Trier - älteste deutsche Stadt - Welterbe

Trier Hauptmarkt © beatuerk

Großstadt mit 102.000 EW, Universitätsstadt, Verwaltungssitz des Landkreises Trier-Saarburg und Moselstadt - ohne Wein kein öffentliches Leben!

ortsgeschichtlich

Trier bzw. Augusta Treverorum wurde 16 (oder 17?) vor Christus von den Römern unter Kaiser Augustus gegründet und gilt somit als älteste Stadt Deutschlands.

Ende 3. Jh. wurde die dann Treviris genannte Stadt römische Kaiserresidenz und Hauptstadt des weströmischen Teilreiches, war insgesamt rund 400 Jahre römisch. Zu jener Zeit soll die Stadt über 70.000 Einwohner gezählt haben - nach damaligen Dimensionen eine Weltstadt!
Von der römischen Zeit kündigen die Porta Nigra, die Palastaula, die Kaiserthermen, das Amphitheater und natürlich zahlreiche Bodenfunde, die man im Rheinischen Landesmuseum besichtigen kann.

Schon früh gab es in Trier auch erste Christengemeinden. Der romanische Dom und die frühgotische Liebfrauenkirche sind aus einer solchen frühchristlichen Anlage entstanden.

958 erhielt Trier Marktrecht

Im Mittelalter war Trier Residenzstadt von Erzbischöfen und Kurfürsten. Später verlor die Stadt an Bedeutung. Die Kriege brachten Trier im 17. Jh. an den Rand des Untergangs. Um 1700 hatte die Stadt nur noch 3.000 Einwohner.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Trier erheblich beschädigt, doch davon ist im Stadtzentrum nicht viel zu spüren.

sehenswerte Innenstadt

Die bestehende Bausubstanz dokumentiert die bis in die römische Zeit zurückgehende Entwicklung.

sehenswerte Innenstadt von Trier

[R] Rathaus, [M] Hauptmarkt
[1] Porta Nigra - Wahrzeichen der Stadt: größte noch erhaltene romanische Torburg, nie fertiggestellt, im Mittelalter Umbau zur Kirche in Kombination mit dem westlich anschließenden Simeonstift, durch Napoleon in Wertschätzung Roms rückgängig gemacht. Das Chor der Simeonkirche in der Porta Nigra ist noch erhalten. Vom Stift blieben Kreuzgang und Refektorium. Viel liegt immer noch im Dunkel, zwei Drittel getätigter Grabungen sind noch nicht richtig ausgewertet (2005); Museum Simeonstift, auch Ausstellungen moderner Kunst.

[2] Dreikönigenhaus: spätromanisch um 1230.
[3] Rotes Haus (1684) und die Steipe (1483), früher Trink- und Tränkhaus der Bürger.
[4] Frankenturm (11. Jh.), eines der frühesten Wohngebäude in Deutschland
[5] Kirche St. Gangolf, spätgotischen; In Sichtweite östlich der romanische Dom St. Peter (11./12. Jh.), eine der ältesten Kirchen Deutschlands, südlich davon die frühgotische Liebfrauenkirche (um 1270)

[6] Palastaula, Basilika, Aula palatina: erbaut unter Kaiser Konstantin (um 300), groartiger Innenraum, eine technische Meisterleistung. Anschließend das Kurfürstliche Palais, Renaissance, Rokoko, Treppenhaus.
[ 7 ] Jesuitenkiche, alte Uni
[ 8 ] Spielzeugmuseum
[ 9 ] Karl-Marx-Haus: barockes Bürgerhaus mit Karl-Marx-Museum.
[10] Pauluskirche, barock, schöne Innenausstattung
[11] Barbarathermen, Rom ebenbürdig. Die Pfeiler der nahe Römerbrücke stammen noch aus römischer Zeit, der Brückenbogen von 1718.
[12] Kaiserthermen aus der Zeit um 300 über röm. Villenviertel nahe Kaiserpalast, in denen wohl nie jemand gebadet hatte, denn der Bau wurde im 4.Jh abgebrochen, Planänderung!
keine 400 m östlich ein um 100 n.d.Z. erbautes Amphitheater, das 20.000 Zuschauern Platz bot und auf Zuschauer von außerhalb vorbereitet war.
[13] Palastgarten, recht erholsam; Das Rheinisches Landesmuseum Ostallee 44 präsentiert vorwiegend Funde aus der Römerzeit

erbaulich

Zurlauben - ältestes Fischerviertel nördlich der Altstadt

Trier vom Hausberg gesehen © Marianne Hamann
Veranstaltungen
lehrreich:

Weinlehrpfad, 3 km, Ausflüge mit Start am Amphieheater
Stadtbibliothek: mittelalterliche Handschriften, ständige Sonderausstellung.
Universität Trier FH Trier

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