Püttlingen, die Stadt im Köllertal

Stadt mit rund 18.700 EW (2013), 20.000 EW (2009) auf 23,94 km²
ortsgeschichtlich

Das Köllertals und Gebiete von Püttlingen war seit Urzeiten Siedlungsgebiet auf Zeit.

1075–1122 erste urkundliche Erwähnung(en)
1223 erste urkundliche Erwähnung der Martinskirche, deren Wurzeln in das 7./8. Jh. reichen
1326 erste urkundliche Erwähnung der Wasserburg Bucherbach, Stadtteil Köllerbach

1341, spätestens 1354 erfolgte der Bau der beiden Wasserburgen in Püttlingen.
Über die Grafen von Kriechingen (Lothringen) und Ostfriesland kam die Herrschaft Püttlingen ab 1721 an die Grafen von Wied-Runkel, die sie 1778 an den Fürsten von Nassau Saarbrücken verkauften.

1635 - im Dreißigjährige Krieg - wurden die beiden Püttlinger Burgen geschleift, die Bevölkerung stark dezimiert. Während von der Burg Bucherbach noch heute stattliche Ruinen zeugen, erinnern heute an die Wasserburg in Püttlingen im Stadtpark einige Steinquader, die die Ausmaße der Burg oberflächlich abbilden.

Im zweiten Pariser Frieden von 1815 wurde die Region Bestandteil der neu gebildeten preußischen Rheinprovinz.

Die entscheidenden Impulse für die Entwicklung brachte der Bergbau. Die Abteufung der Steinkohlegruben Viktoria I und II in Püttlingen (1866 und 1881), die des Aspenschachtes (1891) und der Grube Viktoria III (1902) im Köllerbacher Ortsteil Engelfangen, mögen als Beispiele hierfür genügen.

Der starke Zustrom von Arbeitskräften ließ die Bevölkerung rasch anwachsen

1963 wurde die letzte Kohlengrube geschlossen. Die Montankriese schlug zu.
1868 wurde Püttlingen eigenständige Gemeinde.
1968 erhielt Püttlingen die Stadtrechte, Ernennung zur Stadt
1974 wurde die neue Stadt Püttlingen mit der Gemeinde Köllerbach gebildet.

sehenswerte Innenstadt

Hohe Wohnqualität im weitgehend sanierten Stadtkern, weniger Raum für Nostalgie, viel Platz zu leben - vielleicht...

[B] Bahndamm, 1988 in der Stadtmitte abgetragen, der Bahnhof an der Bahnhofstraße ist inzwischen nur noch eine gastronomische Erinnerung an den einstigen Schienenverkehr.

[K] Köllertalstraße, zur Burgruine Bucherbach und zum Uhrenmuseum

[R] Rathaus I am Rathausplatz, 1913/14 nach Entwurf von Ludwig Nobis erbaut, Neubarock, Walmdach mittig gewölbt, rückseitiiger Erweiterungsbau (1966/69). Das (technische) Rathaus II befindet sich in Köllerbach.

[S] Stadtpark mitten in der Stadt
[V] Am Viktoriaschacht

Markantes und Sehenswertes in Püttlingen

[1] Jagdschlösschen (1790) des Fürsten Ludwig von Nassau-Saarbrücken, Spätbarock - inzwischen stark verändert. 1868 bis 1904 wurde das Gebäude als Rathaus genutzt.

[2] Hexenturm. Zwischen 1341 und 1354 erbaute Ritter Johann von Forbach eine Wasserburg. Daneben wurde später ein Rundturm errichtet, von dem – im 30- jährigen Krieg teilzerstört – heute nur noch das Bruchsteinmauerwerk erhalten geblieben ist. Seit 2004 an der Oberfläche markierte Burgmauer
[3] Post
[4] Stadthalle am Burgplatz
[5] Turnhalle
[6] Liebfrauenkirche in Bengesen (1888/90), neugotischer Historismus, dreischiffige Basilika ohne Querhaus, eintürmig
[7] Kirche St. Sebastian (1908/1909), Neubau anstelle Vorgängerkirche (13. Jh.), Neuromanik in Anlehnung an die Abteikirche Maria Laach.

weiterhin:
- Martinskirche (8. Jh.) mit gut erhaltenen Wandmalereien
- Ruine Burg Bucherbach, Wasserburganlage
- Köllertaler Bauernhäusern mit ihren steilen langgestreckten Dächern
natürlich

Püttlinger Stadtwald im Süden
NSG Berghalde Viktoria
Schieferberg

event

Ausstellungen im Schlösschen

museal
kulturell
Orte/Eingemeindungen
Markantes und Sehenswertes in Püttlingen

1974 wurde die bisher selbständige Gemeinde Köllerbach mit seinen Orten Engelfangen, Etzenhofen, Herchenbach, Kölln, Rittenhofen und Sellerbach mit der Stadt Püttlingen zur neuen Stadt Püttlingen vereint.

außerdem zugehörig:
Bengesen, Berg und Ritterstraße