zwischen Steigerwald und Frankenhöhe

Aischgründer Spiegelkarpfen sind eine regionale Spezialität. Im Naturpark Steigerwald aber isst das Auge mit! Streuobstwiesen und Hutungen prägten die Landschaft nachhaltig in einem der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands.

Burghaslach

Markt mit rund 2.500 EW (2007) auf 43,98 km² in 296 m ü. NN. an der A3, eingebettet in eine reizvolle Hügel- und Tallandschaft
- Gemeindeverwaltung: Kirchplatz 12
- Fürstlich Castell'sches Schloss.
1314/22 wurde das "Castrum Haselach" im Lehenbuch des Bischofs Gottfried von Würzburg als Lehen der Grafen zu Castell genannt. Kurz darauf traten die Herren v. Hohenlohe-Speckfeld als Besitzer der Burg in Erscheinung, die Burg als Lehen an die Herren von Vestenberg gebend. Ab 1412 bis zum Aussterben der Herren v. Vestenberg 1687 noch einmal diese Wechselei. Dann fiel das Schloss mit der halben Herrschaft Burghaslach an die Grafen zu Castell zurück, die es seitdem als Amtsschloss nutzen.
Von 1778 tis 1787 lebte hier als Witwe die hochgebildete Gräfin Ferdinande Adriane zu Castell-Remlingen, geb. Gräfin zu Stolberg-Wernigerode.
Im 18. Jh. wurde das Schloss im klassizistischen Stil neu erbaut. Im älteren Nordflügel befinden sich noch Mauerreste aus dem 17. Jh. Anstelle der Schlossscheune wurde im Westen ein Neubau der Fürstlich Castell'schen Bank errichtet.
- Wasserschloss in Breitenlohe
- Freibad, solarbeheizt
- Wald- und Naturlehrpfad, Ausgangspunkt Waldspielplatz Fürstenforst
OT Kirchrimbach:
Mauritiuskirche - prägnanter Turmaufbau mit Fachwerk (1681), Kirchenschiff 1731/32 erneuert, bekannt durch ein Gemälde von Matthias Schiesti als "Schiesti Kirche" oder "Kirchlein in Franken"

Dietersheim

Gemeinde mit rund 2.100 EW (2012) im Tal der Aisch zwischen den Ausläufern der Frankenhöhe und des Steigerwaldes

Skyline of Dietersheim im Steigerwald

Dietersheim selbst ist ein sauberer gepflegter Ort und ruhig, solange kein Fremdling die Aufmerksamkeit der Hunde erregt. Und das tut er.

Auf einem Acker bei Dietersheim wurden Münzen aus keltischer Zeit gefunden.


Das bereits 744 als freies Reichsdorf erwähnte Dottenheim wurde im Dreißigjährigen Krieg völlig zerstört und östlich der Kirche neu aufgebaut.

Auch die Orte Unter- und Oberroßbach blicken auf eine lange Geschichte zurück und wechselten oft die Besitzer.Walddachsbach und Oberdachsbach standen 1317 erstmals in einem Würzburger Lehensbuch.


Am Ortsrand von Altheim fand man Reihengräber aus dem 6. und 7. Jh. Daran lässt sich die lange Geschichte Altheims erkennen.

Ein bauliches Kleinod stellt die noch immer von einer Mauer umgebene Wehrkirche St. Marien dar.


zugehörige Ortschaften:
Altheim, Beerbach, Dietersheim, Dottenheim, Hausenhof, Oberroßbach, Pechhütte, Unterroßbach, Walddachsbach

Ergersheim

Gemeinde mit rund 1.100 EW (2012)
St. Stephan (um 1400) am nördl. Ortsausgang
St. Ursula (14. Jh.), ehemalige Kirchenburg, heute Pfarrkirche, herrlicher Flügelaltar (1510) mit Drei-Königs-Gruppe. Herkunft unbekannt. Die Moseskanzel aus dem Jahre 1603 stammt von der Bildhauerfamilie Brenk. Eine Besonderheit ist die Bemalung der Empore.

Gollhofen

Gemeinde mit rund 800 EW (2012), ehemaliger Königshof
St. Johannis (1493) - "Dom des Gollachgaues". Rokokoaltarwand 1765 von Bildhauer Johann Georg Auwera aus Aub und Barockorgel von Veit aus Schweinfurt

Gutenstetten

Gemeinde mit rund 1.300 EW (2012) im Aischtal am Rande des Steigerwaldes

Museum Hirtenhaus in Gutenstetten

Der Ortskern befindet an einer Stelle, für die sich Hinweise auf eine keltische Vorgänger-Siedlung fanden.

Das alte Hirtenhaus an der Hauptstraße 32 ist heute ein Museum für Archäologie und Gemeindegeschichte. Wer sich für die Kelten und fränkische Ortsgeschichte interessiert, könnte sich also auch nach Gutenstetten aufmachen. Aber vorher die genauen Öffnungszeiten erfragen.
Kompakt zeigt sich die Pfarrkirche St. Johannes (1511), Gotik, grauer Sandstein, bedeutender Flügelaltar mit Malerei der Donauschule (Erhard Altdorfer?)


weitere Ortsteile:
- Haag, Kleinsteinach sowie
- Bergtheim: ehem. seckendorfsches Schloss (1743), zweigeschossiges Fachwerk-Giebelhaus
- Pahres - um 800 von Slawen gegründet, Brauerei Hofmann (gegründet 1663)
- Reinhardshofen - 1265 erste urkundliche Erwähnung, Kirche St. Kilian (15.Jh.?, Renov. 1715)

Schloss Rockenbach, Gemeinde Gutenstetten

Das Landschlösschen Rockenbach (1743) ist im Örtlein nicht besonders exponiert eingeordnet und mit diesem waldreich umgeben - eine echte ländliche Parle.


Marktbergel

Marktgemeinde mit rund 1.500 EW (2012)

Markt Bibart

Wohngemeinde und Faschingshochburg mit ca. 2.000 EW (2003) am Südrand des Steigerwaldes und an der B8
eigener Bahnhof Linie Nürnberg-Würzburg, 15 min bis A3 oder A7
816 Gründungsurkunde eines Klosters Megingaudeshausen; frühes Marktrecht (Karl IV.?)

Steigerwaldgemeinde Markt Bibart

Bauernhöfe teils in gewerblicher Umnutzung reichen oft unvermittelt an die Hauptstraße und bilden ein interessantes Ortsbild.

- früheres Rentamt, ehemaliges Gefängnis
- Pfarrkirche (1615) St. Kilian, ehem. Wehrkirche, Kanzel von Brenck, imposanter Altar, Relieffenster


Im Süden der kleine Wolfsee (Bänke!) am Gemeindewald, Steinbruch und Aussichtspunkt, auch ein Biotop - im Norden das überbrückte Bibarttal mit feinen Radwegen und der greifbare Steigerwald.
auskunftfreudig: die Menschen, vielfältiges Freizeitangebot
Ortsteile:
Altmannshausen, Altenspeckfeld, Enzlar, Fuchsbau und Ziegenbach

Münchsteinach

Gemeinde, Urlaubsort mit rund 1.400 EW auf 29,46 km² in 307 m ü. NN. in waldreicher Umgebung

DasMünster Münchsteinach in Mittelfranken ehemaliges Benediktinerkloster mit romanischer Pfeiler-Basilika, spätromanischer Bemalung (1200), Renovierung 1964/70 mit Bezug auf romanisches Raumbild, weist auch einen schönen Innenhof auf, der gemeinsam mit dem Rathaus und Abtschlösschen ein bestaunenswertes bauliches Ensemble ergibt.
weiterhin:
- allerhand Baudenkmale, gut beschildert wie der Weg der Sinne
- Klostermühle (1736)
- Freibad, Freizeitsee 2,5 ha (kein Badesee), Angelmöglichkeit, Camping, Wohnmobil-Stellplätze
Ortsteile:
Abtsgreuth, Altershausen, Mittelsteinach, Münchsteinach,
Neuebersbach - langes Straßendorf mit vielgestaltiger Bebauung, Rennpferdezucht
Weihermühle

Obernzenn

Marktgemeinde mit 2.600 EW (2012)
sehenswert historischer Ortskern:

farbiges Due, die Schlösser in Oberzenn

Besonderheit: Früher war an der Fassadenfarbe zu erkennen, zu welchen Lehensherren die Gebäude und Höfe gehörten. So sind die historischen Gebäude der Freiherren von Seckendorff-Gutend schön Rat und kontrastieren bestens zum Blau der Grafen von Seckendorff-Aberdar.

Das ist vielfach bis heute so geblieben, ganz offensichtlich am Roten und Blauen Schloss, ehem. Wasserschloss, Spätbarock. Es ist ein beeindruckendes Schlossensemble mit Park, Treppenaufgang, Festsaal, Bildergalerie und Museumspädagogischer Werkstatt.


- Pfarrkirche St. Gertraud (1456), neugotisch
- Spittl (ursprünglich 13. Jh.)
- ehem. Wirtshaus Zum Ross (1577)
- Oberzenner See (14 ha) - in idyllischer Lage Baden, Segeln, Surfen, Zelten Am Freizeitsee
- Fingalshöhle
OT Egenhausen: Evang. Wehrkirchenanlage mit Altarbild aus der Schule Tilman Riemenschneider.
OT Unternzenn: Schlossanlage, Pfarrkirche St. Maria mit, Umfassungsmauern des Chores und Erdgeschoss des Turmes noch 15. Jh., sehenswert der Altar, die Kanzel und die Epitaphen.
OT Unteraltenbernheim: Martinskirche, Saalkirche mit Ostturm, sehenswerte Kanzel, Taufstein, Altarkreuz
OT Urphertshofen: St. Nikolauskirche, romanischer Baustil, mittelalterliche Befestigung, sehenswert sind Altar, Kanzel und die Gedächtnistafeln
OT Scharfeneck: Burgruine. Der Bergfried der im Bauernkrieg zerstörten Burg ist erhalten und kann besichtigt werden. Schlüssel wahrscheinlich im Gasthof Münich.

Oberscheinfeld

Marktgemeinde mit rund 1.200 EW (2012) auf 42,26 km² in 331 m ü. NN. herrlich ruhiger Landschaft
sehenswert:
Burgruine Scharfeneck: Der Bergfried der im 30jährigen Krieg zerstörten Burg blieb erhalten und kann besichtigt werden.
- Schlossmühle
- Kirche, Hochaltar (um 1760)
OT Stierhöfstetten:
- attraktives Ortsbild
- Gerhard-Löffler-Freizeitheim mit 70 Betten, Selbstversorgung, für Gruppen ab 20 Personen ist Vollpension möglich
OT Prühl - muss man gesehen haben!

Oberickelsheim

Gemeinde mit nur rund 700 EW (2´012) auf 18,22 km² in 320 m ü.NN.;
OT Geisslingen: ehem. Freidorf an der unterfränkischen Grenze, Kirche mit Altar (1624) von Georg Brenk, einer Bildhauerfamilie aus Bad Windsheim

Trautskirchen

Gemeinde mit rund 1.300 EW (2012) im Streben nach dynamischer und dabei die Landschaft schonender industrieller Entwicklung
sehenswert:
- historischer Ortskern mit typisch fränkischen Fachwerkhäusern neben modernen Bauten
- Barockschloss (1708, v. Seckendorff), dreiflügelig, Wirtschaftshof, terrassenförmiger Garten
- Chorturmkirche (1755), Innenausstattung
- Museum im ehemaligen Tagelöhnerhaus - Geburtshaus des Mitbegründers des Deutschen Gewerkschaftsbundes Hans Böckler, Ausstellung zur Gewerkschaftsbewegung
- Bucher Mühle, ein herschaftlicher Bau
empfehlenswert:
- Generationen-Spielplatz, Treffpunkt für Jung und Alt
- Natur-Lehrpfad, 3 km im Naturpark Frankenhöhe
- Kneipp-Anlage

Uehlfeld

Marktgemeinde mit rund 2.900 EW (2012), Ort am romantischen Flüsschen Aisch zwischen tausend Teichen und dem Naturpark Steigerwald.
Uehlfeld ist von sonnigem Gemüt und einfach zum Anbeißen. Auf dem Bauernhof lässt es sich nicht nur Wohnen und Arbeiten sondern auch Leben und Urlauben.

Am Torhaus von Uehlfeld

Die Aischgründer-Bierstraße führt hier an zwei Privatbrauereien heran oder vorbei, ein Karpfen-Rundweg zum westlich durch einen stattlichen Fichtenwald an der idyllischen Egelsbach-Weiherkette vorbei und weiter nach Schornweisach zum Weisachsee, einem Freizeitsee (1,5 ha) mit Liegewiesen - Baden auf eigene Gefahr!


gewandert

Östlich von Uehlfeld erstreckt sich eine großartige Teichlandschaft, besonders prägnant bei Rohensaas am Weiherblick und bei Gottesgab. Storchenpaare finden hier beste Bedingungen. Rund um den Kirchturm klappert es erfreulich munter. Gegenüber einer der berühmten Brauereigasthöfe Frankens, die Brauerei Prechtel.

Weigenheim

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012) am Südwesthang des Steigerwaldes nahe Frankenberg und Hohenlandsberg bzw. A7/B13;
- Schloss Frankenberg mit Meierei, Besichtigung des Schlossinnenhofes möglich
- Burgruinen Hohenlandsberg und Hinterfrankenberg
- Saalkirche, Klassizismus
- Rundwanderwege an der Bocksbeutelstraße
- etliche Anbieter von Naturprodukten
- kreative Töpfereien
OT Reusch am Fuße des Frankenberges
- Marienkirche (1701) mit spätgot. Flügelaltar (Ende 15. Jh.)
- Hydraulischer Widder
natürlich:
- Mühlental des Iffbaches, Hof Zellermühle, Baumschule mit Park
- Weinparadiesweg (19 km) von der Weinhütte Grefund zu den Reuscher Weinbergen mit der Taubenlochhütte nahe an der Iffquelle
- Weinparadiesscheune mit grandioser Aussicht ins Frankenland
- Rundweg vom Schloss Frankenberg auf dem Steigerwald Panoramaweg vorbei am Scheinbergsee und Scheinberg zur Ruine Hohenlandsberg

Wilhelmsdorf

Gemeinde mit rund 1.700 EW (2012) östlich Neustadt, nahe der Aurach am teichreichen Albach;
Rathaus Hugenottenplatz 8 mit heimatkundlichem Zirkelmuseum
Pfarrkirche, ehemalige hugenottische Hallenkirche (1753) von Isaak Daniel Buirette von Öhlefeld erbaut, zental angebrachter neuzeitlicher Kanzelaltar, Hugenottenkreuz von 1986 an der Empore;
schöne Wanderwege

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Bad Windsheim Baudenbach Burgbernheim Burghaslach Dachsbach Diespeck Dietersheim Emskirchen Ergersheim Gallmersgarten 750, Gerhardshofen 2.500, Gollhofen Gutenstetten Hagenbüchach 1.300, Hemmersheim 700, Illesheim 900, Ippesheim Ipsheim Langenfeld Marktbergel Markt Bibart, Markt Erlbach, Markt Nordheim, Markt Taschendorf, Münchsteinach Neuhof Neustadt a.d. Aisch Oberickelsheim Obernzenn Oberscheinfeld Scheinfeld Simmershofen 880, Sugenheim Trautskirchen Uehlfeld Uffenheim Weigenheim Wilhelmsdorf