Neuerburg ist ein Eifelstädtchen mit rund 2.000 EW zwischen Bitburg und der Grenze zu Luxemburg
Im 12. Jh. wurde der Ort erstmals als "Novocastro" erwähnt.
Im 13. Jh. entstand die Herrschaft Neuerburg durch Abtrennung von der Grafschaft Vianden.
1332 erhielt Neuerburg das Stadtrecht.
1794 bis 1814 gehörte Neuerburg zu Frankreich, 1814 als Gemeinde an Preußen, nach 1918 auf kurz zu Frankreich, 1946 zu Rheinland-Pfalz.
Trotz großer Zerstörung durch Brand (1818) und Krieg (1944) blieb ein ansehnlich historischer Ortskern erhalten - mit Resten der wohl nach 1332 begonnen, spätestens 1818 weitgehend abgebrochenen Mauer und vielen verwinkelten Gassen.
[B] Bushalte
[M] Markt
[R] Rathaus
[1] Pfarrkirche (1492/1560) auf hohem Fels, Spätgotik, zweischiffiger Putzbau, 1912/13 Erweiterung und Dachreiter durch Architekt Julius Wirtz
an der Stützmauer am Kirchenaufgang sechs barocke Kreuzwegstationen (1758–1764) ➥ Burgfried 2
[1] Vogtshaus (um 1624?), weißer Putzbau mit Treppenturm, historisierende Veränderung im späten 19. Jh., Eckturm mit Zinnenkranz, Wappenkartuschen (17. Jh.), Wappenschilde ➥ Burgfried 11
[2] Burg Neuerburg (12. Jh. erste Erwähnung), mit Felsklippe mit Kernburg, Vorburgen, Ringmauer mit drei Geschütztürmen (16. Jh.), 1692 Sprengung der Anlage, Torbau, Wohnbau, Verwalterhaus (nach 1930) ➥ Burgstraße>
[3] Skulptur (1740) Nepomukstatue; qualitätvolle Skulptur auf Unterbau ➥ Graf-Dietrich-Straße
[4] Beilsturm (nach 1332), dreigeschossiger Rest der mittelalterlichen Befestigung
[5] Villa (um 1880), Historismus, asymmetrischem Grundriss mit dreigeschossigem Turm ➥ Herrenstraße 5
[6] Wohnhaus
Wo Ritter Kuno von Falkenstein noch gerne rasten wollte. Möglicherweise in Neuerburg bei schöner Sicht auf die Burgen, vielleicht sogar zu Gast hoch oben. Die kurze Rast hätte sich der Kreuzfahrer nach wilder Flucht verdient. Aber er musste weiterhasten, um seiner Ida noch rechtzeitig seinen halben Ring zu überreichen, bevor das siebente Jahr der Trennung abgelaufen ist.
Und tatsächlich hat er es geschafft mit eisernem Willen und Ritt auf einen teuflischen Löwen. So konnte er den Hochzeitszug der bis dahin getreuen Gemahlin aufhalten und ihre neuer Hochzeit verhindern. Das Glück der beiden war das Unglück des anderen, Johann von Snewlin. Seitden heraten einige Paar zweimal.
Falkenauel, Gaymühle, Machtemesmühle, Sauerwies, Schwabert, ...?