Der dynamischste Kreis in Europa!

zumindest was die Kreisbildung und das Radfahren im Radelpark anbelangt(e). Die wunderschöne münsterländer Parklandschaft bezaubert mit idyllischen Flussläufen und intakter Natur; die man sich natürlich auch zu Fuß oder hoch zu Roß erschließen kann. Doch Münsterland ist auch Pferdeland. Olympiasieger, Pony- und Reiterhöfe sind hier beheimatet, darunter echter Münsteraner.
Im Nordosten bei Ibbenbüren reicht der Westrand vom Teutoburger Wald in den Kreis.
In der Region wurde seit dem 15. Jh. Bergbau betrieben.
Und was sind Tüötten bzw. Tödden? Wanderkaufleute, die vor allem mit Leinwand handelten und dazu überwiegend nach Holland, Schleswig-Holstein, Mecklenburg und Brandenburg reisten. In manchen Töddenggmeinden entwickelten sich sogar erfolgreiche Handelskompanien.

Altenberge

Gemeinde mit rund 10.000 EW (2012)

Hörstel

Stadt mit rund 20.000 EW (2009);
Ortsteil Bervergern mit erholsamen Torfmoorsee und geologischen Rundweg um den See. Viel und weit sehen kann man am Nassen Dreieck, wo zwei künstliche Wasserstraßen auf einander treffen - Mittelland- und Dortmund-Ems-Kanal.

Hopsten

Tüöttengemeinde mit rund 7.500 EW (2012)
- Blickfang Museum Tüöttenhaus Nieland
- bunte Straße
- Pfarrkirche Sankt Georg, Barock

Horstmar

Stadt der Burgmannshöfe mit rund 6.600 EW (2007) auf 44,75 km² in 100m ü.NN. mitten im Münsterland, 1969 mit Leer vereinigt;
11. Jh. älteste schriftliche Erwähnung als Hurstmere, ebenso des Amtshofes curtis Leheri (Leer). Seit der Mitte 12. Jh. ist die Wasserburg Haus Alst bezeugt, auch sind Herren von Horstmar bereits genannt.
Festungsmäßig ausgebaut und mit Stadtrechten und sonstigen Privilegien versehen, erlebte die Stadt unter der Herrschaft der Fürstbischöfe von Münster (1269 - 1802) seine Blüte und war Sitz eines großen fürstbischöflichen Amtes, bevor es preußisch wurde.
Burg fiel im 30jährigen Krieg, die Verteidigungsanlage verfiel im 19. Jh.. Heute verteidigt sich Horstmar mit einem Gartenkranz, vor dem sch die Stadt weiter ausbreitete.
merkwürdig:
Immer noch sichtbar der klar gegliederte, quadratische Grundriss der Stadt bis ins mittelalterliche Machtzentrum aus Kirche und Rathaus (1571 auf älterer Bruchsteinmauer). Nach außen wurde die quadratische Anlage durch Stadttore und acht wehrhafte, an die Stadtmauer grenzende Burgmannshöfe gesichert. An den Ecken standen runde Wachtürme. Die Burgmannshöfe sollten zusätzlich die Burg und deren Siedlung sichern. Die Burgmänner, die für diese Aufgabe Lehen und Befugnisse erhielten, verstanden ihre Macht so auszuweiten, dass sie die eigentlichen Herren der Stadt wurden.
Noch 4 Burgmannshöfe sind zu sehen:
Die bereits 1347 nachweisbaren adlige Herren von Münster mit ihrem Münsterhof (um 1550) waren für den Schutz des östlichen Stadttores (Münstertor) zuständig. Im Hof gab es einen Garten. Das Hauptgebäude mit zweistöckige Fassade ist durch große Steinkreuzfenster aufgelockert.
Sendenhof: Er bildet mit dem Schlosstor - dem einzigen erhaltenen Stadttor - eine bauliche Einheit.
Mervelder Hof (1561) ist eine der frühesten Anlagen dieses Typs im Münsterland. Mit der Rückwand steht er auf dem Festungswall über der Gräfte. Eine Besonderheit stellen die abwechselnden Lagen von roten Ziegelsteinen und weißen Sandsteinen am Seitenflügel und Ostgiebel dar, Einfluss niederländischer Renaissance wie später nochmals am Haus Alst.
Borchhorster Hof am Südring ist der älteste. Seinen Eingang bilden zwei Steinpfeiler mit Vasen. Das kurz vor 1800 veränderte Haupthaus ist wegen seiner ursprünglich erhaltener Giebel interessant, die ähnlich wie in Schloss Herten bei Recklinghausen ausgeführt sind.
weiterhin sehenswert:
Haus Alst (1624) an Stelle der einstigen Burg Hostmar, errichtet im Stil der niederländischen Renaissance in so genannter Specklagentechnik, also Wechsel von rotem Ziegelstein und gelblichem Sandstein.
Der Charakter der münsterländischen Parklandschaft ist hier gut zu erkennen: kleine Wälder und von Bäumen umstandene Höfe wechseln mit größeren landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Grollenburg in Leer. Hier steht noch ein Teil der Wirtschaftsgebäude.

Ladbergen

Gemeinde mit rund 6.400 EW (2012)
am Flughafen Münster-Osnabrück, 1972 eröffnet als Regionalflughafen, seit 1986 weltweit als Internationaler Flughafen geführt.
Schwarzweiße Fachwerkhäuser prägen den Ortskern mit seinen urigen Kneipen und dem Schuhmachermuseum im Schweinestall - das geht! Und weil hier der Urgroßvater des US-Astronauten Neil Armstrong geboren wurde, der 1969 als Erster den Mond betrat, geht man dessen Familiengeschichte im sehenswerten Heimatmuseum auf den Grund.

Laer

Laer Schloss 34816323 © LianeM

Gemeinde mit rund 6.500 EW (2012)

mit Holthausen (1969)

Schloss Laer


Lienen

Gemeinde und Erholungsort mit rund 8.500 EW (2012),
sehenswert:
- historischer Ortskern mit bewundernswerten Fachwerkhäusern;
- Bahnstation des Teutoexpress
i- dyllisch das Holperdorfer Tal keine 4 km nördlich - eines der schönsten im Teutoburger Wald

Lotte

Gemeinde mit rund 14.000 EW (2012)

Metelen

Gemeinde mit rund 6.500 EW (2012) und mit 480 Vogelarten im größten Vogelpark Nordrhein-Westfalens in der Metelener Heide, darunter balzende Auerhähne, sprechende Beos, frei fliegende bunte Aras und verschiedene Eulenarten. Tropenhaus, Jungtierschauhaus und Freiflughalle begeistern Kinder und Erwachsene gleichermaßen.
Ortszentrum mit dem Kreativen Bauernstübchen. Dort kann man dienstags bei selbst gebackenem Kuchen, Brot und Kaffee traditionelle Handwerke kennen lernen wie Blaudruck, Holzarbeiten, Korbflechten, Heuarbeiten und Spinnen.
Plagemanns Mühle ( Ende 17. Jh.) am Flüsschen Vechte, vielseitiges Museum zur Geschichte der Getreidemühlen

Mettingen

Gemiende mit rund 11.800 EW (2012), ehemaliges Leinenhändlerstädtchen das auf dürren sandigen Boden, gerade mal gut für den Anbau von Flachs und Hanf. Im Tüöttenmuseum erhält man vielleicht Zugang zur Geheimsprache der wandernden Leinenhändler, auf jeden Fall jedeoch zum studierenswerten Projekt "Einklassenschule - Deutschlands Bildung greift"

Neuenkirchen

Gemeinde mit rund 13.500 EW (2012)

Nordwalde

Gemeinde mit rund 9.300 EW (2012)

Recke

Bergbau- und Tüöttengemeinde mit rund 11.300 EW (2012)
und Kur- und Schwefelbad Steinbeck (Staatl. anerkannte Heilquelle, 34 Grad Celsius)!
Die Gemeinde Recke liegt mit den Ortsteilen Steinbeck, Obersteinbeck, Espel, Langenacker, Harhof und Twenhusen im nördlichen Teil des Kreises und erstreckt sich vom Teutoburger Wald bis in die münsterländische Parklandschaft. Im Norden liegt das Landschafts- und Naturschutzgebiet Recker Moor.
1189 erstmals urkundlich erwähnt als "Rike". Edelherren von Horstmar verschenkten dem Bischof zu Osnabrück große Teile des heutigen Gemeindegebietes. Seit dem 13. Jh. bis 1548 waren die Grafen von Tecklenburg weltliche Machthaber in Recke. Danach kam Recke zur Grafschaft Lingen, die fiel dann an Preußen und so weiter.
wirtschaftlich:
vorherrschend war stets die Landwirtschaft. Traditionell zogen "Hollandgänger" von hier zum Grasmähen und Torfstechen in die Niederlande. Daneben gab es viele Tüötten (Tödden). Mitte des 19. Jh. gab es einen Aufschwung durch die Sandsteinindustrie im nahe gelegenen Schafberg. Wichtiger Arbeitgeber war seit dieser Zeit auch der Steinkohlebergbau im Buchholzer Forst der Gemeinde. 1856 wurde der Schacht Tobias abgeteufelt und Kohle gefördert; doch schon fünf Jahre später der Förderbetrieb eingestellt. Bis in die Mitte der 60er Jahre bot der Kohlebergbau in Ibbenbüren den EW von Recke die meisten Arbeitsplätze.

Westerkappeln

Gemeinde mit rund 11.000 EW (2012)
- Landstädtchen nördlich der Mettener Schweiz
- Wasserschloss Cappeln

Saerbeck

Gemeinde mit rund 7.000 EW (2012)

Wettringen

Gemeinde mit rund 7.800 EW (2012)

Städte und Gemeinden im Kreis
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