Springe - an der Deisterpforte

Springe am Deister, die Marienburg

foto © Dirk Schröder / pixelio.de - Marienburg am Deister

Stadt mit rund 30.000 EW (2004) auf 159,79 km²

Hier fällt der Große Deister hinab, um sich Richtung Süden als Kleiner Deister noch einmal bis zu 378 m aufzurichten. Dazwischen liegt die Stadt Springe.
ortsgeschichtlich

Ende 10. Jh.(?) als Helereisprig in einer Schrift des Bistums Hildesheim erwähnt.
1013 erstmals urkundlich als Hallerspringe - Ort an der Hallerquelle - erwähnt

1282 errichteten die Grafen von Hallermund hier ihre neue Stammburg und befestigten die wohl erst mit entstehende Siedlung, die somit auch Stadtrechte erlangt hat. Später war hier auch eine Seitenlinie der Hallermunder heimisch, die Grafen von Kevernburg.
Das Herrschaftsgebiet wurde später zum Amt Springe, war 1884 bis 1974 der Landkreis Springe mit der Stadt Springen.

Seit den 1920er Jahren entwickelte sich die Springe kontinuierlich zu einer Mittelstadt mit entsprechenden Zuwachs an Einwohnern.
Außerdem ist sie staatlich anerkannter Erholungsort - seit?

sehenswerte Innenstadt

Es bestehen noch mehrere Ackerbürgerhäuser, vor allem an der Bahnstraße und Burgstraße.
[R] Rathaus
[M] Markt, umgeben von schmucken Fachwerkhäusern, dabei Haus Peters (1619), Weserrenaissance mit reichlichem Schnitzwerk.
Der Marienbrunnen ist mit der Figur einer Holzsammlerin (!) besetzt. Der hölzerne Ratsnachtwächter Heinerich beschützt sie und weist Ortsfremden den rechten Weg - bei Tag und Nacht.

Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Springe, Krs. Hannover

[A] altes Rathaus
[B] Bahnhofstraße, zum Bahnhof

[m] Museum, ehemaliger Kornspeicher auf dem Burghof. Die Wasserburg des Grafen von Hallermunt ist längst Geschichte

[1] St.-Andreas-Kirche
[2] Glockenturm zum Obern Tor
[3] Amtsgericht
[4] Bücherei
[5] Volkspark


weiterhin:
- Jagdschloss Springe (1836 /42), Planung: Hofbaumeisters Georg Laves später aufgestockt
- Klostergut Wülfinghausen am Rand des Osterwaldes. Das Kloster, 1236 gegründet, Anfang 19. Jh. in ein Damenstift überführt.

museal

Museum auf dem Burghof im ehemaligen Kornspeicher. Grafen von Hallermunt legten hier im Mittelalter eine Wasserburg an.

sportlich

- Hochseilgarten
- nördlichstem Skigebiet Deutschlands

erholsam

Naherholungsgebiet Saupark mit Wisentgehege. Der Park war ursprünglich 1836/39 als königliches-hannoversches Hofjagdrevier auf 16,3 km Länge ummauert worden. Seit 1954 der Park mit den angrenzenden Wäldern des Nesselberges ein Naturschutzgebiet.

event
Stadtteile/Eingemeindung
einige Orte  im Stadtgebiet von Springe

Alferde, Altenhagen, Alvesrode, Bennigsen, Boitzum, Eldagsen, Gestorf, Holtensen, Lüdersen, Mittelrode, Springe, Völksen, Wülfinghausen

Alle diese Ortes wurde alle zwischen 10. und 12. Jh. urkundlich genannt.