Landkreis der mittelalterlichen Fachwerkstädte...

Bad Zwesten

Gemeinde mit rund 4.000 EW (2012)
zugehörig:
Niederurff Burg Niederurff, Betzigerode, Oberurff, Schiffelborn, Wenzigerode

Borken (Hessen)

Stadt mit rund 12.900 EW (2009) im Braunkohlenrevier, Grubenabbau seit 16.Jh., ab 19.Jh. Tief- und Tagebau bis Ende 20.Jh., nun Bergbaumuseum mit Stollen und Freilandteil. Der Borkener Braunkohlerundweg ist 32 km lang.

Edermünde

Gemeinde mit rund 7.300 EW (2012), wo die Eder in die Fulda mündet
zugehörig:
Edermünde, Holzhausen, Haldorf, Grifte, Besse

Felsberg

Eder-Städtchen mit rund 10.600 EW (2009) an einer Basaltkuppe mit nicht vorrangig-protzig, eher zweckdienlich sympatischen Häusern, viel Fachwerk. Auf dem Felssporn Reste der Burg Felsberg, einst Stammburg der Grafen von Felsberg, so Teile der Ringmauern und der Bergfried - wegen seiner Form als Butterfaß bezeichnet. Das sieht man weithin. Besser ins Land sehen kann man vom Turm des gegenüber liegenden Burg Heiligenberg (400m).
ST Böddinger mit nördlichstem Weinberg Hessens an der Eder

Gudensberg

kleine Kulturhauptstadt im Chattengau mit rund 9.000 EW (2009) auf 46,50 km² in 221mü.NN. I
sehenswerte Altstadt
- Fachwerkstil
- neu gestalteten Fußgängerzone.
- ehemalige Synagoge, umgebaut zum Kulturhaus
- Schlossberg mit der Wenigenburg und benachbarter Obernburgruine

sagenhaft

Im Odenberg (381m ü.NN.) soll Kaiser Karl mit einem ganzen Heer eingeschlossen sein und nur alle Jubeljahr einmal herauskommen. Zahllose Schätze sollen darin verborgen liegen. Wer sie sehen wil, muss die blaue Wunderblume finden, die der Schlüssel zum Eingang ist- Der Odenbergturm ermöglicht einen wunderbaren Blick ins blaublühende Chattenland

Den Scharfenstein soll vor Jahrtausenden ein Riese dort hingeschleudert haben. Das ist nicht ungewöhnlich: Selbst wenn dieser wild zerklüftete Felsen älter als die Menschheit wäre, könnten Riesen den ersten Menschen davon berichtet und ihnen eine Sprache mit auf den Weg gegeben haben. Und den Trick, wie man an den Schatz im Berg gelangen kann: Wenn eine schöne blonde Jungfrau sieben mal niest, wünscht man ihr nicht Gesundheit sondern gottesfürchtig "Helfgott". Oder man weist den Weg zur nächsten Apotheke!

Jesberg

Gemeinde mit rund 2.400 EW (2011) mit Burg Jesberg

Knüllwald im Rotkäppchenland

Gemeinde mit rund 4.700 EW (2007) auf 100,68 km² in 260m ü.NN.
natürlich:
- Wildpark Knüll mit Wölfen und Bären
- Lochbachklamm, Naturdenkmal, Mittelgebirgsklamm zwischen Wallenstein und Hülsa
- Hutewald als weiteres Naturdenkmal
- ehemalige Waldweide bei Rengshausen mit einzigartigen alten Bäumen

sehenswerte Knüllwald-Orte

Appenfeld
Berndshausen - Wehrkirche
Ellingshausen, Hausen, Hergetsfeld, Lichtenhagen, Nausis
Nenterode - Fachwerkkapelle
Niederbeisheim - lebendiges Bienenmuseum, Wehrkirche
Oberbeisheim - Wehrkirche
Reddingshausen - Fachwerkkapelle
Remsfeld - Wehrkirche
Rengshausen - Kutschentreffen im Beiserhaus (2. Sonntag im Oktober)
Schellbach - Fachwerkkapelle
Völkershain - Landtechnisches Museum, Fachwerkkapelle
Wallenstein - Naturbad u. Burgruine Wallenstein mit Fürstenbrunnen, Burg- und Ritterspiele

Neukirchen im Knüllgebirge

Stadt mit rund 7.200 EW (2012)
Kneipp- und Luftkurort am Südhang des Knüllgebirges, reichlich umwaldet
1142 erfolgte eine erste urkundlich belegte Erwähnung des Ortes.
1331 wurde auf der unter Graf Johann I. von Ziegenhain kurz zuvor wohl an der heutigen "Burgwiese" errichteten Burg Ritter Helwig von Rückershausen als Erbburgmann eingesetzt.
1340 begann die Entwicklung der dörflichen Ansiedlung an der Einmündung des Urbachs in die Grenff im Schutze dieser - heute nicht mehr existierenden - Burg zur Stadt. Dazu erwerben die Grafen von Ziegenhain weiteren Besitz um Neukirchen.als den künfigen Amtsmittelpunkt.
1368 erhielt Neukirchen die Stadtrechte. Die Stadt begann mit dem Bau der Stadtmauer, für demn die Ziegenhainer finanzielle Mittel beisteuerten. Die Mauer mit sämtlichen drei Toren wurde im 19 Jh. bis auf ein Reststück wieder abgebrochen. Bereits im 16. Jh. wuchs die Stadt über den Mauerring hinaus. Zuerst wuchst die Vorstadt vor dem ehemaligen Burgtor.
Zu einer deutliche Siedlungserweiterung kam es erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Umfeld der Altstadt wurde eine moderne, aufgelockerte Bebauung favorisiert.

sehenswerte Altstadt:
- ausgeprägt regelhafte Bebauung auf annähernd kreisrundem Umriss
- Reste der ehemaligen Stadtmauer am rechten Ufer der Grenff
- dreiecksförmiger Marktplatz, davor die Kirche
- Bahnhof (1907) an der 1984 stillgelegten Eisenbahnlinie Bad Hersfeld – Schwalmstadt/Treysa

zugehörig:
1971 schlossen sich die Gemeinden Asterode, Christerode, Hauptschwenda, Nausis, Riebelsdorf und Rückershausen mit der Stadt Neukirchen zusammen, 1974 folgte die Gemeinde Seigertshausen.

Niedenstein

Stadt und Luftkurort mit rund 5.300 EW (2009) im Naturpark Habichtswald
nördlichste Stadt im Schwalm-Eder-Kreis

1254 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Niedenstein. Angelegt als militärischer Stützpunkt zum Schutz des althessischen Kernlandes, war sie auch für den Schutz der bereits bestehenden Ansiedlungen Metze, Kirchberg und Wichdorf strategisch bedeutend.

1259 wurde Niedenstein erstmals urkundliche erwähnt - als Stadt?
1387 Einnahme der Stadt durch Erzbischof Adolf von Mainz
1394 Frei- und Rückgabe der Stadt Niedenstein an den Landgrafen von Hessen
1631 brandschatzte General Tilly die Stadt. Mehr als die Hälfte an Häusern wurde vernichtet. Zum Ende des 30jährigen Krieges war die Stadt fast eine Wüstung, mit vier.Bewohnern! Auch Ermetheis und Metze, Kirchberg und Wichdorf wurden vom Krieg hart getroffen. Der 7jährige Krieg und die Franzosenzeit (1763) brachten ebenfalls argen Belastungen.

1982 wurde Niedensteins staatlich anerkannter Luftkurort.

erbaulich:
- Stadtverwaltung in einem zweigeschossigen Fachwerk, OG verschiefert - am Obertor 8
- Hessenturms (1931), Wahrzeichen der Stadt Niedenstein

event:
Tour de Chattengau - Radfahrveranstaltung seit 1992 jährlich zum 2. Septemberwochenende
märchenhaft:
Wer der Wahrheit ins Auge blicken kann, trifft mit großer Wahrscheinlichkeit beim Stadtbummel auf einen drosselbärtigen König oder eine mucksche Prinzessin. Kein Märchen sondern Wirklichkeit. Schließlich hat dieser König die Patenschaft über die Stadt an der Deutschen Märchenstraße übernommen.

sagenhaft:
Sollten in sehr alter Zeit nahe Niedenstein sechs junge Hunde ersäuft werden. Stattdessen aber richtete sich eine Rabenmutter selbst. Ene Story. die heutzutage ohne Verhütung ähnlich verlaufen könnte?

Stadtteile/Eingemeindung:
1970/72 Zusammenschluss der Gemeinden Niedenstein, Ermetheis, Kirchberg, Metze und Wichdorf zur neuen Stadt Niedenstein

Oberaula

Gemeinde, Luftkurort mit rund 3.200 EW (2009) im Knüllgebiet

Schwarzenborn Knüll

Kleinste Kleinstadt Hessens - gemessen an der Einwohnerzahl von rund 1.000 EW (2011), auf immerhin 26,9 km² am Knüll gelegen
- idyllisches Städtchen
- historischen Stadtmauer
- Knüllteich mit Badestelle
- Knüllgebirge, Knüllköpfchen mit Aussichtsturm
zugehörig:
Grebenhagen, Richberg L: Knüllgebirge

Wabern

Gemeinde mit rund 7.200 EW (2012) und Burg Falkenberg

Willingshausen

Stadt mit rund 5.300 EW (2008) auf 59,95 km² in 250 m ü.NN.
mit ältester Malerkolonie Europas im Rotkäppchen-Land. Gerhard von Reutern gilt als der Gründer der Kolonie. Im Reuternhaus, einem stattlichen Fachwerkhaus im Zentrum, sind Werke und Fotos aus der Gründerzeit der Kolonie zu sehen.

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Bad Zwesten Borken Edermünde Felsberg Frielendorf 7.500, Fritzlar Gilserberg 3.100, Gudensberg Guxhagen 5.200, Homberg (Efze), Jesberg Knüllwald Körle 2.900, Malsfeld 4.000, Melsungen Morschen 3.400, Neuental 8.500, Neukirchen Niedenstein Oberaula Ottrau 2.300, Schrecksbach Schwalmstadt Schwarzenborn Spangenberg Wabern Willingshausen