Die fischreiche Havel

mit einem Gesamtlauf von 341 km bei nur 39 m Gefälle ist ein ruhiger Fluss, an mehreren Stellen zu Seen verbreitert. Südlichster Ausläufer ist der von Wald umgebene 8,45 km² große Schwielowsee.

Friesack

kleines Städtchen mit rund 2.500 (2012) auf 83,67 km² in 35 m ü.NN. am Rand einer Inselerhebung im Luch, mit einem Hauch mittelalterlicher Vergänglichkeit - Backsteintor, Kopftsteinholperpflaster - kein Ort, den man mit 70km/h durchrast. Um 1980 zeigte ein heimatliebender alter Herr hier noch seine sauguten Aquarelle, in denen er die Schönheiten des Rhinluchs und der Prignitz in verschiedenen Jahreszeiten und an unterschiedlichen Tageszeiten erfassen, festhalten wollte. Er bangte darum. Wer war der alte Bursche? Was wurde aus seinen Bildern? 1 km hinter Zootzen kann man ihnen auf einem Naturpfad folgen.
Orte:
Wutzetz, Zootzen, Briesen

Gollenberg

Gemeinde mit rund 500 EW (2012) auf 30,48 km² in 43 m ü.NN. im Nordwesten des Kreises;
Seit 2002 trennt der Gollenberg zwar noch geografisch, aber sonst sind die ehemaligen eigenständigen Gemeinden Schönholz-Neuwerder und Stölln in dieser neuen Gemeinde vereint.

Den Gollenberg nutzte Otto Lilienthal als Startbasis für seine Probeflüge, bis er 1896 abstürzte. Diese Tradition sollte wohl an Ort und Stelle ab Mitte der 1930er Jahre fortgesetzt werden. Die Segelflugschule wurde nicht nur von Charles Lindbergh besucht. Der Flugbetrieb wurde erst 1945 eingestellt. Trotzdem ist de Berg ein beliebtes Ausflugsziel. Was gibt es denn zu sehen?
In der alten Brennerei von Stölln wurde das Lilienthal-Centrum eingerichtet, eine anschauliche Bühne über Lilienthals und die Anfänge der Fliegerei.
Ortsteile der Gemeinde sind:
Neuwerder, Ohnewitz, Schönholz, Stölln

Ketzin/Havel

Stadt mit rund 5.000 EW
Paretz - Dorfanlage (1797/1803) mit Torhäusern, Dorfkirche (19.Jh., von Gilly) und Schloss, ehemaliger Sommersitz der Königin Luise

Premnitz

Stadt mit rund 8.500 EW (2011) an der Havel
Dederon und Grisuten und Schlüsselbetrieb der Produktionskette Wolpryla. Die Lizenz für die Herstellung der hier entwickelten Hohlprofilfaser erwarben neben vielen europäischen Ländern auch die USA und Japan. Die Premnitzer Erzeugnisse mit dem markanten Warensymbol - ein Schaf in der Retorte - fanden weltweiten Absatz.
- Wasserturm
- Premnitzer See im nördlichen Stadtgebiet
- Postberg mit gutem Aussichtspunkt
- Industrieausstellung
- großer Gewerbepark

Rhinow

Stadt mit rund 1.700 EW (2012)
Höhenflug - ein schlichter Stein unweit des Segelfliegerhorstes am Osthang der Stöllner Berge erinnert daran: der Pionier des Flugwesens 0tto Lilienthal verunglückte hier 1896 tödlich.

Wiesenaue

Gemeinde mit rund 750 EW (2011) auf 46,73 km² in 29 m ü.NN. südlich des Alten Rhin und östlich des sich bis auf 77 m ü.NN. erhebenden Friesacker Höhenrückens
sehenswert:
- Dorfkirchen in Brädikow und Vietznitz
- Rittergut Vietznitz
- teils unberührte Natur der Prignitz
Die Gemeinde entstand 2003 im Zuge der kommunalen Neuordnung aus den dahin selbständigen Gemeinden Brädikow, Vietznitz und Warsow mit dem Ortsteil Jahnberge.

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Brieselang 10.900, Dallgow-Döberitz 7.700, Großderschau 450, Falkensee Friesack Gollenberg Havelaue 900, Ketzin Kleßen-Görne 350, Kotzen 600, Märkisch-Luch 1.250, Milower Land 4.350, Mühlenberge 750, Nennhausen 1.900, Nauen Paulinenaue 1.200, Pessin 650, Premnitz Rathenow Retzow 550, Rhinow Schönwalde-Glien 9.000, Seeblick 900, Stechow-Ferchesar 900, Wustermark 8.050, Wiesenaue