Lauenburg - Schifferstädtchen am Nordufer der Elbe

Lauenburg: Ein Verein kümmert sich um den alten Raddampfer aus Dresdener Werkstatt, der im Jahre 1900 eine erste schwarze Rauchfahne über die Gewässer wehen ließ.

fotos © schuldes / fotobee.de - Raddampfer am Elbufer in Lauenburg

Kleinstadt mit rund 11.500 EW (2008) auf 9,54 km², an der Elbe gegenüber dem niedersächsischen Ort Honstorf gelegen und im Osten durch einen knapp 3 km breiten Saum von Mecklenburg-Vorpommern getrennt.

1182 erfolgte der Bau der Feste Lauenburg durch Bernhard von Askanien. Die Gründung einer Stadt wird gern zum gleichen Zeitpunkt angenommen, erfolgte aber vielleicht auch erst 1209 durch Dänen, die sich zuvor die Grafschaft aneigneten. Wahrscheinlich wuchs die Ansiedlung etappenweise und wurde erst später planmäßig zur Stadt ausgebaut.(?)

1260 erhielt Lauenburg Stadtrecht, war bis 1689 Residenz des Herzogtums Lauenburg. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter zu einem wichtigen Handelspunkt.

1810 bis 1813 gehörte das Herzogtum Lauenburg zum französischen Kaiserreich.
1865 kam Lauenburg wieder an Preußen.

Im Zweiten Weltkriegs blieb die Stadt weitgehend frei von Zerstörungen. Die Lauenburger Elbbrücke wurde 1945 von den Deutschen gesprengt, was britische Streitkräfte nicht aufhalten konnte.

Oberstadt

Sie ist modern bebaut.
[S] Das Schloss wurde 1616 bei einem Brand zerstört. Der verbliebene Schlossturm ist ein Wahrzeichen der Stadt und zu ersteigen über wenige Stufen. Dann hat man die Unterstadt gut im Blick.

sehenswert historische Altstadt
Elbschifffahrtsmuseum und Information am Markt von Lauenburg

Zahlreichen Fachwerkhäuschen, überwiegend aus dem 16. und 17. Jh.. schmiegen sich an kurvigen Straßen und an die Hoffnung, weitere Hochwasserkatastrophen heil zu überstehen.

[m] Elbschifffahrtsmuseum


Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Lauenburg

[B] Bahnhof
[E] Elbstraße. Zur Blütezeit Lüneburgs war der Handel hier an der durch die Stadt verlaufenden Alten Salzstraße bedeutend.

[M] Marktplatz, recht klein
[S] Stadtverwaltung im Schlossbau, anbei Schlossturm
[X] Holländer-Galerie-Mühle (1871/73) mit Mühlenmuseum.


Rufer am Elbufer

[1] Palmschleuse (1725) am Stecknitzkanal. Sie ist die älteste gemauerte Kammerschleuse Europas an der ältesten künstlichen Wasserstraße Europas. Da lässt sich gut erkunden, wie der Schiffsverkehr einst betrieben wurde. Im alten E-Werk besteht seit 2012 ein Fahrradmuseum.

[2] Schiffsanleger. Eine "Rufer" am Ufer will immer noch vorüber fahrenden Schiffen zurufen. Da muss er lange ausharren.

[3] Altes Schifferhaus, Fährleutehaus;
anliegend der Raddampfer Kaiser Wilhelm (1900, Dresden)


Messingsches Haus am Markt ist das älteste der Stadt Lauenburg

[4] Künstlerhaus. Auch dieses Fachwerkgebäude wurde mit dem Hochwasser 2013 stark durchspült und geschädigt.

[5] Messingsches Haus (1573) am Markt, das älteste der Stadt. Beachtlich ist auch die Alte Apotheke mit ihrer schnuckeligen Tür.

[6] Maria-Magdalenen-Kirche am Kirchplatz (um 1220, Romanik). im 16. Jh. Umbau zur Residenzkirche mit Grabgelege derer von Sachsen-Lauenburg
[7] Fürstengarten mit Grotte


event

Fest der Schipperhöge im Januar mit Umzug durch die Stadt.1635 wurde die Schifferbrüderschaft gegründet und sie besteht immer noch.

Stadtteile/Eingemeindung

1872 werden die drei Vorstadtgemeinden Untermberge, Hoherweg und Oberbrücke mit der Stadt Lauenburg vereinigt. Mit Schnakenbek und Buchhorst wuchs die Stadt weiter.