am Nabel der Welt

Brockenstein © André Reichardt

Als im Mittelalter am Harzrand erste Siedlungen entstanden, wurde der Harz mit seinen dichten Wäldern, schroffen klippen und oft tiefhängenden Wolken noch lange Zeit ängstlich gemieden. Der Gipfel des Brocken (1142m) gibt sich meist geheimnisvoll benebelt und zieht Brockenhexen ebenso an wie Könige und Dichter wie Heinrich Heine. Heinrich der I. erhob die Region um den Brocken zum Nabel der Welt. Am besten erreicht man ihn von Wernigerode aus schmalspurig mit der Harzquerbahn, fährt bis Drei Annen Hohne und steigt dort in die Brockenbahn um. Wo zwischen Steinen, Hochmooren und Wächtern die besten Heidelbeeren und Schmugglergenerationen heran wuchsen, verlief lange Jahre eine Staatsgrenze.

Bad Suderode

Gemeinde mit rund 1.700 EW;
Der kleine Kurort liegt am Nordosthang des Harzes. In unmittelbarer Nachbarschaft laden die romanische Stiftskirche Gernrode und die historische Altstadt von Quedlinburg zum Kennenlernen ein.
Im Kur- und Gesundheitszentrum stehen den Gästen ein 32C warmes Calciumsole-Therapie- und Schwimmbad mit Innen- und Außenbecken, ein Wellness-Center für Fitness- und Koordinationstraining, Sauna, Solarium, Restaurant und Café zur Verfügung.

Ditfurt

Gemeinde mit rund 1.600 EW (2011)

Falkenstein/Harz

junge Stadt mit rund 5.500 EW (2012) in den weiten Feldfluren des Harzvorlandes, den Mittelgebirkswäldern des östlichen Unterharzplateaus und in der sich öffnenden Selkeaue;
Name der Stadt nimmt Bezug auf die im Selketal liegende Burg Falkenstein, einer Sehenswürdigkeiten der Straße der Romanik.
Die Konradsburg in OT Ermsleben wurde errichtet zum Schutze des Reichsgutes Harz. Weder Wehrtürme noch ein Bergfried oder Palais erinnern heute an jene wehrhafte Burganlage. Nach 1120 verließen die Konradsburger den etwa drei km südlich von Ermsleben gelegenen Bergsporn, errichteten im Selketal die Burg Falkenstein und nannten sich ab 1142 nur noch Falkensteiner.
Auf der Konradsburg aber wurde ein Benediktinerkloster gegründet, das in den folgenden Jahrhunderten ein geistiges und wirtschaftliches Zentrum des Umlandes war. 1526 wurde es im Ergebnis des Bauernkrieges aufgegeben. Erhaltene Restbauten sind die prächtige Krypta und ein Brunnenhaus mit Esels-Tretrad. Gegenwärtig werden die Gebäude auf der Konradsburg für verschiedene Ausstellungen, Feste und Konzerte genutzt.
[R] Rathaus im Ortsteil Ermsleben mit Brunnen und Nagelstein - was bedeutet der?
erholsam:
- Landschaftspark in Degenershausen, erholsamer ehemaliger Gutspark, 1834 als Hochzeitsgeschenk des Amtsrates Johann Christian Degener aus Braunschweig für seine Tochter Amalie gedacht, 1924 verändert.
- Naturschutzgebiete: Selketal, Friedrichshohenberg, Clusberg
- Flächennaturdenkmal an der Konradsburg
Ortsteile:
Endorf, Ermsleben, Meisdorfum, Neuplatendorf, Pansfelde, Reinstedt, Wieserode

Gernrode

Stadt mit rund 3.500 EW (2011), 4.900 (1980)

Gernrode

Romanische Stiftskirche (961) mit typisch niedersächsischen Stützwechsel von Arkadenpfeilern und monolithischen Säulen, letztere mit romanischen Kapitellen geschmückt. Die hohe Wand über den Säulen ist durch orientalisch angehauchte Emporen durchbrochen. Mehr als einen Augenblick wert sind die mit Säulenkapitellen verzierten romanischen Fenster. Einer der wenigen und wichtigsten Kirchenbauten aus ottonischer Zeit!


Seit 1967 wurden in Gernrode Kuckucksuhren hergestellt. Eine reichliche Generation später pochen die Schwarzwälder auf Kuckucksprivilegien. Die aber vergab einst der Kaiser, zum Kuckuck!

Groß Quenstadt

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2011) auf 15,65 km² in 95 m ü.NN.
im nördlichen Harzvorland an der Holtemme, nordöstlich von Halberstadt

Harsleben

Gemeinde mit rund 2.200 EW (2011)

Harzgerode

alte Bergstadt mit rund 6.000 EW (1985), einst Zentrum des Bergbaues - silberhaltiger Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies und Roteisenerz. Zuletzt vor allem Holzindustrie, Metallverarbeitung und Tourismus. In Harzgerode wurde über Jahrhunderte Bergbau betrieben und Erz verhüttet. Der Kunstguß erlebte hier im 18. Jh. Triumpfe;
erbaulich:
Burg Anhalt (?) Schloss (1552); Rathaus (17. Jh.), Fachwerkhäuser (17./18. Jh.)
willkürlich:
Alexisbad Kurort, 1810 gegründet durch Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg, im devonischen Schiefertal der Selke mit liebevoll individuellen Fachwerhäuselperlen;
Mägdesprung (?)
Naturschutzgebiet Selketal zwischen Harzgerode OT Mägdesprung und Falkenstein OT Meisdorf erstreckt sich das Selketal. Eine Wanderstrecke entlang der Selke führt durch alte Eichen- und Buchenwälder, vorbei an typisch Harzer Ortschaften. Das Tal kann aber auch mit der nostalgischen Selketalbahn durchfahren werden. Fahrplanauskunft -> www.selketalbahn.de

Hedersleben

Gemeinde mit rund 1.500 EW (2011) auf 16,47 km² in 101 m ü.NN. an der Selke nahe der Bodemündung
NSG Wald Hakel

Huy

Gemeinde mit rund 1.500 EW (2011)
Um den nordwestlich von Halberstadt liegenden Huy (314m) liegt weites ebenes Land mit güldenen Bächen bis an das Große Bruch und über den Kreis an die Magdeburger Börde im Norden und das Harzvorland im Süden reichend.
- der Ort Huy weist viele historischen Gebäude aus dem 16./18. Jh.
- Ruine der Huysburg am Berg Huy;
- Kloster Huysburg (11. Jh.) mit zweitürmiger Klosterkirche, Bau im Übergang zur Hochromanik
- Der Fallstein wartet auf seine Neuentdeckung und das Potential.
- OT Dedeleben zwischen Huy und Fallstein:
Mit der Westerburg (Romanik Hotel) liegt man zu Recht an der Straße der Romanik, denn sie ist immerhin die älteste noch erhaltene Wasserburg Deutschlands. Die frühe Besitzgeschichte der Anlage liegt im Ungewissen. Grundriss und Lage weisen auf eine alte germanische Siedlung wahrscheinlich zu Beginn unserer Zeichung hin. Die Burg selbst könnte zwischen 770-780 während der Sachsenkriege Karls des Großen als vorgeschobener fränkischer Stützpunkt gegründet worden sein. Die erste urkundliche Erwähnung der Westerburg erfolgte 1052.

Nordharz

Gemeinde mit rund 8.000 EW (2011) auf 96,42 km² in 170 m ü.NN.

Schwanebeck

Stadt mit rund 2.500 EW (2011)

Selke-Aue

Gemeinde mit rund 1.400 EW (2011) und einer Burg im OT Hausneindorf

Sommersdorf Börde

Gemeinde mit rund 1.500 EW (2011)

Wegeleben

Harzstädtchen mit rund 2.800 EW (2011) auf 51,76 km² in 98 m ü. NN. im östlichen Vorharz
- Eulenturm - Stadttorturm 12.(?) Jh.
- Kirche St. Valentin aus dem 14. Jahrhundert in Deesdorf.
Ortsteile:
Adersleben, Deesdorf, Rodersdorf (2001 eingemeindet)

Städte und Gemeinden im Kreis
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