Kreis "fröhlicher Weinberge" und hoher Lebensqualität

Die günstigen klimatischen Bedingungen förderten eine frühe fortdauernde Besiedlung des Rheinufers. Nach Kelten, Germanen, Römern und Alemannen folgten schließlich die Franken.
Bis ins späte Mittelalter war das Gebiet in viele mittlere bis kleinste unterschiedlichste Territorien aufgeteilt, wobei die mächtigsten die Kurfürsten von der Pfalz und von Mainz waren. Auf dem Reichstag zu Verona im Jahre 983 übergab Otto II. dem Erzbischof von Mainz und Erzkanzler des Reiches, Willigis, dann das ganze Land zwischen Heimbach und Selz bis hinüber in den Rheingau zum Lehen.
Das heutige Kreisgebiet reicht von der waldreichen Mittelgebirgslandschaft des östlichen Hunsrücks bis in die nördlichen terrassenartigen Abstufungen und an die Steilhänge des Mittelrheintales. Von der Nahemündung aus erstreckt sich das untere Nahetal bis in den Kreuznacher Raum. Der Süden wird durch die rheinhessische Hügellandschaft geprägt, in der wie in der Rheinebene Obst und Gemüse, vor allem Spargel angebaut wird. Und Wein sowieso.

Budenheim

Gemeinde mit rund 8.800 (2004) EW auf 153 ha, einziger linksrheinischer Ort des Rheingau - östlich von Mainz, zudem mit Fährbetrieb;
Im 3. Jh. wurden die hier siedelnden Römern vertrieben. Funde erinnern immer wieder daran.
778 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt in Schriften des Klosters Lorsch.
Bis 1563 waren Äbtissinnen des Altmünsterklosters in Mainz hier maßgebend.
Die Amtskellerei Eltville bestand hier bis 1781. Weinbau hielt sich noch bis Mitte 20. Jh.
1856 kam es mit Bau der Hessischen Ludwigsbahn und der Lage an der bedeutenden Wasserstraße zu einem deutlichen Strukturwandel. Es entstanden wichtige Fabriken wie die Flaschenfabrik Kupferberg (1904) und die Chemische Fabrik Utz und Hensel (1908).
erbaulich:
- Pankratiuskirche (1747)
- Lennebergturm (1880) auf dem Lenneberg (rund 177m ü.NN.)
- Schloss Waldthausen (1908/10), seit 1988 Lehrstätte der Sparkasse
- Wohnhochhauses Jahnstraße (1962), erster Budenheimer Wohnturm
- neues Rathaus (1967) Berliner Straße
- Wohnpark (1996) auf dem ehemaligen Gelände der Blechfabrik Jakob Berg (1926 gegr.)
natürlich:
erholsamer Lennebergwald
event:
Blütenfest mit Wahl einer Blütenkönigin der einst blühenden Obst- und Blütengemeinde Ende September

Guntersblum

Gemeinde mit rund 3.700 EW (2012), beliebtes touristisches Ziel am Rhein, nah am Wasser und zum Wein

Heidesheim am Rhein

Gemeinde mit rund 7.400 EW (2007) und Burg Windeck

Hillesheim

Gemeinde mit rund 6.900 EW (2012)

Niederheimbach

Gemeinde mit rund 800 EW (2012) mit Burg Sooneck

Sprendlingen

Gemeinde mit rund 800 EW (2012)
Sprendlingen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.

Stadecken-Elsheim

Gemeinde mit rund 4.600 EW (2012) und Burg Stadeck
persönlich:
Carl Zuckmayer ("Hauptmann von Köpenick", der "Fröhliche Weinberg")
Stefan George - bedeutender Schriftsteller der Neuzeit

weitere Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Appenheim 1.400, Aspisheim 900, Bacharach Badenheim 600, Bingen Bodenheim 7.100, Breitscheid 120, Bubenheim Rheinhessen 900, Budenheim Dalheim 1.000, Dexheim 1.400, Dienheim 2.200, Dolgesheim 900, Dorn-Dürkheim 900, Eimsheim 550, Engelstadt 750, Essenheim 3.400, Friesenheim 700, Gau-Algesheim Gau-Bischofsheim 1.800, Gensingen 3.700, Grolsheim 1.200, Guntersblum Hahnheim 1.500, Harxheim 2.200, Heidesheim Hillesheim Horrweiler 700, Ingelheim, Jugenheim in Rheinhessen 1.600, Klein-Winternheim 3.500, Köngernheim 1.400, Lörzweiler 2.100, Ludwigshöhe 550, Mainz (kreisfrei), Manubach 300, Mommenheim 300, Münster-Sarmsheim 2.800, Nackenheim 5.700, Niederheimbach Nieder-Hilbersheim 650, Nieder-Olm Oberdiebach 850, Oberheimbach 600, Ober-Hilbersheim 1.000, Ober-Olm 4.100, Ockenheim 2.500, Oppenheim Sankt Johann 800, Schwabenheim an der Selz 2.600, Selzen 1.500, Sörgenloch 1.150, Sprendlingen, Stadecken-Elsheim, Trechtingshausen 1.000, Uelversheim 1.050, Undenheim 2.800, Wackernheim 2500, Waldalgesheim 4.000, Weiler 2.500, Weinolsheim 700, Welgesheim 550, Wintersheim 300, Wolfsheim 700, Zornheim 3.700, Zotzenheim 600