4711 Köln - Medienmetropole am Rhein

Cologne skyline with cathedral © contrastdesign

Stadt mit rund 963.000 EW (2002)


19 v.d.Z. oder schon 38 v.d.Z. (?) wurde die römische Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum gegründet. Im Jahr 50 u.Z wurde diese zur römischen Kolonie (= Stadt römischen Rechts) erhoben und Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) benannt. Daraus ergab sich die später die Kurzform für den Namen der Stadt: Colonia, also Köln.

Zeugnisse römischer Alltagskultur, gefundene Gläser, das Fußbodenmosaik einer römischen Villa, das Grabmal des Poblicius und dergleichen kann man im Römisch-Germanischen-Museum gleich neben dem Dom besichtigen. Das Prätorium, der einstige Sitz des römischen Gouverneurs, blieb erhalten. Und im westlich vom Zentrum gelegenen Weiden wurde eine römische Grabkammer entdeckt. In der Südstadt ist noch ein römischer Friedhof, ein Rest antiker Stadtmauer findet sich am Römerturm, der etwa im Jahre 5 n.d.Z. erbaut worden ist. Da waren aber die Ubier längst heim ins Römische Reich geholt worden. Sie waren zwar Germanen, aber eher römerfreundlich und damit im ursprünglichen Stammgebiet angefeindet. Noch heute sehen sich die meisten Kölner gern als Nachkommen der Römer statt germanischer Immigranten.

Legendär ist die "Animosität" zwischen Köln und Düsseldorf, die insbesondere zur Karnevalszeit Blüten treibt. Nur nicht einmischen!

Köln Rheinauhafen Poller Wiesen © Doris Heinrichs

Stapelrecht:

Alle die Stadt tangierenden Warentransporte - und am Rhein wurde schon frühzeitig lebhaft transportiert - mussten für 3 Tage rasten und ihre gestapelten Waren anbieten. Dieses Privileg führte zu Wohlstand. Stapelhäuser am Fischmarkt [FM] vermitteln noch etwas vom hochgestapeltem Flair im alten Martinsviertel dicht am Rhein:


Mitte 13. Jh. trieben Bürger die Erzbischöfe aus der Stadt.
1475 wurde Köln freie Reichsstadt.

sehenswerte Innenstadt
Kölner Altstadt © ErnstPieber

Die Altstadt ist größtenteils keine. Hinter den Hauswänden verbergen sich moderne Wohnungen. Nach den Verwüstungen des 2. Weltkriegs blieben viele Alternativen. Aber die Stadt sollte um jeden Preis funktionieren. Und sie funktioniert auch mit scharfen baulichen Kontrasten. Aber nicht ewig ohne ordentliche Fundamente.

Die Schildergasse in Köln zählt zu den höchstfrequentierten Einkaufsmeilen Deutschlands.


Kölns moderner Hafen © davis

[1] Kölner Dom, dicht am Rhein und beim Bahnhof.

1248 war Baubeginn, 1560 gab man auf. Geldmangel. Aber die Baupläne blieben erhalten. Mitte 19. Jh. wurde der Bau fortgesetzt und der heute größte rein gotische Sakralbau der Welt fertig gestellt. Alles nur wegen der Gebeine dreier heiliger Könige. Der Dreikönigsschrein steht auf dem Hochaltar. Er ist der größte Goldsarkophag Europas. Alles das liefert gewaltig geistliche Eindrücke, die nicht die irdische Sicht Dinge verbrettern sollte.


Köln, Innenstadt Ausschnitt

[R] Rathaus am [AM] Alten Markt. Der gotische Hansasaal (1339) ist mittwochs zu besichtigen, unter dem Rathaus Ausgrabung des römischen Statthalterpalastes und vor dem Rathaus die Mikwe (jüdisches Bad 12. Jh.).

zum Halbkreis angeordnete 12 Kirchen, dabei
[2] Sankt Martin, romanisch
[3] St. Maria, ottonische Dreikonchenanlage
[4] St. Peter


Köln, Ulrepforte an der ehem. Stadtmauer © Klaus Büth

[8] Stadtmauer, gutes Stück mit Museum im eckigen Römerturm (um 50 n.d.Z.), sonst blieb von der einst 12torigen Stadtbefestigung wenig erhalten.
<- Ulrepforte an der ehem. Stadtmauer

Die Severinstorburg in der Südstadtmitte wirkt immer noch recht trutzig.

[9] St. Andreas, imposante romanische
[  ] St. Gereon (1247), nordwestlich
[?] St. Pantaleon (980), ottonisches Westwerk, südlich

An der rheinnahen Nahtstelle zwischen Altstadtzentrum und Altstadt Süd gibt es noch viel Interessantes, z.B.
Gürzenich - nördlich vom Stadthaus, ein um 1440 erbautes gotische Festhaus und
Overstolzenhaus - romanisches Patrizierhaus (13. Jh.) mit gotischer Innenmalerei


Kunst in Köln

jede Menge! Bemerkenswert viele Galerien mit moderner Kunst. Berühmt das Museum Ludwig mit der weltweit größten Sammlung von Pop-Art, viel Roy Lichtenstein und Andy Warhol, dumm angefeidete Expressionisten.

lecker: Schokoladenmuseum der Firma Stollwerck
gediegen: vielfältige gute Antiquariate

gewusst:
Uni Köln
FH Köln
RFH Köln

besinnlich:
Verbannungsort für Aussätzige und Hinrichtungsstätte für das gemeine Volk, Aachener Straße 204. Recht erholsam und manchmal fast zu ruhig.

gebräuchlich

Kostümpflicht zur ausgelassenen Geistervertreibung ab 11.11. bis zur Verbrennung des Nubbel am Aschermittwoch. Dannach wird es wieder heller.
Internationale Kölner Ostereierbörse

Stadtteile/Eingemeindung
Köln, Stadtteile

Auweiler Bayenthal Bickendorf Bilderstöckchen Blumenberg Bocklemünd Braunsfeld Brück Buchforst Buchheim Chorweiler
Deutz - 1857 Stadtrecht, 888 nach Köln eingemeindet; Dünnwald Ehrenfeld Eil Elsdorf Ensen Esch Flittard Frühlingen Godorf Gremberghoven Grengel Hahnwald Heimersdorf Heumar Höhenberg Höhenhaus Holweide
Horbell (1975), Junkersdorf
Kalk - 1881 Stadtrecht bis 1910 ),
Klettenberg Langel Libur Lind Lindenthal Lindweiler Longerich Lövenich Marienburg Mauenheim Mengenich Merheim Meschenich Müngersdorf Neubrück Neuehrenfeld Neustadt Niehl Nippes Ossendorf Ostheim Pesch Poll Porz Raderberg Rath Riehl Rodenkirchen Roggendorf Rondorf Seeberg Stammheim Sülz Sürth Thenhoven Urbach Vingst Volkhoven Vogelsang Weiler Wahn Wahnheide Weiden Weidenpesch Weiß Westhoven Worringen Zollstock Zündorf