Kreis zwischen Süntel und Weserbergland im Südwesten

 © Blickfang

Zwischen Bad Münder und Hameln erhebt sich der kleine märchenhafte Süntel. Hinter uralten Buchen im Märchenwald kann man sich unheimlich gut verstecken. Selbst vom Süntelturm (1899) am höchsten Punkt des Süntels (440m) auf der Hohen Egge bleibt man weithin unsichtbar.

Aerzen

Flecken mit rund 10.800 EW (2012) in einem Talkessel südwestlich von Hameln, umrahmt von den sanften Mittelgebirgszügen des Westlichen Weserberglandes
Aerzen entstand an der Kreuzung zweier wichtiger Handelswege, war damit einst wirtschaftlich und strategisch bedeutsam.
- Schloss Schwöpper (1570/1604, Bauherr Hilmar von Münchhausen), Weserrrnaissance, Dreiflügelanlage mit zwei achteckigen Treppentürmen. Der Garten wurde 1922 barocknah angelegt.
- Domänenburg, genutzt als Kulturzentrum für Events, Komzerte, Expositionen
- Marienkirche (1153), gut erhaltene kreuzförmige Basilika
- Rittergut Posteholz mit ehemaliem Wehrturm und hübschen Kapellchen
Ortsteile:
Dehmke, Dehmkerbrock, Egge, Flakenholz, Gellersen, Grießem, Groß Berkel, Grupenhagen, Herkendorf, Königsförde, Multhöpen, Posteholz, Reher, Reinerbeck, Rodenbeck, Schevelstein, Selxen, Wördeholz

Bad Münder

Stadt mit rund 17.500 EW (2012) am Süntel nördlich der Hohen Egge (437m).

historischer Stadtkern
- Fachwerkhäuser und Bauten der Weserrenaissance
- Söltjerbrunnen, Darstellung zum traditionellen Salzabbaus, seit 1033 bis ...(?)
- Hoppemarkt (altdeutsch für Hopfenmarkt), Hinweis auf einsthopenblühenden Hande

wunderlich:
7 Heilquellen auf engstem Raum in recht unterschiedlicher Zusammensetzung - Sole, Schwefel, Eisen und Bitterwasser - waren die glückliche Voraussetzung für Trink- und Badekuren,. Bereits im Mittelalter hatten diese Quellen hat einen weitläufig guten Ruf.

Bad Münder Kurparksee © BildPix.de


Naturschutzgebiet Hohenstein mit einem Felsmassiv (340 m ü.NN.). Die über 40 m abfallenden Abbrüche aus harten Kalkstein des Weißen Jura zählen mit seiner Flora zu den schönsten im norddeutschen Raum. Der Klippenweg ist gut zu erreichen. Von der Teufelskanzel aus hat man einen weiten Ausblick ins Weserbergland, was das erhabene Gefühl für Gerechtigkeit offensichtlich fördern kann. Schon die Germanen hatten hier eine der Frühlingsgöttin Ostara geweihte Kult- und Thingstelle.
Der Blutbach scheint die rechte Einladung zu einem Horrortrip, war er auch mal - im Jahre 782. Damals schlug Herzog Widukind mit seinen Sachsen in der Schlacht am Süntel das anrückende Frankenheer von König Karl.
weitblickend:
Nordmannsturm am Deisterrand (Panoramaweg)

Coppenbrügge

Flecken mit rund 13.600 EW (2012) und mit Burg Coppenbrügge

Emmerthal

Gemeinde mit rund rund 10.000 EW (2012) an der Emmer in der hügeligen Landschaft südlich von Hameln - ein hochtouriges Wandergebiet, auch für Fahrrad- und Kanufahren.

Schloss Hämelschenburg gilt als Paradebeispiel der Weserrenaissance

Schloss Hämelschenburg (1588/1613, Jürgen von Klencke) in beispielhafter Weser-Renaissance mit immer noch bewirtschafteten vorgelagerten Hof - seit 1973 Privatmuseum der Familie Klencke (seit 1437 Besitzer).


natürlich:
Ohrbergpark (19. Jh.), herrlicher Landschaftsgarten im englischen Stil mit schönem Ausblick auf die Weser
weserisch:
Die Grohnder Gierseilfähre (1931) nutzt Strömung der Weser zur ökologischen Überquerung des Flusses.
museal:
- Museumsdorf Börry, Museum für Landtechnik und Landarbeit, im Weserbergland
- Feuerwehrmuseum Hameln-Pyrmont
- Heimatstube Frenke mit erstaunlichem Sammelsurien
- Edition Einstein, die Galerie für Buchdruckkunst

event:
Handwerkertag und Erntefest im Museumdorf Börry

Salzhemmendorf

Gemeinde mit 10.932 EW auf 94,31 km²;
staatlich anerkannter Kurort mit Sole-Kurbetrieb
1973 gebildet aus Salzhemmendorf als Ortskern und den Ortsteilen Ahrenfeld, Benstorf, Hemmendorf, Lauenstein, Levedagsen, Ockensen, Oldendorf, Osterwald, Thüste und Wallensen.
1022 erstmals urkundlich genannt.
sehenswert:
Kirche St. Margaretha (1427); Burg Lauenstein im Besitztum der Edelleute von Homburg wurde erstmals 1247 erwähnt. Das Vorwerk wurde die "Knabenburg" genannt.
Ortsteil Hemmendorf liegt an der Bundesstraße 1, der früheren Heerstraße von Aachen nach Königsberg.
In Hemmendorf wurde Gericht gehalten. Die ersten urkundlichen Erwähnungen werden in die Jahre 854 und 997 gelegt. Die Kirche St. Vitus wurde 1166 errichtet.
Thüste vermutlich die älteste und auch die kleinste Ortschaft im Flecken. Eventuell bestand Thüste bereits als Cheruskersiedlung mit dem Namen Tiusti
Benstorf ist Fundstelle von Feuersteinwerkzeugen der Altsteinzeit.
Wallensen - 1068 erstmals urkundlich erwähnt, erhielt bereits 1351 Stadtrechte
Freizeitpark Rasti-Land

Osterwald: Hüttenstollen, Besucherbergwerk des ältestes Steinkohlebergwerk im ehem. Königreich Hannover mit Museum zu Bergbau und Herstellung Lauensteiner Gläser
www.bergwerk-osterwald.de

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Aerzen Bad Münder Bad Pyrmont Coppenbrügge Emmerthal Hameln Hessisch Oldendorf Salzhemmendorf