statt Götzentum nur Götztum und Götzturm

Die Jagst - Klare, schnellfließende (keltisch) - war der heimatliche Fluss des bekannten Götz von Berlichingen, Ritter mit der eisernen Hand: Durch ihn wurde das Jagsttal über Baden-Württemberg hinaus bekannt. An wie vielen Orten er auch in Fehden verstrickt war, so weit er auch herum kam in seinem bewegten Leben, hier im Jagsttal war sein Zuhause. Auf dem Alten Schloss zu Jagsthausen kam er zur Welt, im benachbarten Berlichingen ist sein Geschlecht bis ins frühe 13. Jh. nachweisbar. Im Kreuzgang des Klosters Schöntal fand er seine letzte Ruhe. In Möckmühl erinnert der Götzenturm an die Gefangennahme durch den Schwäbischen Bund. In Krautheim ist auf einem Gedenkstein zitiert, was der Eigenwillige einem Amtmann entgegen schmetterte.
Ob man durch Wälder und Weinberge wandert oder als Bootsfahrer dem stillen Reiz der Jagst erliegt, die sich durch Wiesengründe schlängelt oder Götzspuren findet, immer wieder bezaubert diese Flusslandschaft.

Cleebronn

Gemeinde mit rund 2.700 EW (2012)
erlebnisreich:
Tripsdrill - Deutschlands erster Erlebnispark (1929): www.tripsdrill.de - für Geburtstagskinder Eintritt frei! Mit der Gesengten Sau oder dem Waschzuber fahren, sich liften lassen (auf das Baumhaus) oder zum Date in die Altweibermühle, oder mit den Wölfen heulen und um 14.30 fressen.

Jagsthausen

Die Gemeinde hat mit rund 1.500 EW (2009) heute weniger Einwohner als zu römischer Zeit. Von 160 bis etwa 260 n.d.Z. bestand hier ein römisches Kastell. Der südliche Burggraben der Götzenburg war der nördliche Graben des Kastells. Funde - zu sehen im Friedrich-Krapf-Museum - bezeugen erheblichen Wohlstand der Bewohner. Zufällig traf man beim Neubau eines Hauses auf ein Römerbad, das inzwischen als Freilichtmuseum öffnete und nicht nur die neuen Germanen, auch neuzeitliche Römer überrascht.
persönlich
Seit 1730 war Jagsthausen Stammsitz der Ritter von Berlichingen. Götz von Berlichingen wurde hier geboren, erlebte hier wenige Kindheitsjahre. Nach gründlicher Lehre bei seinem Onkel erstritt er sich reichlichen Wohlstand, mit dem er sich Schloss Hornberg im Neckartal leistete. Im Burgmuseum ließ er lediglich seine eiserne Hand zurück mitsamt der untauglichen ersten Version. Und seine Gebeine im nahen Kloster Schöntal. Dass man ihn in Freilichtspielen im romantischen Schlosshof zweitweise wiedererleben kann, ist einem Kunstkniff Goethes zu danken, der seine ergötzliche Dramenhandlung nach Jagsthausen verlegte.

Obersulm

Gemeinde hat mit rund 13.500 EW (2009)
Ortsteil Affaltrach: Schul- und Spielzeugmuseum > Heilbronner Straße

Wüstenrot

Gemeinde mit rund 6.500 EW (2012);
1924 erfolgte hier die Gründung der bekannten und ersten Bausparkasse.
- Bauspar-Museum, aufklärendes Museum mit Gratisberatung
- Silberstollen Pfaffenklinge
- Stollen Soldatenglück
- Mammutbäume am Wellingtonienplatz
- Finsterroter See - Badesee im Vogelparadies

Burg Maienfels

Burg Maienfels in Privatbesitz. Bei geöffnetem Tor darf der Hof auf eigene Gefahr betreten werden. Der Eingang vom Örtle her führt nicht weit, aber immerhin an einen sehenswerten Brunnen und die kleine Kirche.


zugehörig:
Wüstenrot, Berg, Bindenmannshäusle, Busch, Greuthof, Maienfeld, Neuhütten, Neulautern, Schmellenhof, Schweizerhof, Stangenbach, Stocksberg

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Abstatt 4.500, Bad Friedrichshall, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim Cleebronn Eberstadt 3.100, Ellhofen 3.300, Eppingen Erlenbach 4.900, Flein 6.600, Gemmingen 5.000, Hardthausen am Kocher 3.900, Güglingen Gundelsheim Heilbronn (kreisfrei) Ilsfeld 8.700, Ittlingen 2.400, Jagsthausen Kirchardt 5.500, Langenbrettach 3.700, Lauffen Lehrensteinsfeld 2.200, Leingarten 10.900, Löwenstein Massenbachhausen 3.400, Neckarwestheim Möckmühl Neckarsulm 3.500, Neuenstadt Neudenau 5.000, Nordheim 7.700, Obersulm Oedheim 6.000, Offenau 2.700, Pfaffenhofen Roigheim 1.400, Schwaigern Siegelsbach 1.600, Talheim Neckar 4.800, Untereisesheim 4.200, Untergruppenbach 7.900, Weinsberg Widdern Wüstenrot Zaberfeld 3.900