Dömitz am Südrand der Griesen Gegend

Stadt mit 3.180 EW (1997), 15m ü.NN. an der Elbe und Mündung der Elde (seit 1572) gelegen;

1259 erstmals urkundlich erwähnt
1259 zur Stadt erhoben
1423 wurde Dömitz mecklenburgisch

Lange war die Stadt als Elbzollstätte und Grenzort im Dreiländereck Mecklenburg-Brandenburg-Niedersachsen wirtschaftlich und strategisch bedeutend.
Die Festung Dömitz - einzig erhaltene Flachlandfestung Deutschlands, seit 1975 denkmalgeschützt - wurde 1559/65 unter italienischem Einfluss des Francesco a Burnau renaissance errichtet. Das Eingangstor ist allerdings recht holländische Renaissance. Die Feste wurde oft baulich verändert und schließlich 1894 als Militärobjekt aufgegeben. Gut erhalten sind die Bastionen, Wassergräben und Kasematten (1250), ehemalige Hauptwache, Zeughaus und Kommandantentenhaus. Der Südzipfel der Festung kann als Freilichtbühne genutzt werden.

Dömitz ist stark durch die Elbschiffahrt geprägt. Hafen, Fahrgastschiffahrt, Sportboothafen, Yachthaven, Kanuvermietung, Bootsservice ergeben vielfältige Möglichkeiten.

sehenswerte Innenstadt

Rathaus am Rathausplatz, StadtkircheDie Innenstadt weist ein vom Wasser umflossenes, baulich ansehnlich geschlosses Ortsbild auf mit vielen nach 1809 (Stadtbrand) errichteten Fachwerkhäusern, meist Rotziegelbauten. Besonders hübsche Haustüren verlocken zum Hausieren. Vielleicht für mehr als eine Nacht. Schön belegte Holperstraßen aus Raseneisenstein bremsen Raser. Deichwege gestatten gemütlichstes Radwandern.

[R] Rathaus (1802), Am Rathausplatz
[1] Stadtkirche (1872), Neugotik, Backstein


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Dömitz, Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt[1] Stadtkirche (1872), Neugotik, Backstein
[2] Festung Dömitz
[3] Heimatmuseum (seit 1953) im ehem. Kommandantenhaus
[4] ev. Kirche
[5] Steuobstwiesen, Campingplatz
[6] Post
[7] Stadt- und Festungswall, Elbdeich


weiterhin:
- Elbebrücke, 1945 zerstört, neue Elbstraßenbrücke (1992), Brückendenkmal
- Fahrgastschiffe verkehren bis nach Hamburg und auf der Müritz-Elde-Wasserstraße
- Schleuse Dömitz

natürlich

Am Ostrand von Klein Schmölen besteht Zugang zu einem echt herausragenden Naturwunder am Rand des Elbe-Urstromtals, wo gegen Ende der letzten Eiszeit aus vegetationslosen Sandflächen bis zu 30 m hohe Dünen aufgeweht wurden. Im Unterschied zu den meisten anderen Binnendünen blieben diese hier aktiv. Ein Wanderweg auf eine Dünenkuppe gestattet einen Blick über die Aue, in der alte Flutrinnen noch gut zu erkennen sind.

sportlich

- Hochseilwald
- Badestelle Schmölener Brack

politisch

Rüterberg - Dorfrepublik von 1961 bis 1989

persönlich

Fritz Reuter "besuchte" im letzten Jahr seiner siebenjährigen Festungshaft 1840 auch die Gemäuer der Festung Dömitz und widmete ihr ein Buch: Ut mine Festungstid.

Stadt- /Ortsteile

Groß Schmölen und Klein Schmölen östlich von Dömitz, Rüterberg