im Land der Seen

Spreewald Kahnfahrt © KMPhoto

Große Waldflächen, durchflossen von der idyllische Dahme und im Einzugsbereich der Spree - mit über 70 Seen! Südlich von Leibsch beginnt der laubwaldreiche Unterspreewald. Im Süden dann die Niederlausitz mit flachen eiszeitlichen Sandhügeln, ländlich kultiviert. Deutsche Siedlungen entstandenen hier ab 1200 meist als Rundlings-, Anger- und Straßendörfer. Typische Gutsdörfer mit Herrenhäusern sind Dahmetal-Görsdorf in der Gemeinde Heideblick die Dörfer Waltersdorf und Beesdau. Es verschwanden auch Orte und entstanden beeindruckende Bergbaufolgelandschaften wie die Schlabendorfer Felder südwestlich von Luckau. Im Norden der direkte Kontakt zu Berlin und mit dem Flughafen und dem Binnenhafen in Königs Wusterhausen fast globales Potential. Es muss nur abgerufen werden.

Bersteland

Gemeinde mit rund 900 EW (2012) auf 29,31 km² in 54 m ü.NN. im Osten des Baruther Urstromtales
Sie entstand 2002 in freiwilligem Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden und heutigen Ortsteile Freiwalde, Niewitz und Reichwalde
sehenswert:
- Dorfkern von Reichwalde und ehemalige Wassermühle
- Fachwerkkirche (frühes 18. Jh.) in Niewitz
- Fachwerkgehöft, Dorfstraße 12 in Freienwalde
- Bauernstube Freiwalde, am Sandberg

Byhleguhre-Byhlen / Bĕła Góra-Bĕlin

Gemeinde mit rund 800 EW (2012), bestehend aus den Ortsteilen Byhlen und Byhleguhre. Der Doppelname ist Programm. Welches?

Golßen

Ackerbürgerliches Angerstädtchen mit rund 2.300 EW in reizvollem Mischwald-Wiesenland des Unterspreewaldes an der B96;
1276 gilt als Jahr der Gründung(?)
bis 15. Jh. befestigter Ort mit Burg am Utzenberg
sehenswert:
historischer Stadtkern um 1900, klassizistische Kirche (1811/1845?), viele Stadthäuser frühes 20. Jh., neugotisches Backstein-Rathaus (1904); Schloss- und Parkanlage (1723) mit unverwüstlichem Denkmal für Schlossherrin Gräfin Amalie Sophie Henriette von Fontana, geb. von Redern (1753-1810);
viel wichtiger:
Produktionsstätte für Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, u.a. Spreewaldkonserve GmbH, Heimathof für Gurkenfans;
verlockendes Teichland nicht nur für verschiedene hochstelzige Vögel - Utzenteich mit Karpfenzucht, Fachwerkfischerhäuser, Kahnfahren kann man auch hier!
erbaulich:
Ab 1960 wuchs ein kleines Neubaugebiet im Westen der Stadt, während südlich eine Eigenheimsiedlung entstand.
Ortsteile: Altgolssen, Landwehr und
Prierow - nachts meist umnebeltes Dorf mit Gaststätte. Nicht vom Knüppeldamm abkommen!

Groß Köris

Gemeinde mit rund 2.300 EW (2012) nördlich von Teupitz, im Seengebiet der Dahme, Motzen (?)

Halbe

Gemeinde mit rund 2.100 EW (2012) und nachdenklich stimmenden Waldfriedhof

Heideblick

Gemeinde mit rund 4.600 EW (2012) auf 165,32 km²
OT Gehren: quellenreiches Angerdorf, im 11. Jh. erwähnt, an den Gehrener Bergen mit Teufelsstein, Schloss Sinntrotz einsam und nahe am Wald, bestens für Familienfeirn mit übernachtung geeignet;
Goßmar: kombiniertes Anger- und Sackgassendorf aus 12./13.Jh. mitKirche aus Findlingsmauerwerk, Wassermühle

Heidesee

amtsfreie Gemeinde mit rund 7.000 EW (2008) auf 134,8 km², benannt nach ihren vielen Heiden und Seen
OT Prieros:
Erholungsort, entstanden aus einem slawischen Rundlingsdorf "Prerosz"
Gestüt, kleines Fachwerkhaus (18. Jh.) am Dorfanger mit dörflichem Museum
Prieros wurde als zwischen den Flüssen Dahme und »Huschtesee« gegründet. Ein weiterer Fluß der an Prieros angrenzt ist die Schmölde, auf der Sie bis nach Teupitz gelangen.

Krausnick-Groß Wasserburg

Gemeinde mit rund 600 EW (2012)

Märkisch Buchholz

Ackerbürgerstädtchen mit rund 899 EW und Kopfsteinplasterstraßen, die den Verkehr hoffentlich lange auf 30km/h freiwillg begrenzen und Schwersttransporter fern halten, und damit den Konsum heimischer Produkte und den sanften Tourismus fördern.
Ortsteile: Hermsdorf, Münchehofe, Köthen

Märkische Heide

Gemeinde mit rund 4.000 EW (2012)
sehenswert:
Schloss Groß Leuthen /Renaissance(?)
zugehörig:
Alt-Schadow, Biebersdorf, Birkenhainchen, Dollgen, Dürrenhofe, Glietz, Groß Leine, Groß Leuthen, Gröditsch, Hohenbrück, Klein Leine, Klein Leuthen, Krugau, Kuschkow, Leibchel, Neu Schadow, Plattkow, Pretschen, Schuhlen-Wiese, Wittmannsdorf

Neu Zauche

Gemeinde mit rund 1.100 EW (2012)

Brunnenplatz in Neu Zauche
Heimatstube Neu Zauche

koboldiert

Nicht nur in Finanzministerien wird Geld verbrannt, nein auch am Kubbelsee zwischen Laasow und Neu Zauche. Dazu findet sich auch immer wieder genug Schwarzgeld, sorgsam vergraben, fast unauffindbar. Nur sieben schweigsamen jungen Männern könnte es gelingen, diese Schätze zu heben. Dazu müssten sie aber am besten mundtot sein, denn Kobolde setzen alles daran dass wenigstens einer der Burschen bei der Suche das Schweigen bricht. Dann geht sogar bereits gefundenes Geld in Flammen auf. Schweigsamer Georg, bitte melde dich!

Schlepzig

Gemeinde mit rund 600 EW (2012)
Das Dorf Schlepzig liegt direkt an der Hauptspree im Unterspreewald.
Es wurde 1004 als Sloupisti erstmals urkundlich genannt.
sehenswert:
- Agrarhistorischem Museum
- Fachwerkkirche
- Wassermühle, Kahnabfahrt
- Naturschutzstation im Biosphärenreservat
- Privatbrauerei mit Landgasthof zum grünen Strand der Spree

Schönefeld - war mal ein schönes Feld

Gemeinde mit 11.218 EW (2005) auf 76,01 km² im nördlichste Punkt des Landkreises und so Berlin tangierend mit optimaler Einbindung ins Verkehrsnetz. Damit auch interessanter Wohn- wie Gewerbestandort, zumal die Infrastruktur gut entwickelt ist.
1375 erstmals als "Schonenvelde" erwähnt, wurde dieser Ort vor allem durch den Zentralflughafen Berlin-Schönefeld bekannt. Die Entwicklung zum Luftfahrtstandort begann 1934 mit dem Bau eines Flughafens und des Henschel-Flugzeugwerkes, die bis bis 1945 etwa 10.000 Flugzeuge fertigten. Danach wurde der Flugzeugbau eingestellt und der Ausbau des Flughafens forciert. Die Deutsche Lufthansa (DDR, später Interflug) nahm 1955 ihren Betrieb auf.

Die zukunftsträchtige Lage und der rasche Anstieg der Fluggäste - 2,7 Millionen im Jahr 1983 - waren entscheidend für den weiteren Ausbau. Mit Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg International - BBI , Ziel > 2100 - wurden 20 Millionen Passagiere p.a. prognostiziert. Herumrechnen kann man viel, Rechnen hat aber auch etwas mit Denken und Nachdenken zu tun. Das trifft nicht zuletzt auf die Finanzen zu. Und viele Köche verderben den Brei. Und von Dummschwätzerei füllt sich kein leerer Magen. Wichtig in kritischer Situation: einfach Schwarzer Peter spielen. Etwas mehr Planwirtschaft könnte weniger schaden.

Durch "versöhnliche" Umsiedlung wurden die erforderlichen Flächen auch des OT Selchow verfügt und neue Wohnsiedlungen geschaffen, die zu einem gewissen Landhausstil tendieren.
weitere Ortsteile Waßmannsdorf, Großziethen mit Kleinziethen, Selchow, Kiekebusch und Waltersdorf.
Waßmannsdorf entwickelte sich vom Möhrendorf zum Gewerbestandort mit einem der modernsten Klärwerke Europas. Großziethen ist endlich wieder durchlässiger.
Selchow ist landwirtschaft geprägtes Paradies für Pferdeliebhaber mit allerhand Sport- und Freizeitanlagen.
Kiekebusch, 1200 durch niederrheinische Bauern besiedelt, zeigt sich als typisch märkisches Dorf mit schmucken Bauernhäusern und neuen EFH als gesunde Wohnlage.
Waltersdorf hat sich von einer stark durchfahrenen Steusiedlung zu einem gründerzeitlich geprägten Ortsteil mit moderner Infrastruktur am Airport-Center Waltersdorf und dem Lilienthalpark entwickelt.

Schönwald b Lübben

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012), bestehend aus den Orten Schönwalde(!) und Waldow

Schulzendorf

Gemeinde mit rund 7.500 EW (2012) auf 9,08 km² in 43 m ü.NN. nahe der Langbaustelle für den Flughafen Berlin Brandenburg
Ab dem frühen 15. Jh. hatte das Adelsgeschlecht von Pfuel die Herrschaft über Schulzendorf, bis 1846
sehenswert:
- Der Dorfkern erfuhr keine weitere Siedlungsentwicklung, stellt inzwischen eine typisch märkische und schützenswerte Dorfanlage dar mit Schloss Schulzendorf, Gutshaus sowie die Gutskirche.
- ehemaliges Rathaus, Otto-Krien-Straße
- Sport- und Mehrzweckhalle Walther-Rathenau-StraßeDem alten Dorfkern Alt-Schulzendorf, an dem jedoch stattfand und der deshalb eine gut erhaltene, von – inzwischen geschützten – Freiflächen umgebene märkische Dorfanlage darstellt,
- Gemeindeverwaltung, neues Rathaus (2009) im Ortszentrum, Schulzendorf-Mitte
die Siedlung Eichberg geht nahtlos in die Gemeinde Eichwalde, Neu-Schulzendorf im Südosten ebenso nahtlos in die Gemeinde Zeuthen über.

Schwerin

Gemeinde und Ort mit rund 650 EW (2002) auf 6,69 km² am Teupitzer See - nicht zu verwechseln mit dem im Süden des Großen Selchower Sees nahe Storkow gelegenen Ort oder der gleichnamigen Landeshauptstadt in MV

Schwielochsee

Gemeinde mit rund 1.500 EW (2012)
Wenige Kilometer vor dem Spreewald beschreibt die Spree einen weiten Bogen und mündet bei Trebatsch, wo der bedeutende Australienforscher Ludwig Leichhardt 1813 geboren wurde, in den 11,65 km² großen Schwielochsee mit den Campingorten Zaue, Goyatz und Jessern.
Goyaz ist seit 1998 staatlich anerkannter Erholungsort

Marienkirche in Schwielochsee OT Zaue
Dampfmaschinenmuseum in Schwielochsee OT Goyatz
Heimatmuseum Schwielochsee OT Goyatz
Der staatlich anerkannte Erholungsort Goyatz am Schwielochsee war schon zu Anfang des vorigen Jahrhunderts ein beliebter Urlaubs- und Erholungsort. Heute gelangt man auf dem Wasserweg vom Schwielochsee über Berlin bis hin zur Ostsee. Moderne Stellplätze für Wohnmobile, ruhig gelegene Bungalows und Mobilheime

Die Gemeinde wird gebildet aus:
Schwielochsee: Goyatz, Groß Liebitz, Jessern, Lamsfeld, Mochow, Ressen, Siegadel, Speichrow, Zaue

Steinreich

Gemeinde mit etwa 650 EW (2005) auf 41,72 km² im "Grenzgebiet" zwischen Mark, Niederlausitz und Niederen Fläming, mit Grenzstein Findling zwischen den Provinzen Brandenburg und Sachsen;
unter anderem mit den Orten Glienig, Damsdorf,
Schenkendorf zählte bis 1945 zum Besitz der Familie von Kleist. Heinrich von Kleists Erzählung "Michael Kohlhaas" war eher ein ausführlicher Report darüber, wie der Brandenburger Rosshändler K. in Behinderung korrekter Grenzgeschäfte durch Mehrfachzölle, Drangsale, Bürokratie und Beziehungsfilz, Mord an Frau und Knecht schließlich durch das Schwert hingerichtet wurde. Denn was klagt ein Rosshändler auch gegen Junker! Ein höchst aktuelles Werk, das klar alle Orte und Beteiligten aufzeigt. Übrigens kannte Martin Luther Michael Kohlhaas und predigte hier in einer der ältesten Kirchen der Niederlausitz. Und des Fläming. Und?
aufgeschlossen:
Schloss mit Wohnpark der Arbeiterwohlfahrt in Park mit steinernen Nackedeis

Straupitz / Tšupc

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012)
- Dorfkirche, zweitürmiges Meisterwerk des Klassizismus nach Plänen von Karl F. Schinkel
- Holländermühle
- Kornspeicher
- Weinberg zwischen Straupitz und Neu Zauche

Unterspreewald

Gemeinde mit rund 700 EW (2012) mit dem Hauptort Schönwalde

Wildau

Stadt mit rund 9.800 EW (2012)
2013 wurden Wildau die Stadtrechte verliehen
TFH Wildau

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Alt Zauche-Wußwerk 500, Bestensee 6.750, Bersteland Drahnsdorf 600, Byhleguhre-Byhlen, Eichwalde 6.300, Halbe 2.100, Jamlitz 600, Golßen Groß Köris Halde Heideblick Heidesee Kasel-Golzig 750, Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Luckau Lieberose Lübben Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe 500, Neu Zauche Prieros Rietzneuendorf-Staakow 600, Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Steinreich Spreewaldheide 500, Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen 10.700