Barnim und die Schorfheide

Die Eiszeit hinterließ hier Spuren, die besonders entlang der Märkischen Eiszeitstraße deutlich und erklärbar werden. Sie schenkte uns eine vielfältig geformte, schützenswerte Landschaft mit klaren Seen und wildreichen Wäldern mit dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Ahrensfelde bei Berlin

Gemeinde mit rund 13.000 EW (2011) auf 57,74 km² in 70 m ü.NN. nordöstlich vor Berlin Marzahn.
1375 erste Erwähnung Ahrensfeldes
15. Jh. bis 1872 war Ahrensfelde kurfürstliches bzw. königliches Dorf
sehenswert:
- Blumberger Dorfkirche
zugehörig:
Blumberg, Eiche, Elisenau, Klarahöh, Lindenberg, Mehrow

Biesenthal, eine Naturparkstadt

Kleinstadt mit rund 5.500 EW (2012)
1258 wurde Biesenthal erstmals urkundlich erwähnt.

in der im 19. Jh. Getreidehandel, Müllerei und Brauereien blühten. Heute blühen nur noch die umliegenden Wiesen und Wälder der Barnimer Heide, seltener die sauberen Seen. Das Strandbad (1925= am Großen Wukensee und eine Mineralquelle (1874) sind ein Geheimtipp für Kur- und Ruhesuchende. Führt auch um den Kleinen Wukensee ein Rundweg - selbst erkunden und weitersagen!

Stadtgründung/Stadternennung - 13. Jh., wann genau?
Die Stadt selbst wurde mehrmals zerstört - was waren die Anlässe?
sehenswert
- historischer Altstadtkern unter Denkmalschutz
- Kulturbahnhof im alten Bahnhof. Und Bahnbetrieb?
- Umgebung mit vielen Rad- und Wanderwegen, Märkischen Eiszeitstraße

OT Danewitz:
- Altes Rathaus (1762/68), Fachwerk
- Neues Rathaus (1874)
- Kaiser-Friedrich-Turm auf dem Schlossberg
- Kirche St. Marien (1908/09), Neobarock, Bahnhofstraße 162
- Fachwerkhaus (Inschrift 1707), Schilfdach, Schulstraße 10
- Altes Schul- und Rektorenhaus (1812), Schulstraße 32)
- Schmiede (1595), Feldsteinbau
OT Melchow mit touristischem Begegnungszentrum.

Breydin

Gemeinde mit rund 800 EW (2012) auf 34,62 km² in 75 m ü.NN.

Falkenberg

Erholungsort mit 3.000 EW (1980); Stadtrechte 1919; Burgwall am Burgberg (Bodendenkmal), in OT Carwitz Fallada-Haus; Naturschutzgebiet Heilige Hallen

Oderberg

Stadt mit rund 2.200 EW ((2012) auf 35,31 km² in 5 m ü.NN. am östlichen Rand des Eberswalder Urstromtales und dicht am Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin;
Wie der Name schon andeutet, liegt der Oderberg an der Alten Oder. Zur "neuen" Oder und nach Polen sind es wenige Kilometer.

Die Gegend um den Oderberg war bereits ab der Mittelsteinzeit wiederholt besiedelt. Ab Mitte des 7. Jh. ist eine slawische Besiedlung nachgewiesen, die vielleicht noch im 9. Jh. befestigt wurde. Im 10. bis zum 13. Jh. bestand auf dem Albrechtsberg eine pommersch-slawische Fürstenburg. Expansive Ansprüche führten 972 zu einer Schlacht zwischen Herzog Mieszko I. von Polen und den von Kaiser Otto I. eingesetzten Lausitzer Markgraf Hodo I.

1214 mag hier die erste deutsche Burg erbaut worden sein, in deren Schutz sich die ersten deutschen Siedler niederließen.
1231 erste urkundliche Erwähnung von Oderberg als Vogtei.
1259 erstmals als Civitas (Stadt) bezeichnet. Die Stadt am Oderberg und am Oderübergang entwickelte sich rasch. Günstig war auch, dass hier eine wichtige Reichsstraße vorbei führte.
1317 bestätigte Markgraf Waldemar der Stadt die Privilegien auf den Oderberger Hafen.
1349 wurde in der Schlacht von Oderberg die Burg auf dem Albrechtsberg zerstört. Aus dem Material der Festung wurde eine neue Burg auf dem Festungswerder eine neue Burgfestung erbaut ("Bärenkasten").

1637 im Dreißigjährige Krieg legten schwedischen Truppen fast die gesamte Stadt in Schutt und Asche. 1670 und nochmals 1672 tobten vernichtende Stadtbrände. Doch die Menschen waren nicht klein zu kriegen. Vielleicht halfen ihnen die zahlreichen Brauereien und der Weinbau, bestimmt aber harte Arbeit und handwerkliches Geschick, z.B. beim Töpfern. Oder die Abrüstung der Festung.

1877 erhielt Oderberg Bahnanschluss mit 3(!) Bahnhöfen. Die Industrialisierung begann. Fischerei und Holzwirtschaft blieben bedeutend.

sehenswert:
- Nikolaikirche (1853/55), neugotischer Backsteinbau
- Ruine Festung Oderberg (Bärenkasten)
- Marowskisches Haus (ältestes Haus der Stadt), Fachwerk, am Oberkietz
- Fachwerkhäuser Berliner und Angermünder Straße
- Museum für Binnenschifffahrt und Fischereikunde, Elbe-Raddampfer Riesa
- Albrechtsberg mit Burgwall, Kriegerdenkmal
- Neuendorf mit Brennerei, Gutshaus, Kirche

event:
- Fischer- und Schifferfest im Juni
- Musikalischer Frühschoppen-Jazz auf dem alten Seitenraddampfer Riesa, im Sommer
- Weihnachtskonzert des Spielmannszuges Oderberg 1961 e.V.

zugehörige Wohnplätze:
Neuendorf, 1961 eingemeindet und Alte Försterei, Breitefenn, Kolonie Teufelsberg, Maienpfuhl und Steinlager

Panketal

Gemeinde mit rund 19.200 EW (2012), bestehend aus den Orten Zepernick und Schwanebeck

Wandlitz

Gemeinde mit rund 21.000 EW (2012)
Die Siedlung am lang gestreckten seenreichen Waldgebiet der Barnimhochfläche bei Bernau im Berliner Einzugsgebiet wurde bekannt durch Erich Honecker, der hier ein echtes West-WC mit gülden glänzendem Weinhahn gehabt haben soll.
Vom Wandlitzsee führt die Liepnitzseenrinne ostwärts und entwässert über ein wildes Durchbruchstal zur Finow. Der Wald reicht bis Eberswalde und über den Nonnenfließ bis zum Oderbruch.

Werneuchen mit Ahrensfelde

Stadt mit rund 8.000 EW (2012) auf 116,34 km² in 75 m ü.NN. im Regionalpark Barnimer Feldmark
1247 wurde Werneuchen erstmals urkundlich erwähnt. Obwohl mit frühen Stadtrechten versehen (wann?), erlangte der Ort - zerrissen zwischen Bürokratie und privaten Besitzinteressen - nie überregionale Bedeutung.
1865 erneute Verleihung des Stadtrechts
1898 Bahnanbindung an Strecke Berlin-Wriezen. Trotzdem blieb der Charakter einer Ackerbürgerstadt in bäuerlichem Umfeld weitgehend erhalten.
1937 wurde Werneuchen Garnison mit Fliegerhorst und Jagdfliegerschule, heute Sportflugplatz.

Land- und Forstwirtschaft spielen noch heute eine Hauptrolle, speziell auch der Obstanbau, dazu weiterhin die Nahrungsmittelindustrie und handwerkliche Betriebe.

sehenswert:
- Stadtkirche St. Michael (1873/74), Neugotik
- Schloss Werneuchen (1913)
- Rittergut in Hirschfelde, denkmalgeschützt, mit Gutshaus, Verwalterhaus, Remise, Stallungen und weiteren Restbauten, Park

erholsam:
- Gamensee im Gamengrund
- Campingplatz am Großen Gamensee

Ortsteile/Eingemeindung:
Weesow (2001), 2003 die Gemeinden Hirschfelde, Krummensee, Schönfeld, Seefeld mit Löhme, Tiefensee und Willmersdorf

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Ahrensfelde Althüttendorf 800, Bernau Biesenthal Breydin Britz 2.150, Chorin Eberswalde Falkenberg Friedrichswalde 850, Hohenfinow 500, Joachimsthal Liepe 700, Lunow-Stolzenhagen 1.200, Marienwerder 1.800, Melchow 900, Parsteinsee 550, Niederfinow Oderberg Panketal Rüdnitz 2.000, Sydower Fließ 850, Schorfheide Wandlitz Werneuchen