mal tief durchatmen

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der Landkreis Calw seine heutige Ausdehnung und wurde Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald, die zugleich dem neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Seither wird die ehemals württembergische Stadt von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus "verwaltet".

Bad Herrenalb

Stadt und Kurort mit rund 7.200 EW (2012) in 400 m ü.NN. im Schnittpunkt von sieben Schwarzwaldtälern gelegen;
1971 erhält der Ort das Recht, den Zusatz "Bad" im Ortsnamen zu führen. Neben einem gepflegten Kurbetrieb kann man hier auch mit einer Besonderheit aufwarten - den Klangthermen.
attraktiv:
die uralte (1825?) ewig junge Wunderkiefer im buntsandsteinernen Ostportal der Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters (12. Jh.). Gegenüber der Kirche der Klosterruine Frauenalb ist in einem ansehnlich verschindelte Haus ein Spielzeugmuseum untergebracht - Puppen, Eisenbahn und was noch? Gucken!

Bad Teinach-Zavelstein

Stadt mit rund 3.000 EW (2012)
Badhotel, Trinkhalle und Badehaus errichtet unter König Wilhelm I.; moderne Mineraltherme;
Zavelstein, seit 1367 Stadt, Bergfried (29m) als Rest einer 1692 zerstörten Burganlage

Bad Wildbad

Stadt und Kurort mit rund 12.000 EW (2006) in 430 m ü.NN. im engen Oberen Enztal;
Der seit dem Mittelalter für seine Thermalquellen bekannte Ort blieb bis heute eine Gesundheitsoase. Thermen (35 - 41), Fürstenbäder mit Maurischen Hallen und Palais; moderner Kurplatz, interessante Details der Bäderarchitektur, Fußgängerzone und 40 ha Naturpark schaffen genügend Raum für anregende Entspannung;
Die Schwarzwaldhöhen um den Ort, die man mit der Sommerbergbahn bequem erreicht, bieten beim Wandern und Biken echten Schwarzwald-Genuss. Der 115 km lange Enztal-Radweg ist eine Einladung.

Enzklösterle

Gemeinde und Luftkurort mit rund 1.399 EW (2005) in 600 bis 900 m ü.NN. an der Enz inmitten mächtiger dunkler Tannenwälder, grüner Wiesenauen und am Rande eines großen Naturschutzgebietes (Hochmoor). Ortsmitte im ruhigen Wiesengrund!
- Rußhütte (1829) = Kulturdenkmal
- Kaltenbachsee - ein idyllischer Flößersee - gleich anbei;
- recht abenteuerlicher Golfpark

Höfen an der Enz

Gemeinde mit rund 1.600 EW (2012) mit attraktiven Einkaufsmöglichkeiten und gastronomischen Angeboten ...?
selbstverständlich:
gesunde Natur in landschaftlicher Schönheit und das Element Wasser, im klimatisch günstigen Umfeld. Zum einen ist die Enz, die durch Höfen fließt, mit ihrem ergiebigen Fischwasser ein Paradies für Angel-Urlauber, zum anderen verlockt das beheizbare Freibad.

Neubulach

Stadt und Luftkurort mit rund 9.500 EW (2012) auf 24,69 km² im Nordschwarzwald

Um 700 ließen sich die ersten Siedler in Altbulach und Oberhaugstett nieder. Um das Jahr 1000 entstand das Waldhufendorf Liebelsberg.

Um 1100 begann der Silberabbau unter den Pfalzgrafen von Tübingen, zunächst als Tagbau, ab 13. Jh. untertage.
1220 erlangte (Neu)Bulach die Stadtrechte, kurz danach der Graf von Hohenberg den Besitz an der Stadt mit Bergwerk.
1364 erwarb der Kurfürst von der Pfalz die Gegend. Der Silberbergbau wurde forciert und führte zu einer wirtschaftlichen Blütezeit von Bulach.
1440 wurde die Stadt unter die Grafschaft Württembergs gestellt. Restliche Teile von Altbulach und Liebelsberg erwarb Herzog Christoph von Württemberg schließlich im Jahre 1558 vom Kloster Hirsau.
1450 zum Sitz einer Bergvogtei mit eigener Bergbaubehörde wurde.
1505 zerstörte ein großer Brand die Stadt.
1558 setzte Herzog Christoph von Württemberg auf die Förderung der Stadt, sicher in der Hoffnung auf einen gewinnbringenden Bergbau. Diese erfüllte sich nicht. Auch viel spätere Versuche einer kommerziellen Erzgewinnung schlugen fehlt. In den 1920er Jahren wurde der Bergbau endgültig eingestellt.

Trotzdem wurde 1970 das Silberbergwerk noch einmal erschlossen und ausgebaut - als Therapiestation zur Behandlung von Atemwegserkrankungen. Mit Erfolg.
1996 erhielt Neubulach als erster Ort in Deutschland das Kurprädikat "Luftkurort mit Heilstollenkurbetrieb". 2005 wurde der noch tiefer liegende Erlebnisstollen eröffnet. Der Komplex mauserte sich zum Besucherbergwerk mit Therapie- und Erlebnisstollen.

sehenswert:
- Altes und Neues Rathaus Stadt- und Kurverwaltung, Marktplatz 3
- Museum am Marktplatz
- Stadtmauer, Diebsturm im Nordwesten, Grabenweg, Calwer Tor (Silbertor) Obere Torstraße
- ehem. Judukuskirche am Kirchplatz
- Silberbergwerk Hella-Glück-Stollen, Stollenklause
- Sankt Georgsstollen, Glasmühlenweg
- Lochsägemühle am Ziegelbach
- Lautenbachhof mit Gaststätte

zugehörig zu Neubulach:
Altbulach mit Kohlerstal und Seitzental, Liebelsberg, Neubulach, Martinsmoos (1975), Oberhaugstett

Schömberg

Gemeinde mit rund 7.800 EW (2012) auf 37,22 km² im Nordschwarzwald
staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort und Kneippkurort

Wildberg

Stadt mit rund 9.800 EW (2012) im Schwarzwald
Wildberg wurde 1945 teilzerstört und verlor damit einen großen Teil seiner historischen Altstadtsubstanz.
sehenswert:
Ortslage an einer Nagoldschleife,
[R] Rathaus, Marktstraße 2
- Kirche mit markantem Turm, Kirchgasse
- Museum Wildberg, Dominikaner-Klosterhof, Klosterstraße
- Arrestturm im Nordwesten der Turmgasse, Stadtmauerreste
- Segelflugplatz Wächtersberg
zugehörig:
Effringen, Gültlingen, Schönbronn, Sulz am Eck

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Altensteig Althengstett 7.800, Bad Herrenalb, Bad Liebenzell, Bad Teinach-Zavelstein, Bad Wildbad Calw Dobel 2.200, Ebhausen 4.700, Egenhausen 1.900, Gechingen 3.600, Enzklösterle Haiterbach 5.700, Höfen an der Enz, Nagold Neubulach Neuweiler 3.900, Oberreichenbach 2.800, Ostelsheim 2.400, Rohrdorf 1.900, Schömberg, Simmersfeld 2.000, Simmozheim 2.900, Unterreichenbach 2.200, Wildberg

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