Koblenz am Deutschen Eck

Koblenz Deutsches Eck © Böpic

Die kreisfreie Stadt zählt rund 109.000 EW (2000). Sie ist die einzige Stadt, die zugleich an Rhein und Mosel liegt und dazu auch noch am Zusammenfluss.

Die Altsstadt auf der Landzunge zwischen den Flüssen wurde entsprechend "Zusammenfließende" (lateinisch: confluentes) genannt und schrieb gute 2000 Jahre Ortsgeschichte. Bereits 9 v.d.Z. erfolgte die römische Gründung von Koblenz als Confluentes.

Mit Ansiedlung des Deutschen Ordens 1216 erhielt diese Stelle den Namen "Deutsches Eck". Vier Mittelgebirge mit Wald-, Grün- und Wasserflächen bilden den Rahmen für die einzigartige Kulisse rund um die Stadt. Die Uferanlagen entstanden im 19. Jh., als auch beide Flossläufe stark reguliert wurden. Ende des 2. Weltkrieges wurde das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. (1897) zerstört. Der Sockel diente zwischen 1953 und 1990 noch als halbherziges "Mahnmal der Deutschen Einheit", bis 1993 unbedingt wieder eine Nachbildung des kaiserlichen Reiterstandbildes an diese Stelle geklittet wurde.

Obwohl der Zweite Weltkrieg auch Lücken in die Altstadt gerissen hatte, bezaubern viele romantischen Gassen und Plätze nach wie vor.
Das restliche Stadtgebiet von Koblenz trägt moderne Züge. Koblenz ist Drehscheibe des internationalen Fremdenverkehrs am Mittelrhein.

sehenswerte Altstadt
Koblenzer Markt © Bernd Kröger

[M] Markt und Ehrenbreitstein befinden sich östlich vom Deutschen Eck. Der Heribert-Turm steht seit 1588.
Die Festung Ehrenbreitstein wurde 1832 fertiggestellt. sie heute das Landesmuseum Koblenz und ein Museum zur Rhein-Schiffahrt.


Koblenz: Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[1] Liebfrauenkirche (12./15. Jh.), überwiegend gotisch, Bekrönung der Türme barock, Innenausstattung barock, einige Renaissance-Grabdenkmäler.
[2] Gebäudeensemble mit Altem Kaufhaus, Schöffenhaus, Dürresheimer Hof, beherbergt heute das Mittelrhein-Museum. Die nahe Balduinbrücke, Mitte des 14. Jh. erbaut, hatte ursprünglich 14 Bögen und wurde 1964 verändert.
[3] St. Florin: ursprünglich romanisch, später gotisch umgebaut, Wandmalereien aus dem 14./15.Jh., sonst innen karg.
[4] Deutscher Kaiser: fünfstöckiger Wohnturm, 16. Jh.
[5] Deutschherrenhaus: erste Niederlassung des Deutschen Ordens am Rhein, im Krieg weitgehend zerstört. Südlich angrenzend ist St. Castor (12. Jh.), Romanik, im Innern auch Gotik, Sterngewölbe und Wandmalerei

[6] Deutsches Eck: mit Reiterstandbild Kaiser Wilhelms 1.0
[7] Jesuitenkirche
[8] Philippsburg (erste Hälfte 17. Jh.), klassizistischer Neubau als Kurfürstliches Schloss, (Residenz), im 18. Jh. geistiges Zentrum der Region, später Sommerresidenz von Kaiser Wilhelm I.
[9] Weindorf am Rhein und beginnender Kaiserin-Augusta-Anlage, in Nachbarschaft zu Congress-Centrum und Rhein-Mosel-Halle

weiterhin:

[11] Schloss Stolzenfels, 5 km s (am besten mit dem Schiff): romantisches Schloss von Schinkel, anstelle einer alten zerstörten Burg aus dem Jahr 1242, reiche Innenausstattung.

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