tiefebener Mühlenkreis mit Wiehen-Wesergebirge

Minden an der Weser, mit der Porta Westfalica © BildPix.de

Frühe Industrialisierung im Gebiet konzentrierte sich auf Minden, Bad Oeynhausen und Lübbecke. Der Kreissüden war geprägt durch Zigarrenverarbeitung. Seit Mitte 20. Jh. wird eine nachhaltige Strukturveränderung angestrebt. Unternehmen der Metall- und Holzverarbeitung überwiegen inzwischen. Branchenvielfalt und leistungsfähiges Handwerk bieten Ansätze für Synergien.
Der Hermannsweg, einer der schönsten Höhenwege Deutschlands, führt auch durch das romantische Silberbachtal und zur höchsten Erhebung der Region, dem 441 Meter hohen Velmerstot.
Wer sich auf der Westfälische Mühlenstraße verläuft, trifft auf liebevoll restaurierte Mühlen und entdeckt des Müllers Lust: Wandern durchs Naturschutzgebiet.
Es gibt auch eine Wellness-Radroute durch Wald, Moor, Heide, Heilbäder, Kurorte, Schlösser.

Hille

Windmühlenflügel-Gemeinde mit 16.622 EW (2001) mit tausendjähriger Tradition des Mühlenwesens. Ein 1978 gegründeter Mühlenverein leistet vorbildliche Arbeit zur Erhaltung der Mühlen und Erkenntnissen der Dorf-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

Ortschaft Hartum
- Bauernhaus (Denkmal) mit Café Glasbonbon, Glasbläserwerkstatt , vielfältige Ausstellung
- Handwerkerhaus (1872), Fachwerk, Heimatmuseum
- Windmühle (1877)
- Ehemaliges Amtsgefängnis Mindener Str. 440 (1896), eingeschossiger Backsteinbau, innen interessanter als von außen. In den Arrestzellen überlebten zahlreiche Graffitis aus den Jahren 1941 bis 1944, deutsch, polnisch, russisch, französisch...
Ortschaft Hille

- Dorfstraße mit viele alte Bauernhäuser (Fachwerk)
- Peperscher Hof (1686)
- Haus Wilhelmy Glinst 27 (1695), Zweiständerbau, halbrund gewalmtes Reetdach
- Altes Pfarrhaus (1682), westfälischen Pfarrbauernhof mit einzigartigem Pastoralportal
- Brennerei Meyer (1721, technisches Denkmal: Da brennt noch die Luft.
- Backhaus Böhne (1839), massivem Sandsteinbau mit Fachwerkgiebeln, idyllisch einladend
- Von-Oeynhausenscher Hof, Adelssitz (1699) an der Gräfte,Torhaus (1699/1703), Herrenhaus (1897), zweigeschossig mit Krüppelwalm-Dach, eklektisierte Stilvariante, Scheunen- und Stallgebäude
- Moor-Erlebnispfad zur geheimnisvollen Matschkuhle an Westfalens größstem Torfmoor

Holzhausen
Büntmaas Dorfschmiede (1760) weist Dachbalken mit geschweiften Kopfbändern auf, die Gefache sind mit Backstein ausgemauert, erhaltenes Werkzeug ist an Ort und Stelle zu besichtigen, an Tagen der offenen Tür kann man sich die Hufe beschlagen lassen. Die Durchfahrtsscheune (1815, Scheune des Handwerks) auf dem Hof der Schmiede wurde zu einem Museum mit altem, dörflichen Handwerk umgestaltet.
Rothenuffeln

staatlich anerkannter Erholungsort (1977) mit Kurpark, am Nordhang des Wiehengebirges
sehenswert:
Heuerlingshaus (1836), im Kurpark wieder errichtet, bietet in ursprünglicher Raumaufteilung Einblick, wie unter einem Dach auf engstem Raum Wohnung, landwirtschaftliche Nutzung und Viehhaltung eine Einheit bildeten. Tipp: durchaus aktuelll - Wohnen und Arbeiten auf engstem überbelegten Raum spart Wohngeldanträge und Bearbeitungskosten.
persönlich:
An Landrat Freiherr Carl von Schlotheim erinnert ein neugotisches Hochkreuz aus Sandstein (1857). Er war unter anderem verantwortlich für den Chausseebau. Krabben mit ihren Scheren symbolisieren weise den nachfolgenden Nutzen (Finanzschere) aus Straßen-, Kfz- und Benzinsteuer. Immerhin war er er neben Landrat auch königlicher Kammerherr und Ritter des St. Johanniter- und Ritter des Rothen-Adler-Orden. Und seine Melanie war eine Nichte von Napoleon I. Bonaparte. Beziehungsreich.

Hüllhorst

Gemeinde mit rund 13.000 EW 2012

Stemwede

Gemeinde mit rund 14.500 EW (2001);
Der südlich gelegene Stemweder Berg hat eine Gipfelhöhe von 178m, nicht eben riesig ober nichtb zu übersehen im weiten Tiefland. Er ist ein lockerer Bruder mit hartem Kern aus mindestens 70 Mio.
Levern - malerischen Dorf südlich von Stemwede auf einem Hügel am Rand einer vermoorten Niederung gelegen, mit makellos erhaltenem historischen Ortskern. Mittelpunkt beldet eine barock ausgestattete Kirche. Sie gehörte früher zu einem Kloster, das nach der Reformation in ein Damenstift umgewandelt wurde. Rund um die Kirche schart sich ein Ensemble schmucker Fachwerkbauten des 17./18. Jh.

Städte und Gemeinden im Kreis
Bad Oeynhausen Espelkamp Hille Hüllhorst Lübbecke Minden Petershagen, Porta Westfalica, Preußisch Oldendorf, Rahden Stemwede