. Und Innen heute als blendende Verführung das Trauzimmer der Stadt. Sie übernahm 1978 das Objekt.

[3] Stadthalle
[4] Hallen- und Freibad
[5] Burg Erkelenz. Diese Burg des Herzogs von Geldern wurde 1377 erstmals urkundlich erwähnt. 1500/1501 wurde sie saniert und verändert. Erhalten ist der Burgfried - 23 m hoch, quadratisch. Ein schmucker Aborterker wird von der frühen Mittagssonne erleuchtet. Der Wolfsturm wäre heute eine alternative Location. Ein schulterbreites Loch führte von oben hinein, heraus ging es nach unten durch den Hades. Im Mittelalter war die Burg Bestandteil der Stadtbefestigung.

weiterhin:

Gut Hohenbusch. 1302 gründeten hier Kreuzherren ein Kloster, das sich zu einem der reichsten rheinländischen Klöster entwickelte. 1802 erfolgte unter Napoleon die Auflösung und der Abriss der Klosterkirche. 1983 erwarb die Stadt das einstige Klostergelände und 1986 das umliegende Land. Nach Sanierung bietet die Anlage mit ihren Gebäude, Hof und Park ein beeindruckendes Bild. Allein das zweigeschossige Herrenhaus (im Kern 16. Jh.) ist gute 38 m lang. Die Zehntscheune stamm aus 1720.
Kückhoven miot dem wohl ältesten erhalten gebliebene Holzbauwerk der Welt - ein Brunnen der Bandkeramiker, um 5000 v.d.Z.!

natürlich?
kulturell

Ausstellungen, Konzerte und Empfänge im Alten Rathaus, Haus Spiess und auf der Burg

Stadtbezirke/Eingemeindungen
Lage einiger Orte im Stadtgebiet von Erkelenz

Mit kommunaler Neugliederung wurde Erkelenz am 01.01.1972 mit den Gemeinden Gerderath, Golkrath, Kückhoven, Schwanenberg, Venrath, Granterath, Lövenich, Borschemich, Holzweiler, Immerath, Keyenberg und den Orten Geneiken und Kuckum zusammen geschlossen und verlor seinen Kreissitz.